Frage von bwmartin, 77

Kündingen, nach Ablösung bitten, was ist bei so einem Arbeitgeber angebracht?

Einen wunderschönen guten Morgen an alle :) Ich hab ein kleines Problem mit meinen neuen Arbeitgeber und suche euren Rat. Die Stelle hab ich am 01.07 angetreten und möchte so schnell wie möglich hier weg. Eine neue Arbeitsstelle hab ich mir in den 12 Tagen in denen ich hier beschäftigt bin, gesucht und bereits gefunden (Zum 18.07) Allerdings habe ich eine Kündigungsfrist und 2 Wochen in der Probezeit.


Warum ich den Arbeitgeber verlasse will: Verbal wird hier sehr stark gemobbt Mitarbeiter wird auf den Körper geschlagen, mich zum glück noch nicht..


Wie sieht das mit den Tagen aus die ich bereits gearbeitet habe und bzw. arbeiten muss ?! Werden diese bezahlt ?

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeit & Arbeitsrecht, 4

Du kommst nicht drumherum die zwei Wochen Kündigungsfrist einzuhalten.

Dazu kläre mit dem neuen Arbeitgeber ab, ob du etwas später dort anfangen kannst.

Oder versuche in einem Gespräch mit dem jetzigen Arbeitgeber,ob er mit einem Aufhebungsvertrag mit kurzfristiger Beendigung einverstanden ist.Aber ohne seine Zustimmung geht das nicht.

Was für mich unverständlich ist, dass du einem Arbeitsbeginn bei dem neuen Arbeitgeber zum 18.07. zugestimmt hast, obwohl dir eine Kündigungsfrist von zwei Wochen bekannt ist.

Antwort
von LiselotteHerz, 48

Ist doch alles bestens, Du beginnst erst am 18.07. bei dem neuen AG, kündigst am besten sofort (sind ja nur zwei Wochen Frist in der Probezeit) und selbstverständlich wird Dir die geleistete Arbeit bezahlt. lg Lilo

Kommentar von FrauJessica ,

Heute ist der 12.07. wenn er die Kündigung heute abgibt muss er zum 26.07 kündigen. Er kann dann nicht am 18.07. anfangen. Doppelbeschäftigung 

Kommentar von bwmartin ,

Aber wie sieht es mit der 4Wochen-Regelung aus? Ich  meine gelesen zu haben das der Arbeit aber erst ab der 5.Beschäftigungswoche zahlen muss...

Kommentar von ellaluise ,

Eine Arbeitgeber muß erst nach 4 Wochen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall leisten. Innerhalb der 4 Wochen würde das Geld von der KK kommen.

Ach ja, solltest du geschlagen werden: Anzeige erstatten, Arzt aufsuchen  und fristlos kündigen!

Kommentar von LiselotteHerz ,

Der Fragesteller ist doch nicht krank geschrieben, das interessiert hier doch gar nicht.

Das wäre mir neu, dass man erst ab der 5. Beschäftigungswoche sein Gehalt bekommt. Das wäre ja noch schöner!

Das mit der Kündigungsfrist stimmt, ich hatte jetzt den 18.08. im Hinterkopf. Mit dem AG sprechen, ob man aus dem Vertrag vorzeitig raus kann. Kein AG will einen Mitarbeiter haben, der gar nicht für ihn arbeiten möchte. In der Probezeit kann man das bestimmt noch gut regeln.

Kommentar von bwmartin ,

Genau, krank geschrieben bin ich nicht und hab nicht vor. Auch wenn das was hier täglich passiert nicht mit mir vereinbaren kann.

Kommentar von LiselotteHerz ,

Bist Du jetzt auf der Arbeit? Dann schieb es nicht vor Dir her. Geh zum Chef bzw. zur Sekretärin, vereinbare dort einen Termin, und bringe das einfach heute hinter Dich. Sag ihm, dass Du in diesem Unternehmen keine Zukunft für Dich siehst und Du deshalb kündigen möchtest. Die Gründe würde ich durchaus anführen.

Kommentar von bwmartin ,

ist gerade unterwegs, gespräch heute Nachmittag. danke :)

Kommentar von Kuestenflieger ,

dann geht es sicher auch sofort mit schluß zum freitag ( 15.) etwas entlohnung für die 10 tage verhandeln sie dabei auch .

Antwort
von adianthum, 2

Fristlose Kündigung durch Arbeitnehmer

Die
fristlose Kündigung kann in gleicher Weise auch von einem Arbeitnehmer
ausgesprochen werden. Wichtige Gründe können z.B. die unpünktliche
Zahlung des Arbeitgebers, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz oder
grobe Beleidigungen und Arbeitsschutzverletzungen sein. Auch hier gilt,
dass in der Regel zuvor eine Abmahnung seitens des Arbeitnehmers
erfolgen muss.

.......www.afa-anwalt.de/arbeitsrecht-ratgeber/kuendigung/ausserordentliche-kuendigung/...

Körper­ver­let­zung, Tätlich­keit

Wer ei­nen Ar­beits­kol­le­gen, Vor­ge­setz­ten oder den
Ar­beit­ge­ber körper­lich an­greift, d.h. schlägt, tritt oder ihm
sol­che Miss­hand­lun­gen an­droht, muss mit ei­ner frist­lo­sen
Kündi­gung rech­nen. Auch ab­sicht­li­che Remp­ler, ein vorsätz­li­ches
Schub­sen oder dgl. können als Tätlich­keit ge­wer­tet wer­den.

Wird die Tätlich­keit tatsächlich aus­geführt und nicht nur
an­ge­deu­tet oder an­ge­droht, ist im Nor­mal­fall ei­ne vor­he­ri­ge
Ab­mah­nung nicht er­for­der­lich.

Denn wer sich zu ei­ner sol­chen Ent­glei­sung hin­reißen lässt, muss
wis­sen, dass er da­mit den Be­stand sei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses
gefähr­det, d.h. dass der Ar­beit­ge­ber mit ei­ner (frist­lo­sen)
Kündi­gung re­agie­ren wird. Hier spielt auch ei­ne Rol­le, dass der
Ar­beit­ge­ber auf­grund sei­ner Fürsor­ge­pflicht ge­genüber dem Op­fer
der Tätlich­keit Wie­der­ho­lungsfälle ver­hin­dern muss.

...www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Fristlose_Kuendigung_Kuendigungsgruende...

Das gilt auch im Umkehrschluss!

Antwort
von Halbammi, 22

Kein Arbeitgeber ist scharf darauf, diese Kündigungsfrist einzuhalten. Du bist gerade erst angefangen, und vermutlich noch nichtmal eingearbeitet. Wenn du Kündigst, biete einen Auflösungsvertrag an. Natürlich werden die bisher gearbeiteten Tage gezahlt. 

Lässt sich der AG nichtd arauf ein ( was schön blöd wäre) würde ich

im Übrigen den neuen Job einfach antreten. Was soll deinem jetzigen schon für ein Schaden entstehen?

Antwort
von Deepdiver, 21

Die Tage, wo du da gearbeitet hast, sind durch den AG zu bezahlen. Wenn im Arbeitsvertrag eine Kündigungsfrist von 14 Tagen steht, musst du die einhalten. Das gilt ja für beide Seiten.

Wenn du zum 18.07. eine Neue Stelle hast, teile dem neuen Arbeitgeber mit, das du erst zu einem bestimmten Zeitpunkt anfangen kannst, da dein jetziger Arbeitgeber dich nciht vorher gehen läßst.

Wenn er dafür Verständnis hat, dürfte es dabei keeine Probleme geben

Antwort
von FrauJessica, 33

Rede offen und ehrlich mit deinem Arbeitgeber.Sag du hast ein besseres Jobangebot bekommen und du bist hier nicht zufrieden und glücklich. Oft weiß der Geschäftsführer auch gar nicht was alles im Betrieb vor sich geht.

Ihr könntet euch dann einigen und zB einen Aufhebungsvertrag machen.

Die Zeit vom 01.07.- bis zum Tage der Kündigung bekommst du natürlich trotzdem bezahlt.

Kommentar von bwmartin ,

Der Geschäftsführer weiß sehr wohl was hier vor geht, denn er ist es um wen es sich hier dreht. (beleidigungen, schläge auf den Rücken etc. )

Kommentar von FrauJessica ,

Hmm dann vermute ich stark, dass er etwas dagegen haben wird.

Aber auf Erfahrung ist jemand der so etwas macht nicht besonders intelligent.

Schreib einfach eine Kündigung

"Ort, 12.07.2016

Hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis zum 17.07.2016

Unterschrift"

mach eine Kopie drück ihm das Original in die Hand und auf der Kopie soll er als Empfangsbestätigung unterschreiben.

Dann wärst du auch abgesichert

Antwort
von Dotter1981, 25

Natürlich werden die bezahlt. Du solltest auf jeden Fall fragen, ob sie einer sofortigen Vertragsauflösung zustimmen. Ansonsten solltest du heute kündigen. Sieh ggf. zu, dass du den Antrittstermin für die neue Stelle etwas nach hinten schieben kannst. Viel Erfolg!

Antwort
von Sunny879, 8

Ich würde versuchen deinen Arbeitgeber um einen Auflösungsvertrag zu bitten, sollte das nicht klappen kündige direkt und sag dann deinem neuen Arbeitgeber bescheid, dass du erst am 26.07.16 anfangen kannst. Die Tage die du gearbeitet hast wirst du bezahlt bekommen.

Antwort
von Nemo75, 27

Wenn du gehen willst kannst das tun. Allerdings mit der 14 tägigen Kündigungsfrist.
Außer Dein Chef ist einverstanden, dann kannst sofort gehen.

Geld für die bisher gearbeitete Zeit bekommst mit einer Abrechnung

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