Frage von TinaSchT, 41

Kündigung wird nicht bearbeitet?

Am 27.11.2015 habe ich meine Wohnung gekündigt und den Brief wurde am 02.12 von Postbote in Firmas Briefkasten gelegt. Jetzt behauptet die Immobilienfirma, dass da 1.Kein Kündigungsbrief angekommen ist. 2. Das die damals nur als Markler beauftragt worden und sind nicht die richtige Ansprechpartner für einen Kündigung ( Immobiliensadresse wurde als Vermietersadresse in meinem Mietvertrag erwähnt) Die haben mir die Adresse von dem Mieter geschickt, meinen aber, dass die Adresse wahrscheinlich nicht mehr aktuell ist!!!! Also zwei Fragen : 1. Ist mein Kündigen ab 1.2. gültig? 2. Muss ich noch mal einen Kündigungsbrief an Vermieter senden (an ersten Brief adressiert?)

Danke in voraus für eure Hilfe!

Antwort
von nordseekrabbe46, 40

Kündigung immer per Einschreiben oder persönlich abgeben und bestätigen lassen, Im Mietvertrag muß der Vermietern genannt sein

Antwort
von DarthMario72, 20

Was ist das denn für eine unseriöse Firma? Wenn sie nur Makler (ohne "r") sind, hat ihr Name im Mietvertrag nichts verloren. Da gehört einzig und allein der Name und Anschrift des Vermieters hin.

An wen zahlst du denn dann überhaupt die Miete?

Die haben mir die Adresse von dem Mieter geschickt

Wie jetzt? Ich denke, die haben angeblich keine Kündigung bekommen? Woher wissen sie dann, dass du dessen Daten brauchst?

Antwort
von oppenriederhaus, 33

Die Kündigung muss an den Vermieter gerichtet sein. Zustellung (Empfang)musst Du nachweisen.

Möglicherweise hast Du jetzt  einen Monat verloren.

Antwort
von DerSchokokeks64, 39

Du schickt am besten ein Einschreiben, da bekommst du nach der Zustellung eine schriftliche Bestätigung über den Empfang vom Empfänger.

Antwort
von Truffaldino, 31

Komisch - die werden doch im Besitz einer gültigen Anschrift Ihres Mandanten sein, für den sie als Immobilienfirma die Vermietung dieser Wohnung regeln. Dafür bekommen sie ja Geld! Wohnungen....!

Antwort
von ollikanns, 38

Woher weißt du denn, wann der Postbote den Brief in den Briefkasten "gelegt" hat? Hast du daneben gestanden? Wenn du keinen schriftlichen Nachweis über die Zustellung hast (Einschreibebestätigung), dann ist die Kündigung unwirksam.

Antwort
von captron15, 41

wenn der vermieter keine kündigungerhalten hat, dann ist sie auch nicht gültig...daher verschickt man so etwas immer per einschreiben...

Antwort
von Truffaldino, 36

Hast du einen Mietvertrag? Dann schicke nochmals eine Kündigung per Übergabeeinschreiben an die Person, Firma, etc. die auf dem Mietvertrag steht, bzw. unterschrieben hat. Bei mir ist der Vermieter z.B. eine Privatperson (Hauseigentürmerin) - mein zuständiger Ansprechpartner und Geschäftspartner ist aber eine Immobilienfirma, an die - und das ist wesentlich - ich auch die Miete überweise. Hast du eine Fotokopie von deinem Kündigungsschreiben? Wahrscheinlich auch nicht. Also setze nochmals ein Schreiben auf, "Bedauerlicherweise" sei dein Schreiben mit der Kündigung zum soundsovielten nicht bei Ihnen eingetroffen, daher nochmals auf diesem Weg...etc.etc. Dann ist die Wohnung auf jeden Fall juristisch gekündigt. Wenn ihnen das mit dem Termin nicht passt, müssen sie sie sich innerhalb von 14 melden, sonst ist auch dieser rechtswirksam. Merke: wichtige Sachen IMMER per Einschreiben, am besten Übergabeeinschreiben. Beleg an die Fotokopie des Schreiben heften, aufheben - fertig! So macht man das.

Kommentar von DarthMario72 ,

Dann schicke nochmals eine Kündigung per Übergabeeinschreiben

Das sollte man tun, wenn man Fristen verpassen möchte. Wird eine Übergabe-Einschreiben nicht angenommen oder nicht abgeholt, ist es nicht zugestellt. Deshalb keinesfalls mit Übergabe-Einschreiben, sondern wenn dann mit EInwurf-Einschreiben.

Wenn ihnen das mit dem Termin nicht passt, müssen sie sie sich innerhalb von 14 melden

Auch das ist Unfug.

Kommentar von Truffaldino ,

Macht irgendwie keinen Sinn für mich - eine Übergabe ist doch verbindlicher als nur Einwerfen. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass man eine Annahmeverweigerung oder Liegenbleiben (das kann es ja auch beim Einwurf geben - da schon gar) dem Absender durch die Post nicht mitgeteilt würde - dafür zahlt man ja und das Übergabeeinschreiben, wo der Empfänger unterschreiben muss, kostet auch etwas mehr. Juristisch ist man da auf der sicheren Seite, weil der berühmte Absendestempel relevant ist (selbstverständlich immer Belege aufheben und Fotokopie des Schreibens!). Sonst gäbe es ja überhaupt keine Sicherheit und niemand könnte irgendwas behaupten - bzw. jeder könnte einfach behaupten "Habs nicht bekommen". Das ist ja Sinn und zweck des Einschreibens.

Kommentar von Truffaldino ,

Ja, das habe ich mal so reingeschrieben - eigentlich und normalerweise genügt bei vernünftigen Leuten auch ein Zweizeiler mit normaler Post zugestellt. Aber bei manchen ist es so, dass sie sich kompliziert anstellen beim Vertragsabschluss (z.B. den Vertrag über Gebühr lange nicht zurückschicken) und dann noch bei der Kündigung irgendwelche Problemchen erfinden (denen ist wohl langweilig, haben zu wenig Mandate oder so). Grundsätzlich gilt - Einschreiben bedeutet "Ich hab mein Möglichstes getan und Anspruch auf juristischen Schutz".

Kommentar von DarthMario72 ,

Macht irgendwie keinen Sinn für mich - eine Übergabe ist doch verbindlicher als nur Einwerfen.

Bei einem Einwurf-Einschreiben quittiert der Postbote den Einwurf in den Briefkasten - und damit ist das Einschreiben zugestellt. Bei einem Übergabe-Einschreiben muss der Empfänger quittieren. Nimmt er aber das Einschreiben nicht an oder vergisst es dann abzuholen, ist es nicht zugegangen.

Juristisch ist man da auf der sicheren Seite, weil der berühmte Absendestempel relevant ist

Nochmals Blödsinn! Es zählt einzig und allein der Zugang der Kündigung. Wann man es abgeschickt hat, ist völlig irrelevant.

Kommentar von Truffaldino ,

Warum kostet denn ein Übergabeeinschreiben mehr, wenn man überhaupt keine Sicherheit hat, dass es zugestellt wird?

Kommentar von Truffaldino ,

Habe gerade recherchiert, dass das Übergabe-Einschreiben die klassische, ältere Form ist  (früher gag es nur diese), juristisch jedenfalls tragfähig und noch etwas betonter als das Einwurfeinschreiben (das es erst seit 1994 gibt). Bei Nichtzustellung aus welchen Gründen immer, wird der Absender informiert. Beim Einwurf nur wenn die Adresse nicht stimmt - wie bei einer ganz normalen Postsendung auch. Dh. ein Einwurf in den Briefkasten heißt nicht nicht, dass die Sendung beim Adressaten ankommt. Schon hinter so manchem Briefkasten steckte gar nichts mehr. Also ist das ÜE als die sicherere Variante anzusehen.

Kommentar von Truffaldino ,

Jedenfalls wünsche ich der FS, dass sie dort bald rauskommt, klingt für mich irgendwie schwierig und schräg, was von dieser Firma kommt.

Kommentar von DarthMario72 ,

Also ist das ÜE als die sicherere Variante anzusehen.

Du willst es nicht verstehen, oder? Theoretisch kann bei beiden Varianten der Empfänger behaupten, in dem Brief wäre etwas anderes gewesen. Insofern sind beide gleichermaßen gut oder schlecht (wohl eher letzteres) "juristisch tragfähig und betont." Aber darum geht es überhaupt nicht.

Beim Einwurf-Einschreiben quittiert der Postbote, dass er es in den Briefkasten des Empfängers geworfen hat. Und damit ist der Brief zugegangen. Und im Streitfall wäre dann der Empfänger beweispflichtig, wenn er behauptet nichts bekommen zu haben. Beim Übergabe-Einschreiben muss der Empfänger quittieren. Nimmt der Empfänger das Schreiben (egal aus welchen Gründen) nicht an und holt es auch nicht von der Post an, ist es nicht zugegangen. Dadurch versäumt der Absender dann möglicherweise ohne es zu wissen eine Frist. Denn es kommt - entgegen deiner Behauptung! - nicht darauf an, wann ein Kündigungsschreiben abgeschickt wurde (der Poststempel), sondern wann es in den Machtbereich des Empfängers gelangt. Beim Einwurf-ES tut es das, indem der Postbote es beim Empfänger einwirft, beim Übergabe-ES erst dann, wenn es der Empfänger entgegennimmt oder abholt - oder eben gar nicht.

Hättest du dir nur ein bisschen mehr Mühe beim recherchieren gemacht, hättest du auch das herausfinden können.

Die sichersten Zustellmethoden sind daher 1. persönlich abgeben und den Empfang quittieren lassen oder 2. die Zustellung durch den Gerichtsvollzieher.

Jedenfalls wünsche ich der FS, dass sie dort bald rauskommt, klingt für mich irgendwie schwierig und schräg, was von dieser Firma kommt.

Endlich mal etwas, wo ich dir zu 100 % zustimme.

Antwort
von Bestie10, 28

vermute doch, du hast das per Einschreiben verschickt

zumindest wäre das der übliche Weg

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