Kündigung zwecksEigenbedarf im Sonderfall - was ist rechtens?

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7 Antworten

Eine Kündigung zwecks Eigenbedarf ist rechtens. Was du mit Sonderfall meinst, weiß ich nicht. der Vermieter muß im Zweifel den Bedarf nachweisen.

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Kommentar von blubb94
25.05.2016, 14:45

oben findest du nun die Situationsbeschreibung, Danke!

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Die Kündigung ist sicher rechtens. Da ein Eigenbedarf klar auf der Hand liegt, wird der Mieter der größeren Wohnung kaum eine Chance haben dagegen Einspruch zu erheben. Selbst wenn er körperlich oder psychisch krank ist, ist das kein Grund warum er unbedingt da wohnen bleiben muss. Das kommt natürlich auf die Krankheit an, aber ich gehe mal davon aus das er einfach einen Grund sucht um in der Wohnung bleiben zu können. Um aber nachzuweisen das ihm ein Umzug nicht zu zumuten ist, muss er schon sehr krank sein und dies auch nachweisen können. In die Kündigung sollte rein das der Eigenbedarf damit begründet wird das nun ein Kind vorhanden ist und dieses Kind ein eigenes Zimmer benötigt. Bei einer 1 Zimmer Wohnung wird es ja nicht mal ein separates Schlafzimmer für euch beide geben.

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Wenn er den Umzug alleine nicht bewerkstelligen kann, gibt es Hilfsorganisationen für diesen Fall.

Es ist jedenfalls kein Grund, die Eigenbedarfskündigung zu ignorieren.

Wenn er alleinstehend ist, könntet ihr doch die Wohnung einfach tauschen.

Das würde dann ja auch billiger für ihn

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Kommentar von blubb94
25.05.2016, 14:55

Vielen Dank!

Er ist alleinstehen und den Wohnungstausch haben wir Ihn auch angeboten. Leider ist er nun nicht mehr gewilligt mit uns zu Kooperieren. Stellt sich nur die Fragen ob der Grund "Wohnung zu klein" ausreicht, um den Eigenbedarf zu berechtigen. Ich habe gelesen, dass in der Kündigung die Person für die Eigenbedarf angemeldet wird, sowie ein Grund für den plötzlich entstandenen Eigenbedarf geschrieben sein muss.

Des Weiteren habe ich gelesen, dass die Kündigung wegen Eigenbedarfs als unrechtsmäßig angesehen werden kann, wenn der Vermieter weitere Wohnungen zur Verfügung hat - und das ist ja bei uns der Fall.

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Daher wollen wir dem anderen Mieter wegen Eigenbedarf kündigen.

Wer ist wir? Du und deine Freundin könnt dem Mieter nicht kündigen. Das kann nur Schwiegerpapa. Ich denke mal, den meinst du auch mit "wir".

dass es nicht rechtens sei, da er angeblich körperlich und psychisch derzeit nicht gesund ist.

Wenn das den Tatsachen entspricht, dann müsste er auf Härtefall klagen. Dazu gehört aber nicht einfach nur die Behauptung, dass es ihm körperlich und psychisch schlecht geht, sondern der Nachweis, dass ihm aufgrund seines Gesundheitszustandes ein Umzug nicht zuzumuten sei.

Da bei eure Wohnung für 3 Personen definitiv zu klein ist, stehen die Chancen für ihn verdammt schlecht. Das weiß er auch und deshalb kommt er mit der Mitleidsnummer.

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Wir wollen kündigen? Nein, der Vermieter/Eigentümer kann kündigen, nicht du als Mieter.. Das für dich (mit namentlicher Nennung und Erläuterung der Situation und des Zeitpunktes). KF drei Monate. Also muss die K. bis 3. WT Juni dem Mieter (per Einwurfeinschreiben) zugegangen sein mit der (fristgerechten) Kündigung zum 31. August. Begründung wie von dir in deiner Frage geschildert: Jetzige Wohnung zu klein für dich mit Freundin plus Kind. Ansonsten siehe oben.


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Kündigen kann nur der Hauseigentümer, aber kein anderer Mieter !

Bedeutet also, dass du gar keine Möglichkeit hast dem anderen Mieter zu kündigen !

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angeblich körperlich und psychisch derzeit nicht gesund ist.

Da könnte ja jeder kommen.

Er hat immerhin 3 Monate Kündigungsfrist und in dieser Zeit kann er zusehen, dass es ihm bis zum Umzug wieder besser geht

Es ist Dein Schwiegervater in spe, oder?

Die kleine Wohnung hat er doch sicher nicht an seine Tochter vermietet, oder? Sie ist doch bestimmt Bestandteil der Familienwohnung?

Das wäre wichtig, denn dann gäbe es im ganzen Haus, das vom Eigentümer selbst bewohnt wird, nur eine vermietete Wohnung. In diesem Fall könnte der Schwiegervater nämlich auch ohne Grund dem Mieter kündigen. Allerdings mit 6 Monate Kündigungsfrist.

Krankheit als Härte?

Angenommen der gute wäre schwer behindert und würde in der EG-Wohnung wohnen, die er eigens auch noch mit viel finanziellem Einsatz behindertengerecht für sich umgebaut hätte (natürlich mit Erlaubnis!):

In diesem Fall könnte es durchaus ein Härtefall sein.

Aber nicht wenn jemand sagt, mir geht es gerade nicht so gut...

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Kommentar von blubb94
25.05.2016, 14:59

richtig, wir sind noch nicht verheiratet. Dennoch ist die Wohnung vermietet. Wir werden an sich wie ein "normaler Mieter" behandelt. Zahlen Miete, Nebenkosten etc.

War uns wichtig, da wir selbstständig sein wollen ;) außerdem sind die Mieteinnahmen eine wichtige Altersversorgung für Ihn.

Schwer krank ist er definitiv nicht. Er hat angeblich einen Bandscheibenvorfall .. bewegt sich aber wie ein junges Reh. Seine psychischen Störungen sind bis dato auch nicht bekannt gewesen. Ich gehe auch davon aus, dass er das als Vorwand benutzt

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Kommentar von Sonnenstern811
25.05.2016, 15:00

6 Monate im vom Vermieter selbst bewohnten Zweifamilienhaus? Ist das neu? Ich kenne es mit 3 Monaten.

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