Kündigungsfrist langjähriger Job?

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3 Antworten

> 1. Nach der genannten Kündigungsfrist von 6 Wochen zum Quartalsende kannst Du frühestens zum 31.12.2016 als dem letzten Tag des Arbeitsverhältnisses kündigen.

Der Arbeitgeber muss Deine schriftliche Kündigung dann spätestens 6 Wochen vorher erhalten, also am 19.11.2016.

Da das aber ein Samstag ist, geht das nur, wenn dieser Samstag im Betrieb ein Arbeitstag ist; ist er das nicht, muss dem Arbeitgeber die Kündigung spätestens am Freitag, den 18.11. zugehen. Du kannst die Kündigung aber selbstverständlich auch deutlich früher aussprechen.

Die Beschäftigungsdauer spielt bei einer Kündigung durch Dich hier keine Rolle, wohl aber für den Arbeitgeber, weil er nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 622 "Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen" Abs. 2 Nr 3 mindestens eine Frist von 3 Monaten zum Ende eines Kalendermonats einzuhalten hat (er könnte Dir also, wenn er wollte, im August zum 30.11. kündigen).

> 2. Es gibt kein Sonderkündigungsrecht.

Eine Reduzierung Deiner Arbeitszeit kann der Arbeitgeber nur erreichen, wenn Du damit einverstanden bist. Er kann aber eine Änderungskündigung aussprechen mit dem Angebot der Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unter den neuen Bedingungen: stimmst Du zu, sind die neuen Bedingungen wirksam, lehnst Du ab, ist damit die Kündigung (unter Einhaltung der 3-Monats-Frist) durch den Arbeitgeber ausgesprochen.

Eine Chance, erfolgreich gegen die Änderungskündigung zu klagen, damit Du unter den alten Bedingungen weiter arbeiten kannst, hast Du nicht, weil es sich bei eurem Betrieb um einen Kleinbetrieb (nicht mehr als -umgerechnet - 10 dauerhaft beschäftigte Vollzeitkräfte) handelt, auf den das Kündigungsschutzgesetz - bis auf ganz besondere Ausnahmen - nicht anzuwenden ist.

Eine Alternative ist der Aufhebungsvertrag, sofern sich der Arbeitgeber damit einverstanden erklärt; mit ihm kann das Arbeitsverhältnis ohne notwendige Einhaltung einer vereinbarten Kündigungsfrist zu einem beliebigen Termin beendet werden - gegebenenfalls unter Aushandlung bestimmter Bedingungen.

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Kommentar von wuselant
21.08.2016, 15:03

Vorsicht: Es ist zwar richtig, dass die längere Kündigungsfrist nach §622 BGB nur für den Arbeitgeber gilt, aber der Fragesteller sollte in seinem Vertrag nochmal genau prüfen ob da nicht irgendwas steht, dass verlängerte Kündigungsfristen für den Arbeitgeber auch immer für den Arbeitnehmer gelten. Das ist eigentlich Standard, dass man als Arbeitgeber so eine Klausel mit aufnimmt. Wenn diese Klausel mit drin ist, dann kommt der Verweis auf die längere gesetzliche Frist nach §622 BGB zum tragen. Dann wäre der spätestmögliche Termin für den Fragesteller der 30.09.2016

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1.10 muss du die Kündigung abgeben, dann kannst du zum 31.12. aufhören.An Resturlaub und Zeugnis denken im Kündigungsschreiben.Und den Empfang quittieren lassen.

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