Frage von britt100, 64

Kündigungsfrist beim mündlichen einstellvertag?

Wir sind am 15.05. in einen anderen Stall umgezogen mit unserem Pferd und am 08.06.2016 gleich wieder ausgezogen, da das was man uns mündlich zugesagt hat nicht eingehalten worden ist.

Vertrag hat er nur mündlich mit uns gemacht, da er das generell nur so macht und er wollte das auch nicht anders. Seine Aufgaben waren: Boxen täglich ausmisten, füttern und das raus und reinbringen des Pferdes. Gemistet hat er insofern, dass er die Äppel rausgeholt hat und auch neu Stroh drauf gepackt hat auf das alte, mehr nicht. Das in den Boxen "matten" gemacht werden, wussten wir nicht, denn dann wären wir hier nie in den Stall gegangen.

Als wir eingezogen sind, hatten wir die Box mit Späne und Stroh eingestreut, weil wir das noch hatte. Die Späne lagen da am noch Ende Mai drin und waren schon rot, sodass wir dann selber die Box soweit gemistet haben. Haben Bilder von der Box gemacht wo man auch sieht dass die Späne rot sind. Box stank nach Ammoniak, sowas kenne ich gar nicht. Ob mein Pferd Heu bekommen hat, wie man mir zugesichert hatte, bezweifel ich, sah eher wie Heulage aus. Aber das nur nebenbei.

Am 03.06 war Hufschmied und unser Pferd hatte "faule Stellen" unter dem Huf, was anfing zu bluten, als der Hufschmied die abgeschnitten hatte, kannte ich von ihm nicht. Leichte Strahlfäule war zwar vorhanden, aber da haben wir immer was gemacht. Habe Kündigung schriftlich gemacht und auch mehrfach versucht den anzurufen, wobei er einmal meine Nachricht abgehört hat, sich aber nicht bei mir telefonisch gemeldet hatte. Sogar nicht mal als das Pferd am 08.06. nicht mehr dort stand. Und für den halben Monat Mai hatte er uns mündlich gegenüber geäußert, dass er keine Miete haben will, denn das hätten wir ansonsten Anfang Juni ja auch gleich mit überwiesen.

Jetzt will er von mir noch Miete bis Ende August haben, wobei ich von einer Kündigungsfrist von 3 Monaten nicht mal etwas wusste. Jetzt wird auch behauptet unser Pferd hätte starke Strahlfäule gehabt, als wir in den Stall gezogen sind und dieses wurde ihn auch so zugetragen, wobei ich zwar eine Vermutung habe wer das war, aber leider keine Beweise.

Alle Einstellverträge, die ich bislang hatte, hatten eine Kündigungsfrist von einen Monat und das stand auch so drin.

Jetzt habe ich im Internet gelesen, dass das Verwahrverträge sind und keine Mietverträge und das Verwahrverträge keine Kündigungsfristen haben. Vorallem kommt er jetzt damit an, dass er 150 € haben will und uns gegenüber hat er 160 € gesagt. Aber warum sollen wir das Heu und Stroh auch noch mitbezahlen, was von unserem Pferd ja nicht mal mehr benutzt wird. Einige Urteile soll es wohl auch drüber geben.

Die Verträge für Pferde sind ja Mischverträge und keine reinen Mietverträge, da ja hier nicht nur die Box vermietet wird,sondern auch noch die anderen Dienstleistung und Futter und Einstreu mit drin ist. Und viele sehen das daher als Verwahrvertrag an.

Wie sollte ich mich denn jetzt hier verhalten?

Vielen dank.

Expertenantwort
von Gerhart, Community-Experte für Mietrecht, 23

Pferdeeinstellungsvertrag - Kündigungsfrist - RA Kotz 
AG Lehrte

Az: 9 C 857/09

Urteil vom 11.05.2010

Hier kannst du die gängige Rechtsprechung hinsichtlich Kündigung zweifelsfrei nachlesen.

Es ist allerdings eine Einzelfallentscheidung, die auf einen schriftlichen Vertrag beruht.

Antwort
von SuperB18, 21

Hallo! Ja, man nennt das neuerdings Verwahrungsvertrag. Diese haben grundsätzlich keine Kündigungsfrist ES SEI DENN es wurde eine Kündigungsfrist vereinbart. Wurde über eine Kündigungsfrist gesprochen, als ihr den mündlichen Vertrag geschlossen habt? Wenn nicht: Nicht zahlen! Der muss ja beweisen, dass ihr eine Kündigungsfrist vereinbart habt!

Da bist du wohl auf ein schwarzes Schaf gestoßen. Lass dich nicht einschüchtern. Der will dir wohl eins reinwürgen, weil du seinen Stolz verletzt hast (wegen ihm haben die Pferde Strahlfäule) Da reagieren manche Menschen einfach dämlich. 

Ach ja und selbst wenn es eine Küdnigungsfrist gibt, darf der SB nur noch die Leerbox-Miete verlangen, wenn die Pferde schon früher ausgezogen sind.

Habe ich leider dieses Jahr auch schon durchgemacht. Ich hatte damals außerordentlich gekündigt wegen Gebührenerhöhung (Und einiger anderer Missstände). Da ich damals aber nicht sicher war, ob er mich da nicht mit nem guten Anwalt doch noch zum zahlen zwingen könnte, habe ich zusätzlich fristgerecht gekündigt ( Er hat also zwei Briefe von mir bekommen). Denn sollte es zu einem Prozess kommen und er verliert, muss der Einsteller für die gesamte Zeit bis zum Prozessende+Kündigungsfrist die ganzen Miete nachzahlen, wenn nicht ersatzweise auch fristgerecht gekündigt wurde.

LG

Kommentar von britt100 ,

Es würde bei diesem mündlichen Vertrag (Gespräch) von keiner Kündigungsfrist gesprochen, schon gar nicht von 3 Monaten. Denn hätten wir dieses gewusst, wären wir erst gar nicht in diesen Stall eingezogen. Wir wären aber auch gar nicht eingezogen, hätten wir gewusst, dass in dieser kleinen Box mit "Matratze" gearbeitet wird. Es stank extrem nach Ammoniak und so doll stank es gar nicht danach als wir uns den Stall angeguckt hatte. Es stank auch nur so extrem in seiner Box. Haben Bilder wie diese aussah, als wir dann selber ausgemistet haben, nachdem wir dann endlich mal eine Schubkarre mal gefunden hatten. 

 

Antwort
von julica3, 36

Wenn nichts abgemacht wurde von anfang an dann kann man eigentlich vom Gesetz gesehen hat der vertrag 2 wochen kündigungsfrist. Also kann die person mit dem sie das besorochen haben auch nichts dagegen tuhen wenn sie nach 2 wochen weg sind. Ich hoffe ich konnte helfen :) vielleicht wissen sie was bei meiner frage. Grüße 

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