Frage von Apex644, 118

Kündigungsgrund bei einer teilweise angekündigter Krankmeldung?

Guten Morgen, hätte mal eine Frage und zwar folgendes ist passiert ich war am Montag ganz normal arbeiten obwohl es mir dort schon nicht so gut ging aber habe meine arbeiten erleldigt so wie sonst auch habe mich nicht großartig beschwert oder gejammert .... arbeite in einem Lebensmittelmarkt und habe im Laufe des Tages mit einem Kollegen gesprochen und auf die Frage hin wie es mir ginge antwortete Ich nur " ich Joa es geht könnte besser sein, hoffe nicht das ich noch kranker werde " , . nun bin ich den folgenden Tag zum Arzt gegangen da es mir noch schlechter ging ... habe frühzeitig im betrieb angerufen und die Sachlage erläutert und das ich vorerst zum Arzt gehe.. Bis dahin alles gut nachdem ich vom Arzt raus war habe ich sofort wieder im Betrieb angerufen um Bescheid zu geben das ich bis einschließlich Datum XY krankgeschrieben bin!!! Sofort fing der Kollege / Marktleiter an okay Krankmeldung mit Ansage , der Kollege hat das und das uns mitgeteilt ,er sagte von ihnen hätte ich sowas nicht gedacht aber machen Sie was sie wollen ich leite das an die Geschäftsleitung weiter und Tschüss !! Ich hatte nicht einmal die Möglichkeit selbst Stellung dazu zu nehmen ... ich habe aber sowas nie geäußert und habe jetzt Angst das ich auf Grund dessen meinen Job verliere ... kann mir jemand dort einen Rat geben ?

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit, Arbeitsrecht, Kündigung, 38

Zuerst einmal: Wenn Du wieder mal eine Frage einstellst, solltest Du ab und an mal einen Absatz machen damit der Text lesbarer wird.

Zu Deiner Frage: Was Du hier schilderst ist kein Kündigungsgrund. Du hast Dich nicht gut gefühlt und das mit dem Hinweis, dass Du hoffst, dass sich Dein Zustand nicht verschlechtert, geäußert.

Das passiert in jedem Betrieb und ist auch keine angekündigte Arbeitsunfähigkeit die zu einer Kündigung führen kann.

Du verwechselst hier die "Androhung einer Arbeitsunfähigkeit" wenn z.B. der Urlaub nicht wie gewünscht gewährt wird mit Deinem Fall der ja keinesfalls eine "Androhung" war sondern nur eine Bemerkung zu Deinem momentanen Gesundheitszustand und der Hoffnung, dass dieser sich nicht  verschlimmert.

Zur "Beruhigung" habe ich Dir mal ein Urteil aus einem Kündigungsschutzprozess wo ein AN tatsächlich seine Krankheit in Verbindung mit Urlaub "angedroht" hat und trotzdem nicht gekündigt werden konnte:

http://www.rechtsindex.de/arbeitsrecht/3764-landesarbeitsgericht-berlin-brandenb...

Kommentar von Apex644 ,

Vielen Dank für die Tipps , ein wenig mulmig ist aber wohl jeder bei sowas Nehm ich an 

Kommentar von Hexle2 ,

ein wenig mulmig ist aber wohl jeder bei sowas

Das kann ich schon nachvollziehen.

Man hat "irgendwann" mal was von Kündigung bei angekündigter Krankheit gehört, der Kollege redet "Müll", der AG äußert sich etwas seltsam, da kann man schon mal auf solche Gedanken kommen.

Es ist aber gut, dass Du Dich nicht ganz verrückt machen lässt und Dich erkundigst.

Du hast ja jetzt in vielen Antworten gelesen, dass Dein "Fall" keinesfalls zu einer Kündigung führen kann und um das zu "untermauern", habe ich Dir den Link geschickt. Ich hoffe, ich konnte Dich damit beruhigen.

Dein Chef hat wahrscheinlich auch überreagiert, weil kein AG begeistert ist, wenn ein AN ausfällt. Wenn Du später mal mit ihm sprichst und die Sachlage klärst, wird er das auch verstehen. Gute Besserung.

Im Übrigen würde ich mit diesem "Kollegen" nur noch über die Arbeit reden ;-))

Kommentar von Apex644 ,

Das Ding ist der am Telefon war nur der Marktleiter es gibt noch eine Geschäftsführerin der alles gehört soll ich mit ihr sprechen und soll ich das noch heute machen am Telefon oder erst wenn ich wieder im Betrieb bin ? Das würde mich noch interessieren ?

Kommentar von Hexle2 ,

Das machst Du erst, wenn Du wieder im Betrieb bist.

Momentan bist Du krank und außerdem redet es sich "besser", wenn man sich gegenüber sitzt.

Wenn Du jetzt anrufst, sieht das ein wenig nach "schlechtem Gewissen" aus und das brauchst Du nicht haben. Werde erst einmal gesund und dann klärst Du das in aller Ruhe.

Antwort
von Interesierter, 17

Irgendwie stimmt da was nicht.

Wenn ich heute einen Mitarbeiter sehe, der sich mehr schlecht als recht durch den Tag schleppt und dieser mir sagt, dass er morgen zuhause bleibt, wenn es noch schlechter wird, dann ist das kein krankfeiern mit Ansage sondern vollkommen normal.

Der Vorwurf "krankfeiern mit Ansage" ist vielmehr dahingehend zu verstehen, dass jemand sich offensichtlich wegen eines Vorfalles krankschreiben lässt. Hier steht der Vorwurf des Betruges im Raum.

Solange du nicht mehr in der Probezeit bist, musst du dir um deinen Job keine Sorgen machen.

Antwort
von kiara36, 51

Jetzt bleib mal ganz ruhig.
Der Marktleiter hatte wohl ein besonders schlechten Tag und hat wohl sowieso gerade Personalengpass. Das hat er wohl (nicht korrekt, aber menschlich) an Dir ausgelassen.

Es zählt nicht, was Kollegen gesagt haben. Sondern das Du heute morgen pünktlich angerufen hast um Dich abzumelden und Du Dich korrekt erneut gemeldet hast und die Dauer der Krankheit mitgeteilt.
Wahrscheinlich liegt die AU bereits der Firma vor oder ist bereits in der Post.

So, wenn ich meiner Kollegin erzähle, das ich gesundheitlich angeschlagen bin und hoffe! das es nicht schlimmer wird - und der Gesundheitszustand verschlechtert sich tatsächlich, dann ist das kein Kündigungsgrund.

Hättest Du Dich eher so geäußert, das Du kein Bock hast und Dich sehr wahrscheinlich morgen (bei guter gesundheitlicher Verfassung) krankschreiben lässt, wäre das eher sch... aber noch lange kein Kündigungsgrund. (Ich gehe davon, das Du nicht in der Probezeit bist?)

Und um Deiner Ruhe willen, rufe beim Marktleiter an und nehme nochmal Stellung dazu. (Würde ich eigentlich nicht machen, das grenzt schon an Rechtfertigung - aber um das klarzustellen, wenn das Arbeitsverhältnis bisher ausgezeichnet war, würde ich das auch machen)

Kommentar von Apex644 ,

Okay und allein die Aussage von Marktleiter am Telefon von ihnen hätte ich sowas eigentlich nicht gedacht zeigt ja eigentlich auch das ich ein gewillter Mitarbeiter bin aber ist es sinnvoll den Sachverhalt trotzdem mit der Geschäftsführung selbst nochmal abzuklären ? Wenn ja wann sollte ich das am besten machen ?

Kommentar von kiara36 ,

Davon mal ab, das Du krank bist und was "besseres" zu tun hast, als die "Dummaussagen" eines Kollegen zu korrigieren,
rufe den Marktleiter an,

stelle fest - ob es nur eine Laune von ihm war - und wäge ab.

Am besten vereinbarst Du telefonisch jetzt einen Termin für ein klärendes Gespräch mit dem Marktleiter und dem besagten Kollegen zusammen, mal schauen, ob der immer noch so "ehrlich" zu seine Aussage steht.

So, anschließend kurierst Du Dich aus.

Kommentar von Apex644 ,

Ich hatte vor mich am späteren Tag telefonisch bei der Geschäftsführung zu melden und dies ansprechen das es so dargestellt wird als sei es angekündigt usw oder wäre es falsch dies am Telefon zu tun ? Nur warte ich zB bis ich wieder einsatzbereit bin um es in einem persönlichen Gespräch zu klären könnte ein falscher Eindruck entstehen oder ? Und war sogar am überlegen einfach arbeiten zu gehen oder so mich gesund schreiben lassen oder so aber dann würde ich mich ja absolut unglaubwürdig machen .... und entschuldigt alle das ich so ein terror mache habe Angst um meinen Job weil dort ist es eigentlich so wie Eine große Familie 

Kommentar von kiara36 ,

Erstens vorweg, Du brauchst Dich keinesfalls entschuldigen. Ich denke jeder kann Deine Ängste nachvollziehen und wird Dich so gut er kann, gerne beraten.

Eben, wenn die Firma sehr familiär für Dich ist, dann sollte das das ausschlaggebende sein, erst mal mit dem Marktleiter von heute morgen zu reden.
Keinesfalls den ersten Schritt zur Geschäftsleitung machen, das könnte echt nach hinten los gehen.
Es war sicherlich nur eine Laune von dem Markleiter, rufe jetzt an und bitte um ein klärendes Gespräch - kannst ja so ansetzen, das es Dir ein Anliegen ist, falsche Beschuldigungen/Behauptungen aus der Welt zu räumen und Du , wenn du wieder einsatzbereit bist - gerne bereit bist ein gemeinsames klärendes Gespräch (mit dem Kollegen!) zu führen.

Vielleicht entwickelt sich im Laufe des Telefonat ja schon was klärendes.

Und NEIN, um Gottes Willen Du wirst Dich natürlich nicht gesund schreiben lassen.
RUFE DA JETZT AN, bevor Du noch auf Dumme Gedanken kommst. Bitte!

Antwort
von kaytie1, 59

Was hat dein Kollege mitgeteilt? Etwas Grammatik würde dem Text nicht schaden, aber okay. =)

Also eine Krankmeldung ist eine Krankmeldung da gibt es nix zu rütteln. Im Einzelhandel machen die Marktleiter den Mitarbeitern gerne Angst, das habe ich oft genug mit erlebt. Kurriere dich aus und werde gesund. Wenn du trozdem Angst hast ruf bei deinem Bezirksleiter an und besprich das mit ihm persönlich. Auch wenn das dein Chef bestimmt nicht so toll findet.

Kommentar von Apex644 ,

Der Kollege mit dem ich darüber gesprochen habe wie es mir ginge hat dem Marktleiter aufgrund meines Fehlens, meine Aussage vor r Vortag erläutert ...der Marktleiter selbst sagte am Telefon zu mir dieser Kollege sagte , das ich gesagt haben soll wer weiß vielleicht bin ja morgen auch krank, was ich aber nie geäußert habe und es gab auch keine anderen Kollegen die das mitbekommen haben!! Es ist ein selbstständiges unternehmen es gibt dort nur Marktleiter und dann die Geschäftsführung und mit dieser würde ich gerne das klärende Gespräch führen wollen nur wann und wie ist der beste Zeitpunkt dafür ?

Kommentar von kaytie1 ,

Ok, ich würde es so bald wie möglich klären. Lässt du dir zu viel Zeit hat dein Chef zu viel Zeit um darüber nach zu denken.

Und rede mit deinem Kollege darüber, frag ihn wie er es gesagt hat. Mach ihm aber nicht direkt Vorwürfe, vielleicht ist es ja nur beim Chef falsch angekommen.

Antwort
von Busverpasser, 31

Verklage deinen Kollegen, der irgendwas gesagt hat wegen schlechtem Leumund. Das kann ja wohl mal gar nicht sein und solche Leute brauchen eins auf den Deckel.

Was die Kündigung betrifft, die sollte nicht gültig sein wenn du nicht in der Probezeit bist. Gegen eventuelle Abmahung oder unberechtigter Kündigung würde ich wiederum einspruch bzw. Rechtsmittel einlegen...


Kommentar von Apex644 ,

Ich bin jetzt genau ein Jahr dort und kenne diesen Betrieb auch von damals noch weil ich dort meine Ausbildung erfolgreich absolviert habe ... also keine Probezeit und ein unbefristeter Arbeitsvertrag 

Antwort
von DerHans, 48

Das kommt auf den Zusammenhang an, in dem diese Äußerung getan wurde. Wenn grade eine unangenehme Arbeit anliegt, kann das durchaus ein Kündigungsgrund sein

Kommentar von Apex644 ,

Gar nicht hatte weder was mit einer anstehenden Tätigkeit oder sonstiges zu tun 

Kommentar von Busverpasser ,

Der Zusammenhang ist doch dargestellt. Er war am Montag krank auf Arbeit und sagte "hoffentlich werde ich nicht noch kränker". Ich finde in diesem Falle ist es doch eig. gut anzukündigen, dass man den nächsten Tag ausfallen könnte, da man heute schon krank ist!? Also ich würde sofort den Anwalt anschalten an seiner Stelle. Im Falle von Kündigung gegen die Kündigung aber auf jeden Fall gegen den Kollegen, der irgendwelche Dinge dem Marktleider mittelt, wegen schlechtem Leumund...

Antwort
von Lumpazi77, 56

1. Wende Dich an den Betriebsrat

2. Falls es keinen BR gibt, verfasse ein Schreiben direkt an die Geschäftsleitung und schildere den Sachverhalt und bitte um Klärung.

Kommentar von Apex644 ,

Nein es gibt keinen BR aber wollte nochmals anrufen und mit der Geschäftsführung das Gespräch suchen aber möchte nicht damit warten bis ich wieder im Betrieb bin 

Kommentar von Lumpazi77 ,

mach das

Antwort
von thlu1, 27

Wenn der Fall so ist, wie du es schilderst ist die Kündigung unwirksam.

Antwort
von Maximilian112, 29

Wenn ich den Urlaubstag nicht bekomme dann gehe ich zum Doc. Oder Eigentlich habe ich diese Woche Null Bock. Ich werde einen Krankenschein beibringen.

Das wäre eine angekündigte Krankheit mit Kündigungsmöglichkeit. 

Du hast erzählt das es dir nicht besonders gut geht und du ev krank wirst. Genauso wie man halt über das Wetter redet. Da hat niemand eine Handhabe.

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