Frage von Ifm001,

Kündigung, Widerruf, Rückabwicklung oder anderes bei Rentenversicherung

Hallo,

für meine Frau haben wir 2004 eine Rentenversicherung CanadaLife Generation private abgeschlossen. Wir hatten damals über FinanceScout24 einen unabhängigen Berater vermittelt bekommen, der uns zu Hause beraten hat. (Falls es wichtig sein sollte: Der Vermittler hat den Job inzwischen niedergelegt. Im Vertrag war FinanceScout als Berater eingetragen, auf den Jahresauszügen steht inzwischen ein mir nicht bekanntes Unternehmen als Berater)

Als ich dieses Jahr mal ausgerechnet habe was da so hängengeblieben ist, habe ich mich doch erschrocken ... es ist ein Verlust von rund 30% aufgelaufen. Sowohl die Informationen des Beraters wie auch das Informationsmaterial der CanadaLife wie auch die Vertragsunterlagen lassen nicht darauf schliessen, dass ein Verlust eintreten kann. Es wird ja sogar mit einer Kappung nach oben und nach unten geworben. Dass ich nicht der Einzige damit bin, lässt sich im WWW relativ leicht herausfinden.

Nun möchte ich diese Versicherung natürlich loswerden. Wenn ich jetzt allerdings einfach kündige, gibt es ja nochmal massiv Abzüge. Von einfach stilllegen halte ich in diesem Fall auch nichts. Es stellt sich mir also die Frage ob ich kündigen, eine Rückabwickung einleiten, widerrufen oder irgendeine andere Alternative wäheln soll.

Schön wäre es auch, wenn ihr einen Beispielsatz bzw. -aufbau könntet, wie ich das Schreiben an den Versicherer formulieren sollte.

Wenn die Versicherung nur eine normale Kündigung akzeptieren sollte, bin ich bereit rechtliche Schritte einzuleiten (Rechtsschutzversicherung ist vorhanden). Ich möchte mit dem Schreiben also nichts verbauen, nur wei ich den falschen Begriff verwendet habe.

Vielen Dank im Vorraus ...

Hilfreichste Antwort von Bleistein,
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Ich würde auch erst einmal zur Ruhe raten. Es kommt ja jetzt nicht auf zwei Wochen an.

In 2004 waren die Richtlinien und Beratungsdokumentationen noch nich so weit wie heute. Heute hättest Du im Vorschlag schon die Summe der Abschlusskosten in EUR und Cent, damals war das eben noch nicht überall verbreitet.

Es hat sich aber im Großen und Ganzen nichts daran geändert: Die Abschlusskosten für eine Rentenversicherung werden über die ersten fünf Jahre verteilt und so geht wärend dieser Zeit nur ein bescheidener Sparbeitrag in das Vertragsguthaben.

Auf Sicht lohnt sich das dann, wenn Du noch einen langen Zeitraum danach Fondsanteile durch monatlichen Sparbeitrag kaufst und dabei ja keinen Ausgabeaufschlag mehr zahlst. Je länger die Spardauer, desto günstiger ist diese Regelung. Grundsätzlich. Der "Breakeven-Point" sollte nach etwa 12 Jahren erreicht sein. Je nach Kursentwicklung kann es natürlich auch früher oder später werden.

Ob Du tatsächlich ein für Dich ungeeignetes Produkt hast oder die Fondsauswahl einfach nicht die richtige war, muss genau geprüft werden.

Ich würde mich zunächst an die betreuende Stelle wenden. Die sollen sich mit Dir zusammensezten und Dir Rede und Antwort stehen. Entweder können Sie Dir durch switchen der Fonds und weitere Erläuterungen helfen oder Du sammelst "Munition" für weitere Schritte. Nur lass Dir bitte nicht vorschnell eine neue Anlage verkaufen, sonst zahlst Du die nächsten fünf Jahre noch einmal die Abschlusskosten.

Sollte das Produkt wirklich "Schrott" sein, dann gilt natürlich der Spruch: Lieber ein Ende mit Schrecken.. Falls dem aber nicht so ist, wäre es ein tragischer Fehler, einen Baustein für die Vorsorge nach neun Jahren kaputtzumachen. Denke daran, dass wir beim DAX durch die Griechenlandkrise erst heute wieder in etwa auf dem Stand von vor fünf Jahren sind. In der Zwischenzeit hast Du monatlich günstig Anteile am Fonds gekauft - mehr, als in einer Phase mit hohen Kursen. Wenn Deine Fonds sich in Zukunft wieder "normal" entwickeln, hast Du sogar eine höhrere Rendite als angenommen.

Eine Rückabwicklung aufgrund Beratungsfehlern halte ich für schwierig. Wenn Du das anstrebst, bekommt der Vermittler von damals heute noch richtig Probleme. Auch hier rate ich zu professioneller Hilfe.

Antwort von Candlejack,
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Was soll man denn hier anhand der wenigen Fakten für Empfehlungen oder Ratschläge geben ?

eine Rentenversicherung CanadaLife Generation private abgeschlossen

das ist ein guter und anerkannter Versicherer.

Wir hatten damals über FinanceScout24

Generation Internet - ist für Geld und solche wichtigen Entscheidungen oft der falsche Weg. Was für ein unabhängiger Berater ? Ein Makler aus der Umgebung oder wie kommts ?

im Vertrag...FinanceScout als Berater... Jahresauszügen... inzwischen ein mir nicht bekanntes Unternehmen

Generation Internet. Wer es billig, online und direkt haben will, kriegt auch genau das !

Als ich dieses Jahr mal ausgerechnet habe was da so hängengeblieben ist...

WAS hast Du WIE auf der Basis WELCHER Daten ausgerechnet ? Erst dann kann man sagen, wo der Fehler liegt. Unabhängig davon ist das zum einen kein Sparbuch, da gehen die ersten Jahre Kosten ab und wenn das 2004 war und Fonds drin sind, kommt noch eine Krise dazu, die aber später keinen mehr interessiert...

Sowohl die Informationen des Beraters wie auch das Informationsmaterial der CanadaLife wie auch die Vertragsunterlagen lassen nicht darauf schliessen, dass ein Verlust eintreten kann.

Da wäre ich jetzt ganz vorsichtig mit so einer Aussage, ich kenne die Unterlagen der CL von früher. Bei Fondsrenten steht das normal auch mit drin. Bei Kapitalrenten steht das nicht mit drin, weils keine Verluste gibt.

Nun möchte ich diese Versicherung natürlich loswerden

Erstmal bitte durch einen FACHMANN prüfen lassen, der auch wirklich sagen kann, was da los ist. Ich schmeiß ja bei ner Fehlermeldung mein Auto auch nicht weg, bevor der Meister da reingeschaut hat ;-)

Von einfach stilllegen halte ich in diesem Fall auch nichts

Wie kommst Du zu dieser Meinung ?

eine Rückabwickung einleiten, widerrufen

Was willst Du da rückabwickeln ? Und was widerrufen ? Die Widerrufsfrist ist vorbei !

Schön wäre es auch, wenn ihr einen Beispielsatz bzw. -aufbau könntet, wie ich das Schreiben an den Versicherer formulieren sollte.

Wir kennen weder den Vertrag noch die Situation, was sollen wir da formulieren ? Die reine KÜndigung sollte jeder formulieren können ;-)

Wenn die Versicherung nur eine normale Kündigung akzeptieren sollte, bin ich bereit rechtliche Schritte einzuleiten (Rechtsschutzversicherung ist vorhanden).

Was willst Du da einleiten ? Es gab eine Beratung, wohl ein Protokoll, es gab die Unterlagen und Du merkst nach eigenen wilden Berechnungen nach gewaltigen 9 Jahren, das da was nicht stimmt ? Und wie siola schon schrieb, gibts da oft einen Ausschluß in der Rechtsschutz - aus gutem Grund !

Halte Dich erstmal an einen Fachmann und danach sehen wir weiter.

Kommentar von Ifm001,

Du solltest anstatt in deinen Vorurteilen zu baden, mal den Inhalt des von mir geschriebenen richtig zur Kenntnis nehmen.

Sorry ... aber ich habe überhaupt kein Verständnis für deinen Beitrag!

Kommentar von Candlejack,

Ich habe den durchaus üppigen Text gelesen, deswegen gab es ja Kommentare und Fragen dazu. Du sollst auch kein Verständnis zeigen (das haben die wenigsten hier, wenn man kritisiert), Du sollst Dir einiges durch den Kopf gehen lassen bzw. einige Details erläutern, damit man sich ein besseren Bild machen und Auskunft geben kann.

Sich allein ein Bild von einem komplexen Thema machen und aufgrund dessen bestimmte Ansprüche gegen eine Versicherung geltend machen wollen und ansonsten vor Gericht zu ziehen, bringt Dich so nicht weiter. Dazu muss man die Sache näher beleuchten und Möglichkeiten ausloten.

Antwort von BenniXYZ,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Canada Life ist ein anerkannter Lebensversicherer, welcher in Deutschland selbstverständlich deutschem Recht unterliegt. Verkauft werden fast ausschließlich fondsgebundene Versicherungen. Du hast deinen Vertrag seit 2004! Solche alten Verträge solltest du gut festhalten und nicht kündigen. Du bekommst solch einen Vertrag nie wieder.

Was hängengeblieben ist, kannst du garnicht selbst ausrechnen. Willst du es genau wissen, so rufe bei der Gesellschaft an ( Köln/Tl. im Internet zu finden unter CanadaLIfe) und frage nach der Wertsteigerung. Die Gesellschaften sind sehr vorsichtig mit ihren Prognosen. Weil keiner weiß was in 15 Jahren sein wird.

Einen Anwalt benötigst du nicht für eine Kündigung. Die Gesellschaften reiben sich die Hände, wenn der Kunde so dumm ist zu kündigen. Dann sind sie teure Verträge los, die Abschlußgebühren sind eh bezahlt (vom Kunden) und man kann etwas neues anleiern. Denn irgend etwas müssen die Leute für ihre Altersvorsorge ja tun!

Kommentar von Ifm001,

Was hängengeblieben ist, kannst du garnicht selbst ausrechnen.

Ich habe die bisher eingezahlten Beiträge mit dem "geglätteten Wert des Anteilguthaben" verglichen, welcher auf der Jahresinformation ausgewiesen ist.

Willst du es genau wissen, so rufe bei der Gesellschaft an ( Köln/Tl. im Internet zu finden unter CanadaLIfe) und frage nach der Wertsteigerung.

Ich habe schon per Mail um eine Erklärung gebeten. Bis auf die Info, dass meine Mail an die Fachabteilung geleitet wurde keine weitere Reaktion. Nach zwei Wochen kann ich denke ich zumindet eine "Habe sie noch etwas Geduld"-Antwort erwarten.

Kommentar von Candlejack,

Zwei Wochen sind derzeit eine sehr gute Bearbeitungszeit. Viele Versicherer haben ca. 4 Wochen und auch ohne Zwischenmeldung. Oder Du rufst dort mal an und fragst nach. Persönlich und direkt ist immer besser.

Antwort von QuestionFrank,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Maßgebend für deinen Vertrag sind deine Versicherungsbedingungen und ein vor allem dein Versicherungsschein. Darin müsste eine sogenannte Garantiewerttabelle enthalten sein, außer du hast eine Fondsgebundene Police, was ich nicht hoffe!?. Auch erhälst du sicherlich jährlich eine MItteilung über das vorhandene Guthaben!?

Beides nimmt die Versicherung zum Argument dafür, dass du zu mehr als als einmal über die Werte und Ihre Entwicklung aufgeklärt wurdest. Mit Zugang des Versicherungsscheins hättest du widerrufen können, wenn dir die Werte nicht gefallen haben.

Die Rückzahlung der eingezahlten Beiträge kannst du nicht verlangen! Das ist normal sogar ein extra § in den Bedingungen. Du wirst dich mit einer normalen Kündigung zufrieden geben müssen.

In den ersten Jahren, und ja auch mit Beginn 2004 ist dein Vertrag noch in den ersten Jahren, ist bei Renten-und Lebensversicherungen immer ein gefühlter Verlust vorhanden. Das ist aber keine Neuigkeit ...

Je nach Konstelation oder Beitragshöhe machst du im durchschnitt frühestens ab 12. Jahr Gewinn.

Wenn du noch mehr wissen willst, sag ruhig Bescheid

Antwort von DerHans,

Du hattest ein Rücktrittsrecht von 14 Tagen. Da di aber längst um sind, kannst du nur unter großen Verlusten kündigen.

Falls es sich um eine "Förderrente" (Riester) handelt, bekommt dann erst einmal der Staat seine ganze Subvention zurück. Da bleibt dann wahrscheinlich gar nichts

Antwort von siola55,

Hallo,

in der Regel sind in Rechtsschutzversicherungen ein Ausschluß beim Erwerb, der Veräußerung, der Verwaltung und der Finanzierung von Kapitalanlagen vorgesehen!

z.B. hier: Ausgenommen sind Kapitalanlagen... in Form von Lebens- oder Rentenversicherungen, wenn die Versicherungsleistung ausschließlich als fester Geldbetrag in einer bestimmten Währung vereinbart ist (fondsgebundene, index-, zertifikatsoder derivatsbasierte Versicherungen bleiben ausgeschlossen)!

Als Alternative kann ich hier nur den Versicherungs-Ombudsmann nennen, welcher ohne Kosten zu verursachen tätig wird als Vermittler zwischen Versicherer und Versich.nehmer!

Hierzu mal den Link für diesen Ombudsmann: http://www.versicherungsombudsmann.de/home.html

Viel Erfolg damit wünscht euch siola

Kommentar von Ifm001,

Ja, der Ombutsmann war schon auf meiner virtellen Liste unter Punkt 2. Aber auch für dem brauche ich ja erstmal eine Reaktion der Versicherung.

Bisher habe ich gute Erfahrung damit gemacht in solchen Kündigungen in die richige Richtung zu sticheln (also mich zu informieren was theoretisch so möglich ist und dann mit Satzkonstruktionen wie "ich kann mir nicht vorstellen, dass ..." arbeite und niemals mit Paragraphen drohe).

Nur ist die Thematik hier recht komplex und es geht um deutlich grössere Summen so dass ich für das Schreiben etwas Futter brauche ... wie geschrieben ... ich möchte da nur nichts mit dem Schreiben verbauen und nicht den Eindruck aufkommen lassen, dass ich mich abspeisen lasse.

Antwort von nessms,

Erst nach Durchsicht sämtlicher Vertragsunterlagen kann man dazu einen qualifizierten Rat erteilen.

Kommentar von Ifm001,

Das weiss ich! Meine Fragestellung geht auch nicht in die Richtung einer Umfassenden Beratung.

Kommentar von nessms,

Schon klar, aber auf Basis der Informationen ist auch keine Teilberatung möglich, nur Spekulation.

Es gibt durchaus Finanzprodukte, bei denen man Verluste hinnehmen muß.

Sorry, aber irgendwelche Vergleichsportale aus dem Internet sind vor allem Eines: In jeder Hinsicht billig.

Kommentar von Ifm001,

Sorry, aber irgendwelche Vergleichsportale aus dem Internet sind vor allem Eines: In jeder Hinsicht billig.

Nur bin ich ja nicht durch das Vergleichsportal auf die Canada Life aufmerksam geworden, sondern durch den Berater, der bei mir zu Hause war!

Aber lassen wir das ...mir geht es schlicht draum wie ich das Kündigungsschreiben formulieren kann ohne mir eine der theoretisch vorhandenen Möglichkeiten zu verbauen.

Kommentar von nessms,

Trotz der Annahme, daß ich in den Wind rede:

Du machst den gleichen Fehler wie damals, als du dir im Internet Rat geholt hast. Du fragst irgendwelche wildfremden Leute, diesmal sogar, ohne diese Leute zu informieren.

Eher wird der Sachverhalt unklarer, oder war Finanzscout24 damals eine offline Einrichtung?

Es stellt sich mir also die Frage ob ich kündigen, eine Rückabwickung einleiten, widerrufen oder irgendeine andere Alternative wäheln soll.

Wie um Himmels willen soll man da raten? Das kommt doch auf den Vertrag an. Wie lauten die Geschäftsbedingungen? Kommt vielleicht Prospekthaftung in Frage? Wie wurde im Gespräch belehrt? Wurden die AGB überhaupt ausgehändigt? Wodurch kamen die Verluste zu Stande? Anlageverluste? Zu hohe Kosten? Immobilienfond? Aktienfond? Erstklassige Staatsanleihen (Griechenland war mal sehr gefragt) ? Amerikanische Immobilien? Bankenanleihe, z.B. Lehman Brothers?

Eine Rückabwicklung käme bei einer Anfechtung in Frage. Wie soll man zu einer Anfechtung raten, wenn alles, was man weiß ist: "Ich habe einen Vertrag und der lief nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe"

...mir geht es schlicht draum wie ich das Kündigungsschreiben formulieren kann ohne mir eine der theoretisch vorhandenen Möglichkeiten zu verbauen.

Man kündigt und fertig. Mit einer Kündigung wahrt man keine Rechte, man beendet eine Geschäftsbeziehung.

Eine mögliche Formulierung wäre: "Hiermit kündige ich den Vertrag XY"

Antwort von essleonardo,

Sagen wir mal so: Was erhoffst du dir? Das du die Versicherung los wirst und 1:1 alle gezahlten Beiträge zurückbekommst?

Das kannst du vergessen. Das muss man ganz klar so sagen.

Kommentar von Ifm001,

Da kommt es ja darauf an, was ich an Aussagen und Versprechen nachweisen kann. Aber Du kannst gerne schreiben, was ich da - unter optimalen Bedingungen - rechtlich maximal erwarten kann.

Kommentar von essleonardo,

Kann man nicht sagen, ohne die Unterlagen zu sehen. Ich gehe mal davon aus, dass solange keine grobe Falschberatung o.ä. nachgewiesen wird, du tatsächlich mit diesen 30% Verlust und dann noch minus Abzüge rechnen kannst.

Vielleicht solltest du direkt zu einem Rechtsanwalt gehen.

Ansonsten ist das normal, dass am Anfang da sehr wenig Guthaben bei rausspringt. Gebühren und co

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