Frage von Quaaack123, 113

Kündigung zum 27.12, wie letzter Lohn?

Hallo, ich habe demletzt gekündigt und mein Arbeitsverhältnis mit meinem derzeitigen Arbeitgeber endet am 27. Dezember 2015 (sonntags). (Ich weiß ein bisschen unglückliches Datum, aber das wäre eine längere & andere Geschichte...)

Zur eigentlichen Frage, wie wird das letzte Gehalt denn nun berechnet? Das es anteilig ausfallen wird, ist klar, aber wie genau? Berechne ich das normale Bruttomonatsgehalt auf Tage runter und dann auf 27 Kalendertage oder berechne ich das Bruttomonatsgehalt auf die tatsächlichen Arbeitstage = 19? Urlaubstage werden in beiden Fällen, denke ich wie Arbeitstage berechnet?

Eine weitere Frage ist, ich bin bis zu diesem Zeitpunkt dann bei meinem Arbeitszeitenkonto 8 Stunden im Minus. Habe aber gelesen, dass der Abzug scheinbar nicht rechtens ist, da ich für die Minusstunden nichts kann (weniger Aufträge usw.). Kann mir dann mein Arbeitgeber dann einfach so in diesem Sinne einen Arbeitstag vom letzten Gehalt abziehen oder bin ich da im Recht, falls er mir das abziehen sollte?

Vielen Dank

Edit: Randdaten: Hatte am 31. 10 Bescheid bekommen, dass ich genommen werde und dementsprechend am 31.10 gekündigt (= 8 Wochen Kündigsfrist), war leider ein Samstag und war mir nicht ganz sicher ob das dann mit der neuen Stelle so passt. Weil ich mir unsicher war, ob es immer zum Monatsende sein muss oder ob ich jederzeit 8 Wochen Kündigungsfrist habe (passt jedenfalls, ich bin dann 4 Tage "arbeitslos" und fange auf 1. Januar bei meiner neuen Stelle an).

Desweiteren kurz zur Info, ich bin Physiotherapeut und die 8 Minusstunden kamen zustande, da z.B. immer wieder Patienten am Ende meiner Arbeitszeit abgesagt hatten und ich dementsprechend früher heimgeschickt wurde. Außerdem nachdem klar wurde das ich kündigen werde, ich meine regulären vertraglich geregelten 40 Wochenstunden ohne jegliche Überstunden abarbeiten werde. (Also konnte ich meine Minusstunden nicht mehr ausgleichen)

Antwort
von DarthMario72, 57

ich habe demletzt gekündigt

Bitte wann?

Zur eigentlichen Frage, wie wird das letzte Gehalt denn nun berechnet? Das es anteilig ausfallen wird, ist klar, aber wie genau?

Man rechnet in Dreißigsteln. Monatsgehalt/30*27

Kann mir dann mein Arbeitgeber dann einfach so in diesem Sinne einen Arbeitstag vom letzten Gehalt abziehen...

"Können" kann er das bestimmt, aber:

oder bin ich da im Recht, falls er mir das abziehen sollte?

Ja. Wenn keine Arbeit da war, befindet sich der AG im Annahmeverzug und darf dir das nicht anlasten.

Kommentar von Quaaack123 ,

Habe die Randdaten im Ursprungspost ergänzt

Antwort
von DerTroll, 55

Du bekommst an sich 27/31 von deinem Monatsgehalt ausgezahlt. Was die 8 Minusstunden angeht, hängt es davon ab, wie du die selber gestalten konntest. Es gibt normaler Weise einen Rahmen, wieviel man im Plus und Minus sein darf und muß das dann ausgleichen. Normaler Weise gilt, daß man, wenn man rechtzeitig weiß, daß man ausscheidet, dafür sorgen sollte, daß man ziemlich genau bei plus/minus 0 landet. Nun hast du aber noch 16 Arbeitstage. Wenn du ab morgen jeden Tag 2 Überstunden machst, sollte das doch hinkommen. Vielleicht hat dein Arbeitgeber ja auch noch einen Extra auftrag, der sich anbieten würde, in dieser Zeit erledigt zu werden oder du kommst an einem der Samstage mal für 8 Stunden vorbei. Klär das mit deinem Arbeitgeber. Nur wenn er dir sagt, daß es definitiv keine Möglichkeit gibt, wie du die Stunden auffüllen kannst, darf er dir für die 8 Minusstunden nichts abziehen.

Kommentar von DarthMario72 ,

Normaler Weise gilt, daß man, wenn man rechtzeitig weiß, daß man ausscheidet, dafür sorgen sollte, daß man ziemlich genau bei plus/minus 0 landet.

Wo steht das?

Kommentar von DerTroll ,

Im Arbeitsvertrag. Man hat eine Zeit vereinbart, die man dort seiner geschuldeten Arbeit nachkommt. Und wenn vereinbart ist, daß man die Zeit ausgleichen kann, dann hat man da einen gewissen Spielraum, aber das heißt nicht, daß man seiner geschuldeten Arbeit nicht nachkommen muß. Das ist normales Vertragsrecht nach §§145-157BGB Der Arbeitnehmer muß es im Rahmen dessen, was möglich ist machen. Nur wenn der Chef das ablehnt, ist es so, daß er selber daran schuld ist. Auch wenn es betribliche Gründe gibt, daß er von ihr die Arbeitsleistung nicht mehr einfordern kann. Der Arbeitnehmer trägt lediglich das Wegerisiko. Das Betriebsrisiko trägt der Arbeitgeber nach §615 BGB. Also wenn der Arbeitnehmer seine Arbeit anbietet und der Arbeitgeber sie nicht läßt, dann geht es zu seinen Lasten. Dann muß er damit leben, daß die 8 Stunden nicht geleistet wurden (und trotzdem das volle Gehalt zahlen).

Kommentar von DarthMario72 ,

Also wenn der Arbeitnehmer seine Arbeit anbietet und der Arbeitgeber sie nicht läßt, dann geht es zu seinen Lasten. Dann muß er damit leben, daß die 8 Stunden nicht geleistet wurden (und trotzdem das volle Gehalt zahlen).

Richtig. Und in der Frage hieß es dazu:

da ich für die Minusstunden nichts kann (weniger Aufträge usw.). 

Und die zusätzliche Infos des Fragestellers zeigen ja, dass der AG kein Interesse daran hat, dass die Minusstunden ausgeglichen werden. Da befindet er sich m. E.ziemlich eindeutig im Annahmeverzug.

Kommentar von Quaaack123 ,

Was auch ein riesiges Loch (4 oder 5 Stunden ins Minus) während meiner Kündigungsfrist gerissen hat war, dass mir mal freitagnachmittags Rezeptionsdienst eingetragen wurde, da keine Rezeptionskraft da war... Dann kam mein Noch-Chef Donnerstagabend auf die Idee "Huch, die Kollegin kann doch kommen" und hat mir dann dementsprechend die Stunden wieder ausgetragen, konnten natürlich keine Patienten an dem Do-Nachmittag für Fr-Nachmittag auftreiben...

Kommentar von DerTroll ,

So ein Zeitkonto ist ja extra dafür gedacht, daß man, wenn mal wenig los ist, früher geht und im Gegenzug länger bleibt, wenn mal mehr zu tun ist. Klar hier kann man nicht vorwerfen, daß es 8 Minusstunden gibt. Aber der Arbeitnehmer kann durchaus auch fordern, daß die 8 Stunden noch erbracht werden. Solange der Fragensteller noch dort beschäftigt ist, hat der Arbeitnehmer ja das Direktionsrecht. Er muß von sich aus sagen, daß die Arbeit nicht mehr erbracht werden soll. Anders wäre es, wenn man feste Arbeitszeiten hat, also gar nicht ins Minus gehen kann. Wenn man dann früher nach Hause geschickt wird, dann hat der Arbeitgeber keinen Anspruch mehr auf die Leistung.

Kommentar von Quaaack123 ,

Das Problem ist, ich war noch in der Kündigungsfrist auf Fortbildung (selbstbezahlt auf Urlaubstagen) und hab noch Resturlaub, den ich angesammelt hatte (seit gestern bis zum 27.) und hätte aufgrund der maueren Auftragslage während der Kündigungsfrist sowieso nicht mehr arbeiten können, als die 40h (und wie gesagt, die grandiose Aktion mit dem Freitagnachmittag hat mir auch 4 oder 5 Stunden gekostet).

Es geht mir primär nicht sonderlich um die paar Euro, sondern einfach nur noch um das Prinzip, da man über die Jahre immer wieder abgezockt wurde und ich auf solche Spielchen keine Lust mehr habe. Ich würde mich am Monatsende auch nur nochmal auf Diskussionen mit meinem Chef einlassen, wenn ich definitiv im recht bin ;)

Kommentar von DerTroll ,

Wenn du sagst, daß es die Auftragslage eh nicht hergibt, daß du mehr arbeitest, dann wird dich dein Chef auch schlecht verpflichten können, die Minusstunden noch aufzufüllen. Nur das sollte dann aus seinem Mund kommen.

Antwort
von Chefelektriker, 66

Minus Stunden werden generell abgezogen oder halt ein Urlaubstag.Wenn Du schon einen neuen Job hast sollte das Dich nicht jucken,andernfalls warst Du unklug,denn das Amt gibt Dir eine Sperre,12 Wochen,soviel ich weiß.

Kommentar von DarthMario72 ,

Minus Stunden werden generell abgezogen

So "generell" ist diese Aussage falsch. Wenn der AG keine Arbeit hat und der AN deshalb Minusstunden hat, ist das nicht das Problem des AN!

Kommentar von Chefelektriker ,

Gaubst Du der AG hat was zu verschenken?Dann muß er einen Tag Urlaub opfern.Das steht in den Arbeitsverträgen drin,das muß man nur mal genau durchlesen,bevor man unterschreibt.

Kommentar von Quaaack123 ,

Ich weiß sehr wohl, dass dies nicht in meinem Arbeitsvertrag drin steht, deswegen suche ich bei euch Hilfe bezüglich der aktuellen richtigen Rechtslage und nicht irgendwelchen Vermutungen... Irgendwas daherdenken kann jeder...

Desweiteren sind die Sätze so blöd formuliert, dass es in fast jedem relevanten Absatz Hintertürchen für beide Seiten gibt (gab schon genug Probleme damit, aber das steht hier und jetzt nicht zur Debatte)

Kommentar von DarthMario72 ,

Gaubst Du der AG hat was zu verschenken?

Gegenfrage: Glaubst du, der AN hat was zu verschenken?

Das steht in den Arbeitsverträgen drin,das muß man nur mal genau durchlesen,bevor man unterschreibt.

Der AG trägt das Unternehmerrisiko, wenn er also keine Arbeit für den AN hat, ist es selbstverständlich sein eigenes Problem. Das ist nicht im Arbeitsvertrag geregelt, sondern ergibt sich aus § 615 BGB und nennt sich Annahmeverzug.

Kommentar von Chefelektriker ,

@ DarthMario72

Dann regel Du das,Du kennst anscheinend seinen Arbeitsvertrag.

Gibt immer Leute die alles besser wissen wollen,ich habe ja keine Ahnung bin nur AG,viel Spass noch!

Kommentar von Quaaack123 ,

@ Chefelektriker, du kennst meinen AV ja zum Glück auch nicht ;) Und alles was nicht im AV richtig geregelt ist, bzw. gegen das Gesetz verstößt muss durch Gesetze korrigiert werden ;)

Scheinbar hast du leider echt keine Ahnung ;)

Kommentar von Chefelektriker ,

@ Quaaack123

Dann schaue oder besser lese Deinen AV genau durch,denn Du hast ihn ja anerkannt und unterschrieben.

Da nutzen Deine Gesetze nichts mehr.

Außerdem,wer sich so vehement über 8 Std. Sorgen macht,hat meist keinen neuen Job und versucht nun,da das Amt eine Sperre austeilt,jeden Cent locker zu machen,Weihnachten steht vor der Tür.

Da Du ja den vollen Durchblick hast,halte ich mich zurück.:D

Kommentar von DarthMario72 ,

Dann schaue oder besser lese Deinen AV genau durch,denn Du hast ihn ja anerkannt und unterschrieben.

Da nutzen Deine Gesetze nichts mehr.

Man kann das zwar wirksam vertraglich ausschließen, aber das ist nicht die Regel und ich habe eine solche Klausel noch in keinem Arbeitsvertrag gelesen.

Und wenn der Fragesteller sagt, dass es in seinem Vertrag eine solche Klausel nicht gibt, wird das so sein.

Kommentar von DarthMario72 ,

Dann regel Du das,Du kennst anscheinend seinen Arbeitsvertrag

Nein, den kenne ich selbstverständlich nicht und muss ihn auch nicht kennen, da das BGB hier ziemlich eindeutig ist.

Wenn du als AG keine Arbeit für deine Angestellten hast, ist das dein Problem. Als AG solltest du sowas wissen.

Kommentar von Chefelektriker ,

Dann soll er es mal mit dem BGB versuchen....wegen 8Std. :D

Kommentar von Quaaack123 ,

@ Chefelektriker: Ich lasse mich nicht auf dein Assi-Niveau herunter dir irgendeine billige Beleidigung entgegen zu werfen.

Wie du vlt schon gelesen hast, fange ich ab 1. Januar woanders an, ich hab sicherlich nicht vor (und hatte auch absolut keine Gedanken dran) jemals (auch nicht in den 4 Tagen) irgendeine Form von Sozialleistungen zu ergattern. Vielleicht ist das deine Intention, meine jedoch nicht.

Es geht mir nur darum, dass ich meinem Noch-AG über die Jahre genug Geld geschenkt habe und etliche freiwillige Überstunden geleistet habe, aber jetzt ist es genug, weiter Abzocken brauch ich mich nicht lassen ;)

Und nur weil viel in den Arbeitsverträgen drin steht, heißt es noch lange nicht, dass dies auch alles korrekt sein muss (wie du vlt weißt gibt es ja sowas wie eine Hierarchie (Vereinbarung/Veträge, Landesgesetze, Bundesgesetze usw?^^))

Kommentar von Chefelektriker ,

Die Freiwilligen hast Du aber bezahlt bekommen oder nicht?

Hast Du sie dokumentiert,kannst Du sie nachfordern,wenn nicht

ganz schön blö#.

Und den AV hast Du vorher auch nicht durchgelesen.

Und den Assi kannst Du dir woanders hinstecken.

Beleidigungen können nämlich sehr teuer werden.

Kommentar von Quaaack123 ,

Nein, nicht alle. Weil ich dachte, dass Sachen, die drumherum einfach dazu gehören (Vorbereitung der Räume, Gespräche mit Patienten, Telefonate mit den Ärzten, auch in der Mittagspause, vor der eigentlichen Arbeitszeit, danach usw) einfach dazugehören, aber in der Zeit hat mir das nie jemand gedankt.

Les, den oberen Satz bitte nochmal, ich hab hier niemand als Assi beleidigt bzw. sonstwie beleidigt, ich hab nur keine Lust auf niedrigster Schublade zu diskutieren ;)

Kommentar von Quaaack123 ,

Edit zu dem oberen: Ich lasse mich nur ungern als Sozialschmarotzer bezeichnen, obwohl ich solche Leistungen (und auch niemand in meinem Familien und Freundeskreis) nie jemals genutzt hat ;)  <<- Assi-Niveau

Kommentar von Chefelektriker ,

Zitat:"@ Chefelektriker: Ich lasse mich nicht auf dein Assi-Niveau herunter ..."

Muß ich wohl überlesen haben!!!!

Ach darum gehts,es hat Dir niemand dafür gedankt.Telefonate....?Ich dachte es geht um Arbeit...naja kann ja nicht jeder so'n ruhigen Job haben.

Warum gehst Du an's Telefon ran,während der Pause,Deine Schuld,mach das Ding aus und gut ist.

Versuche Dein Glück vlt. bekommst Du ein Danke.

Von mir bekommst Du einen erhobenen Mittelfinger,gute Nacht!

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