Kündigung zum 7.11.16 ..... 15.11.16 fristgerecht?

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4 Antworten

Unabhängig vom Kündigungstermin, besteht überhaupt ein ausreichender Grund für eine Kündigung?


Die wichtigsten Fragen bei Kündigung im Arbeitsrecht

www.arbeitsrechtberlin.net/wichtigsten-fragen-bei-kuendigung/

Was steht genau im Arbeitsvertrag zu Kündigungsfristen?

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Kommentar von 123bluna
11.10.2016, 14:17

Nein es gibt keinen Grund. Er hat sich am Sonntag telefonisch Krank gemeldet und jetzt das.

Zurück in diese Firma will er auf keinen fall mehr. Sonst beginnt ein Spießrutenlauf vom feinsten.

Was genau im Arbeitsvertrag steht habe ich im Text erwähnt. - Das Arbeitsverhältnis kann mit einer Frist von 4 Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. Es gelten die Kündigungsfristen des §622 BGB

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Dein Freund soll Klage gegen die Kündigung erheben da die Frist nicht gewahrt wird.

Er muss das allerdings innerhalb von drei Wochen machen sonst ist die Kündigung gültig auch wenn sie nicht rechtens ist.

Wenn Dein Freund eine Rechtsschutzversicherung hat oder Gewerkschaftsmitglied ist, macht das ein Anwalt für ihn. Er kann aber auch selbst zur Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts gehen. Dort hilft man ihm bei der Formulierung der Klage und das ist kostenlos. Ein Anwalt ist in der ersten Instanz nicht vorgeschrieben.

Wenn Dein Freund nicht klagt weil der AG z.B. sagt dass die Kündigung selbstverständlich zum 15.11. gilt, ist er aber am 7.11. raus weil keine Klage erhoben wurde (nur mal als Tip).

Wenn geklagt wird ist es auch sehr wahrscheinlich, dass die Vier-Wochen-Frist zum 15. November gar nicht mehr eingehalten werden kann und der AG zu einem späteren Termin klagen muss.

Ausnahme wäre nur wenn es einen Zusatz wie z.B.: ........Kündigung zum........oder dem nächst möglichen Termin" gäbe.

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Kommentar von Hexle2
11.10.2016, 14:11

Nur noch zur Erklärung:

Ausnahme wäre nur wenn es einen Zusatz wie z.B.: ........Kündigung zum........oder dem nächst möglichen Termin" gäbe.

Damit meine ich nicht, dass die Kündigung zum 15. dann gültig wäre sondern die zum nächst möglichen Termin und der AG keine neue Kündigung mehr schreiben brauch.

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Kommentar von 123bluna
11.10.2016, 14:13

Vielen Dank für die Antwort.  Im Kündigungsschreiben steht: hiermit kündige ich das mit Ihnen bestehende Arbeitsverhältnis fristgerecht zum 07.11.16.

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Kommentar von 123bluna
11.10.2016, 14:45

Kommt er an einer Klage nicht vorbei? Ich wollte einen Brief (per Einschreiben) an den AG schicken. Inhalt:

ich habe Ihre Kündigung erhalten. Allerdings möchte ich sie darauf hinweisen das laut Arbeitsvertrag unser Arbeitsverhältnis fristgerecht am 15.11.16 endet. Bitte korrigieren sie dies und lassen mir das korrekte Kündigungsschreiben zukommen. Des Weiteren beantrage ich meinen Resturlaub von 13 Tagen (Dezember bereits abgezogen) vom ..... bis ..... . Auch möchte ich sie darauf hinweisen mir meinen ausstehenden Lohn vollständig und fristgerecht zu überweisen. MfG

Kann ich auch dieses Schreiben schicken oder müssen wir echt direkt klagen.

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Unwirksam wird die Kündigung durch das falsche Datum nicht (§ 133 BGB), die Kündigung würde somit erst zum 15.11. wirksam, wenn nicht dagegen vorgegangen wird.

Wird die Kündigung in irgendeiner Weise begründet?

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Kommentar von 123bluna
11.10.2016, 14:19

Nein überhaupt nicht. Dort steht nur : hiermit kündige ich das mit Ihnen bestehende Arbeitsverhältnis fristgerecht zum 07.11.16

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Kommentar von Hexle2
11.10.2016, 14:23

Unwirksam wird die Kündigung durch das falsche Datum nicht (§ 133 BGB

Das ist richtig.

würde somit erst zum 15.11. wirksam, wenn nicht dagegen vorgegangen wird.

Das ist falsch.

Wenn nicht geklagt wird ist die Kündigung zum 7.11. wirksam auch wenn sie nicht rechtens ist. Hier gibt es keine "Automatik" wenn es keinen Zusatz wie z.B"......oder nächst möglichen Termin" gibt.

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Gehe zum Sozialgericht und mach Kündigungsschutzklage. Weil sich das Verfahren lange hinzieht und der Arbeitgeber in der Zeit den Gehalt weiter zahlen muss, lässt der Arbeitgeber sich meist auf eine dicke Abfindung ein :-).

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Kommentar von Hexle2
11.10.2016, 14:04

Gehe zum Sozialgericht und mach Kündigungsschutzklage

Hier ist das Arbeitsgericht zuständig.

Weil sich das Verfahren lange hinzieht

Von der Klageerhebung bis zum Gütetermin vergehen ca. 3-4 Wochen und das ist nicht lange.

 lässt der Arbeitgeber sich meist auf eine dicke Abfindung ein

"Dicke" Abfindung nach 19 Monaten Betriebszugehörigkeit???? Da wird es wohl darauf ankommen, was Du unter "dicker Abfindung" verstehst.

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Kommentar von Jahreskalender
11.10.2016, 14:11

Bei mir hat das Verfahren 2 Monate gedauert und die Abfindung ist immer Verhandlungssache vor dem Prozess. Also was willst du?

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Kommentar von Jahreskalender
11.10.2016, 14:12

2,5 Monatsgehälter hat mir der damals bezahlt! Hat sich also gelohnt!

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Kommentar von Jahreskalender
11.10.2016, 14:24

Sozialgericht...meinte Arbeitsgericht...

1 Jähr hatte ich dort gearbeitet und nicht länger.

Für die Abfindung gibt es eine weite Spannweite.

Man muss Eier zeigen und mit den Leuten persönlich reden, verhandeln, auf den Tischhauen und präzise Falten auf den Tisch hauen.

Danach war ich zwar nass geschwitzt, ich und mein damaliger Chef Heiser - Aber die Kohle hatte ich Sack. Und das außergerichtlich.

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