Frage von mulano, 28

Künstliche Intelligenz oder Natürliche Dummheit?

Was ist die größere Bedrohung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dxmklvw, 7

Ich meine, auch dabei gilt das Prinzip von Ursache und Wirkung.

Wo nur ökonomisch gedacht und bestimmt wird, da erleben wir die Reinform als Globalisierungswahn mitsamt den negativen Folgen, die soziale Belange grob vernachlässigen und/oder aushebeln.

Ein Großbanker wird solches Vorgehen vermutlich für "intelligent" halten. Wer mehr das Wohl aller Menschen in den Vordergrund stellt, wird dasselbe ziemlich vermutlich krass als "natürliche Dummheit", oder besser als "Dummheitsextremismus" bezeichnen.

Künstliche Intelligenz hat Schöpfer, und das sind nicht so sehr die mit den Programmen beschäftigten Informatiker, sondern die ebenfalls rein ökonomisch denkenden Konzernbosse, die sich an den Trends der Begehrlichkeiten der Wirtschaft orientieren.

Weil "künstliche Intelligenz" aus solchen Gründen pauschal ausgerichtet sein wird und sich im Schwerpunkt mit Eigenschaften wie maximale Gewinnerzielung, maximale Kontrolle, maximale Einflußnahme usw. auszeichnet, kann die Wirkung unter dem Strich nur (etwas überspitzt ausgedrückt) sein "Bankster unter Ausblendung jedweder Restvernunft".

Eine Sache mit solchem Resultat kann allerdings nicht gut verkauft werden und benötigt zwecks Kompensierung gleich eine große Anzahl schützender Fassaden. Solche sind z. B. in Bereichen wie medizinischer Fortschritt, Bau- und Städteplanung, Justiz, Steuerwesen usw. als vorgegaukelte Verbesserungen zu erwarten.

Eine nahezu zwangsläufige Folge wird sein, daß Menschen sowohl in der Arbeitswelt als auch in privatenBereichen mehr oder wendiger vollständig von "intelligenten Maschinen" gesteuert werden, d. h., daß sich Menschen freiwilig dem unterwerfen, was ihnen von KI-Computern usw. als Anweisung vorgegeben wird.

Schon jetzt können wir dies bei der Betrachtung der Handy-Welt, aber auch der computergestützten Börsendynamik, diversen unangenehmen Begleiterscheinungen der Sicherheitspolitik u. v. a. beobachten.

Fazit:

Künstliche Intelligenz ist meiner Ansicht nach eine erheblich größere Bedrohung als natürliche Dummheit, weil sie real am Ende der Kette die Maximierung natürlicher Dummheit bewirkt und Menschen versklavt, gleichzeitig aber von einer Mehrzahl Menschen als positiver Fortschritt verkannt wird.

Antwort
von PolluxHH, 7

Es ist immer die Gefahr der Kombination. Meine Aussage dazu ist, daß der Mensch sich zwar wissenstechnisch weiterentwickelt hat, aber sozial als auch psychologisch in der Steinzeit verhaftet blieb. Es ist das sich auftuende Ungleichgewicht.

Dies läßt sich schon alleine daran festmachen, daß der Mensch immer noch mit als erstes jede neue Technologie auf ihren Nutzen zur Bedienung seiner Neurosen testet, sei es individuell oder auf gesellschaftlicher Ebene. Sei es nun die Frage, wie man andere Menschen damit am Besten töten kann oder wie man sie damit kontrollieren o.ä. kann. Die künstliche Intelligenz bietet Potential zu beidem und zu beidem wird sie genutzt, bei der Tötung zumeist zur Erhöhung der Effizienz des Tötens.

Teil der natürlichen Dummheit ist auch die häufig gegebene Beschränkung auf unzulässige Analogieschlüsse im Denken in Kombination mit Egozentrik (und Egoismen), verstärkt durch Neurosen. Gerade in der Politik führt dies auch dazu, daß ein zunächst als monokausal wünschenswert angesehenes Ziel in Angriff genommen wird, durch monokausales Denken der Weg , den man beschreitet, aber zumeist kontraproduktiv sein dürfte, man dies aber nicht zugeben darf, da man dann an Glaubwürdigkeit verlöre, also alle Studien zu diesem Thema im Weiteren unter Vorgabe des zu erzielenden Ergebnisses in Auftrag gegeben werden. Dies führt dann zu einer gezielten Desinformation des Volkes.

Ein Beispiel anhand eines Naturschutzgebietes. Es sollte die "historisch gewachsene agrarische Kulturlandschaft" geschützt werden, wobei es Teil der Kultur war, einen regelmäßigen Nutzungswechsel der Felder vorzunehmen. In einem späteren Paragraphen wird aber gerade ein Nutzungswechsel untersagt, womit ein Hauptziel also schon über die Verordnung selber verhindert wird. Ebenfalls gehörte alter Baumbestand zur gewachsener Kulturlandsachaft, der aber durch die Exekutive entfernt wurde, weil er atypisch für eine Marsch sei (wahrscheinlicher Grund: zu hoher Pflegeaufwand).

Da nun kein Nutzungswechsel mehr erfolgte, wanderten die Kibitze ab (Rückgang der Population um über 95%), wofür man, um für sie angemessene Nistplätze anzubieten, die Gräben großzügig aushob. Die Kibitze kamen nicht zurück, dafür wurden dadurch die streng geschützten Pflanzenarten, die sich gerade im Uferbereich befanden, zerstört, und zudem das Gebiet für Bekasinen, die auch dort heimisch waren, lebensfeindlich gestaltet. So etwas ist Monokausalität in Perfektion. Es verwundert aber dabei kaum, daß die Publikationen zu dem Thema den Naturschutz loben, wobei angesichts der Realität der Inhalt zulässig zu interpretieren wäre gemäß "dank des Naturschutzes sind aber zumindest noch Restbestände erhalten geblieben", allerdings formuliert als Lobhymne auf den Naturschutz.

Solange der Mensch noch so gestrickt ist, wäre es wünschenswert, daß er über die Erfindung des Rades noch nicht wesentlich hinaus gekommen wäre, das würde das von ihm ausgehende Schadpotential wenigstens in akzeptablen Grenzen halten. Die Gefährlichkeit von Erfindungen ergibt sich nicht aus ihnen selbst, sondern immer nur darüber, wie sie genutzt werden.

Antwort
von LeCux, 14

Die Kombination aus beidem. 

Wenn ich mir heute ansehe, dass es viele Menschen gibt, die jeden Weg den sie machen immer vom Navi routen lassen - puh, also ich schaffe es noch ohne Navi und Cloud-Dienste wie Google Maps von meiner Haustür zum Supermarkt. 

Auch zu verschiedenen Supermärkten. 

Yay!

Viele der neuen Hipster-Techniken führen IMHO dazu, das wir sehr bereitwillig menschliche Kompetenz an IT verlagern und abgeben. Und man merkt auch schon, dass das Wirkung hat - "Hi Siri", "Ok Google" - und das für viele Sachen, die man selbst schneller getippt hätte.

Oder die Siri die fremde Türen mit einer bei IoT angebundenen Schließanlage öffnet. 

Menschen denen Likes und Favs wichtiger geworden sind als den Nachbarn zu grüßen. 

Immerhin kann man schnell mal eben Googlen auf welchem Paragafen ihn man verklagen kann. 

Oder sich in die Filterblase (man bekommt mit Nichten ja alles gezeigt was es an Informationen gibt, da entscheidet die KI von Google und Facebook was du siehst) begeben und Impfgegner, militanter Veganer oder Xenophob werden. 

"Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen" - Imannuel Kant. Leider aktueller denn je. 

Kommentar von mulano ,

Nichts gegen Veganer ^^ Bin selbst einer. Allerdings nicht militant...

Kommentar von LeCux ,

Alles gut :) Nur ich merke immer gerne wieder, dass sich Menschen ganz allegemein die sich einem Thema gewidmet haben sich in einer Filterblase befinden. 

Du siehst auf einmal nur noch das, was zu deinen eigenen Argumentationslinien passt und deine Meinung und Ansicht verstärkt.

Das passiert bei Ernährung gerne und schnell, vegan als ein Aufhänger, aber auch ketogene Diät, Paleo, Low Carb usw. - die KI sucht Dir News die "passen und die Nutzererfahrung verbessern". Und wenn sich da mal einer nicht dran hält (wie eine Tageszeitung oder Fernsehen), dann ist das sofort die Lügenpresse, wenn mein Thema Pegida und Flüchtlinge ist. 

Die Welt ist zum Glück nicht schwarz oder weiss. Es gibt genug grau für alles dazwischen - und für die Profis das ganze auch noch in Farbe. 

Aber nur kurz zu vegan - habe ich versucht, war nichts für mich, wer es kann und mag darf und soll das gerne tun. 

Ich bin dann zu bewusster Ernährung zurück, ich kenne meine Bauern, die selbst schlachten und aufziehen, die meine Eier via Bruderhahn-Initiative auch ohne Kükenschreddern herstellen können. So esse ich sehr wenig "Tier" und alleine das reduziert ja das Leid schon erheblich - wenn alle auf 1 Tag in der Woche auf "Tier" verzichten würden, dann hat sich das Tierleid schon um 15% reduziert. Man kann mit wenig und ein wenig Mitdenken auch was bewegen.

Und zur Intelligenz: Auch wenn der Prospekt des Supermarkts mir im März die regionalen Kartoffeln als Saisonprodukt anbietet - ähm, nein, die haben da keine Saison. Werbung hin oder her :) Genauso wie gerade Erdbeeren...

Kommentar von mulano ,

Wenn jeder einen Tag die Woche auf Tier verzichten würde bringt das mehr wie 1000000 100%-Veganer. Soweit stimme ich dir zu. Finde ich auch gut das du deine Eier über eine Bruderhahn-Initiative kaufst :)

Antwort
von Simicke, 10

Ist beides nicht ohne Risiken. Wobei das Zweite immer mehr zum Problem wird.

Kommentar von mulano ,

Naja glaube nun nicht das, dass ganze ausartet wie bei I-Robot. Denke aber schon das Roboter in Zukunft autonom Entscheidungen treffen werden.

Antwort
von heidemarie510, 17

Beides vielleicht? Ich stehe auf natürliche Intelligenz! :-)

Antwort
von noahderholzkopf, 5

Dummheit ist eine größere bedrohung , weil es passieren kann das Dumme Kriegstreiber (Donald Trump oder Kim Jong Un einen Atomaren Krieg starten , oder dumme Wissenschaftler Roboter  zu viel Intelligent programmieren .

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