Kündigung zum 31.01.2016 Fragen zum Resturlaub vom Vorjahr und Urlaubs­bescheinigung?

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1 Antwort

Jeder Arbeitnehmer hat einen Jahresurlaub. Dieser Jahresurlaub setzt sich aus Monaten zusammen. Hat jemand z.B. 30 Tage Jahresurlaub so wird er monatlich 2,5 Tage Urlaubsanspruch erwerben. Wenn ein Mitarbeiter in einer neuen Firma anfängt, erwirbt er mit jedem Monat wieder neuen Urlaubsanspruch.

Wird das Arbeitsverhältnis beendet ist der Anspruch an Urlaub oder Resturlaub aus dem Vorjahr in Anspruch zu nehmen oder auszuzahlen.

Die Annahme dass der spätere Arbeitgeber sich um den Urlaub aus der vorigen Beschäftigung kümmern muss ist falsch. Man erwirbt Urlaub aus einer Beschäftigung und aus dem tariflichen( oder gesetzlichen) Urlaubsanspruch je Monat.

Sollte nach der Beendigung der Anstellung eine Arbeitslosigkeit folgen wird allerdings das Arbeitsamt die am Schluss ausbezahlten Urlaubstage nicht zusätzlich mit Arbeitslosengeld vergüten. Dies sieht das Arbeitsamt aus der Arbeitsbescheinigung. Das ALG wird ab dem Tag bezahlt ab dem keine Vergütung für Resttage vorhanden ist.

Deine Annahmen dass ein gewährter Resturlaub aus dem ersten Arbeitsverhältnis im Januar dafür sorgt dass bei neuer Beschäftigung kein Urlaubsanspruch entsteht ist nicht richtig. Wenn der Freund im Februar die neue Stelle antritt erwirbt er ab Februar neuen Urlaubsanspruch.

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Kommentar von Lichtstrommann
31.01.2016, 23:42

Wird das Arbeitsverhältnis beendet ist der Anspruch an Urlaub oder Resturlaub aus dem Vorjahr in Anspruch zu nehmen oder auszuzahlen.

Der Resturlaub vom Vorjahr wurde wie bereits erwähnt in Anspruch genommen, bzw. wird ausbezahlt. (Da muss also bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses anteilig auch noch der Teil-Urlaub vom Januar mit rein?)

Deine Annahmen dass ein gewährter Resturlaub aus dem ersten Arbeitsverhältnis im Januar dafür sorgt dass bei neuer Beschäftigung kein Urlaubsanspruch entsteht ist nicht richtig.

Habe ich das angenommen? Ich denke nicht. War höchstens missverständlich geschrieben?

Wenn der Freund im Februar die neue Stelle antritt erwirbt er ab Februar neuen Urlaubsanspruch.

Das ist mir schon klar.

Wollte nur wissen,  wie das mit den anteiligen Urlaubstagen für den Januar aussieht.

Wenn ich jetzt das von Ihnen geschrieben richtig deute, heißt das also:

Der bisherige AG muss zum oben genannten Resturlaub vom Vorjahr auch ein Zwölftel des Jahresurlaubs 2016 (wären bei 27 Urlaubstagen (lt. Arbeitsvertrag) im Jahr also 2,25 für Januar) dem Kollegen gewähren/ausbezahlen und diesen Anteil (von 2016) auf der Urlaubsbescheinigung angeben. (Wie ist das bei 2,25 Tagen, wird da auf 2 abgerundet?)

Der Jahresurlaub wird dann in den ersten 6 Monaten (Wartezeit) beim neuen AG anteilsmäßig (1/12 pro Monat) und danach in vollem Umfang (abzüglich der vom VorAG in der Urlaubsbescheinigung angegebenen gewährten/abgegoltenen Urlaubstage) vom neuen AG gewährt.

Sehe ich das so richtig?

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