Frage von beefyx, 62

Kündigung/gutes Zeugnis?

Ich möchte bei meinem jetzigen Arbeitsplatz kündigen und zwar so früh wie möglich. Allerdings möchte ich auch ein möglichst gutes Zeugnis haben. Ich arbeite in einem Hotel und momentan herrscht recht viel Betrieb, wenn ich jetzt kündigen würde dann würde das unter Garantie meinen Chef verstimmen bzw. die Person die das Zeugnis schreiben wird.

Wie löse ich das am geschicktesten? Jetzt für nach der Saison(so in 2 Monaten) kündigen? Das mit dem Zeugnis offen ansprechen oder eventuell selber schreiben? Einer ne Idee?

Mein offizieller Vertrag läuft bis Ende Januar.

Antwort
von Peppi26, 38

Egal wann du kündigst, dein Chef muss dir ein ordentliches, faires und deinem arbeiten nach ein Zeugnis geben ohne irgendwelche Emotionen seinerseits! Ich würde allerdings erst kündigen wenn ich etwas neues habe!

Antwort
von DarthMario72, 31

Kannst du deinen Vertrag überhaupt vorzeitig kündigen? Befristete Verträge können nämlich nur dann ordentlich gekündigt werden, wenn diese Möglichkeit ausdrücklich arbeits- oder tarifvertraglich so vorgesehen ist. Sonst nicht! Sollte das bei dir nicht der Fall sein, kannst du nur deinen AG um einen Aufhebungsvertrag bitte.

Und für ein Zwischenzeugnis brauchst du einen Grund. Deine Bewerbungsaktivitäten aufgrund des auslaufenden Vertrags wären ein solcher Grund.

Als AN sollte man sein Zeugnis nicht selbst schreiben, denn die wenigsten AN kennen sich mit der Zeugnissprache aus. Ein halbwegs geübter Personaler erkennt ein selbstverfasstes Zeugnis.

Wenn du kündigst (sofern du überhaupt kündigen kannst), bitte in deinem Kündigungsschreiben um ein qualifiziertes Zeugnis.

Kommentar von beefyx ,

Ich hab den Vertrag nicht da, ich glaube das ich 2 Wochen Frist habe.

Spielt aber keine Rolle, ich wurde nach der Ausbildung übernommen und befinde mich nun in einer 3 monatigen Probezeit. Diese geht noch nen knappen Monat.

Ausbildungszeit und Arbeitszeit stehen im gleichen Zeugnis würden aber klar erkennbar getrennt wurde mir gesagt. 

Ich muss dazu sagen das ich in einer ziemlichen Klitsche arbeite, wenn ich das Zeugnis Korrektur lese werd ich wohl auf Rechtschreibfehler achten als auf Formulierungen. Ich denke ich spreche ihn demnächst auf meinen Kündigungswunsch an und bitte um Verständnis. Dann bitte ich mit Verweis auf Bewerbungen um ein Zeugnis noch vor Ende des Arbeitsverhältnisses und lese mir das durch. Klingt das gut?

Kommentar von DarthMario72 ,

ich wurde nach der Ausbildung übernommen und befinde mich nun in einer 3 monatigen Probezeit

In der Probezeit gilt eine gesetzliche Kündigungsfrist von zwei Wochen.

Ausbildungszeit und Arbeitszeit stehen im gleichen Zeugnis

Was soll denn der Unsinn? Du hast Anspruch auf zwei separate Zeugnisse.

Antwort
von wilees, 37

Da Dein Vertrag befristet zu sein scheint, macht es sogar Sinn sich frühzeitig ein Zwischenzeugnis zu erbitten.

Und in diese Richtung solltest Du auch Deine Bitte formulieren.

Antwort
von rotweinfan67, 36

Ein Zeugnis darf keinesfalls so geschrieben werden das es verhindert das du eine neue Arbeitsstelle bekommst. Allerdings ist es dem Arbeitgeber möglich bestimmte Sachen zu umschreiben. Vieles was sich eigentlich gut anhört bedeutet nicht unbedingt was positives. dafür gibt es zahlreiche webseiten auf Google, wo du bestimmte Sätze auflösen kannst. 

Kommentar von beefyx ,

Ich glaube eh nicht das er das selbst schreibt. Momentan sind allerdings 2 "manager" bei uns tätig welche dies eventuell machen würden. Denkt ihr ich kann warten bis die mal nicht da sind und dem einfach fix Kündigung samt Zeugnis vorlegen und ihn seinen Stempel drunterhauen lassen?

Kommentar von DarthMario72 ,

dafür gibt es zahlreiche webseiten auf Google, wo du bestimmte Sätze auflösen kannst

Nicht unbedingt eine gute Idee. Diese Seiten sind nur bedingt hilfreich, weil sie nur zusammenhanglose Sätze bewerten. Um ein Zeugnis seriös einschätzen zu können, muss man es aber vollständig lesen, von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum. Denn überall, auch in unwichtig erscheinenden Details wie Rechtschreibfehlern oder dem Ausstellungsdatum können Informationen enthalten sein, die für die Einschätzung des Zeugnisses wichtig sind.

Deshalb sollte man ein Zeugnis von jemandem einschätzen lassen, der sich damit auskennt - auch hier bei GF gibt es einige kompetente User, die gerne weiterhelfen.

Kommentar von PeterSchu ,

"Ein Zeugnis darf keinesfalls so geschrieben werden das es verhindert das du eine neue Arbeitsstelle bekommst."

So kann man das nicht unbedingt sagen Ein Zeugnis darf nur nicht ungerechtfertigt schlecht sein. Wenn ein Mitarbeiter aber nicht gut war, kann er auch nicht unbedingt ein gutes Zeugnis erwarten.

"Vieles was sich eigentlich gut anhört bedeutet nicht unbedingt was positives."

Laut Gewerbeordnung ist es aber nicht zulässig, etwas gut klingendes zu schreiben und was Negatives zu meinen:

§109:
(2) Das Zeugnis muss klar und verständlich formuliert sein. Es darf
keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine  andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche  Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen.


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