Frage von Jule1011 14.07.2011

Kündigungsfrist Arbeitnehmerseitig......

  • Hilfreichste Antwort von stelari 14.07.2011

    Ich denke, du möchtest darauf hinaus, dass die vorherigen Beschäftigungen nun angerechnet werden oder nicht ... nein werden sie nicht!

    Es gelten die normalen Kündigungsfristen aus dem Arbeitsvertrag - durch die Unterbrechungen wurden die Regelungen aus dem § 622 BGB immer wieder unterbrochen und können nicht auf eine evtl verlängerter Kündigungsfrist aufgerechnet werden. Wenn keine Probezeit vereinbart wurde (14 Tage zu beliebigen Ende) oder abgelaufen ist, dann gilt 4 Wochen zum 15. oder Ende des Monats - allerdings sollte man sich über die Konsequenzen beim Antrag auf ALG im klaren sein ...

  • Antwort von 397kg 14.07.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Arbeitnehmerseitig kannst du immer köndigen, auch kurzfristig.

    Die Kündigungsschutzfristen stellen einen ArbeitNEHMERschutz dar.

    Mach dir also keinen Kopf. Wenn du was besseres hast, kändige kurzfristig (1 oder 2 Wochen, max. 1 Monat) und gut ists.

    Lediglich, wenn dein ArbG gerade einen Wahnsinnsauftrag hat, und er dich dringend braucht, - aber dann ist es eine Frage der Fairness, sich zu einigen.

    Sollte es Streit geben, geh zum Arbeitsgericht und lass dich kostenlos, aber verbindlich, beraten.

  • Antwort von guardwow 14.07.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Steht die Kündigungsfrist nicht explizit im Arbeitsvertrag?

  • Antwort von DerCAM 14.07.2011

    Du scheinst die Arbeitgeberin zu sein. Wieso fragst du dann aber nach einem Tarifvertrag? Wenn einer auf das Arbeitsverhaeltnis anwendbar ist, musst du den ja auch kennen. Entweder weil du tarifgebundenes Mitglied im Arbeitgeberverband bist und von dort sowieso einen bekommen hast oder weil du die Anwendung eines Tarifvertrages arbeitsvertraglich vereinbart hast oder es sich um einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag handelt. In den beiden letzten Faellen muss der ja sowieso am arbeitsplatz ausliegen und du brauchst da nur reinzuschauen.

    In allen anderen Faellen braucht dich ein Tarifvertrag nicht zu interessieren, weil ein solche sowieso nicht anzuwenden ist.

    Gilt kein Tarifvertrag und wurde arbeitsvertraglich auch nichts anderes vereinbart, kann Herr Mustermann mit einer Frist von 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsletzten ordentlich kuendigen. Eine fristlose Kuendigung aus wichtigem Grund ist jederzeit moeglich (sofern wirklich ein wichtiger Grund vorliegt, was ziemlich selten der Fall ist).

    Haelt er sich nicht an die Kuendigungsfrist und bleibt schon vorher weg, kannst du ihn fuer einen dir dadurch entstandenen und von dir nachgewiesenen Schaden ersatzpflichtig machen. Das ist aber meist auch ne ziemlich kniffelige Angelegenheit.

  • Antwort von anjanni 14.07.2011

    Wenn der Mensch seit über 30 Jahren in dieser Firma ist, dann ist er mindestens so um die 50.

    Dieser Mensch wird wohl nur von sich aus kündigen, wenn er einen neuen Job hat.

    Also geht er in diesem Zweimannbetrieb zu seinem Chef und redet in aller Ruhe mit ihm darüber, wie es in dieser Minifirma weitergeht. Dann erklärt er ihm, daß sich in seinem hohen Alter noch eine unerwartete Chance aufgetan hat und verhandelt über einen Auflösungsvertrag.

    Wenn er der einzige Mitarbeiter ist, wird es ja wohl nicht einfach nur ein Arbeitsverhältnis sondern auch ein Vertrauensverhältnis sein. Und da interessieren irgendwelche Paragraphen eigentlich gar nicht.

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