Soll der Kündigungsgrund im Arbeitszeugnis stehen?

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2 Antworten

Der Kündigungsgrund darf im Zeugnis nur erscheinen, wenn er den Arbeitnehmer entlastet, z. B. bei betriebsbedingter Kündigung oder bei Kündigung durch den Arbeitnehmer selbst. Die Tatsache, dass ein Arbeitnehmer wegen mangelhafter Leistung, Fehlverhaltens oder lange Krankheit freigestellt wurde, kann durch eine entsprechende Formulierung über das Ende des Arbeitsverhältnissen ("das Arbeitsverhältnis endet mit dem heutigen Tage"), aber ohne die Gründe explizit zu benennen, zum Ausdruck gebracht werden. Woran es letztendlich lag, kann sich der Leser aus den Bewertungen in den einzelnen Bausteinen des Zeugnisses entschlüsseln, wo dieses - in wohlwollender Form, aber für den Fachmann inhaltlich eindeutig - dargelegt wird.. Aber auch dort dürfen mangelndes Wissen, lasche Arbeitseinstellung, ungebührliches Verhalten, Krankheit usw. nicht im Klartext auftauchen. Ein laufender oder abgeschlossener Gerichtsprozess darf ebenfalls nicht erwähnt werden.

Ein Geübter kann trotz dieser Vorgaben dem Zeugnis entnehmen, welcher Hase wohin gelaufen ist.

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