Darf man mich kündigen, weil mein Glaube mir nicht erlaubt, alles auf der Arbeit zu tun?

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30 Antworten

Der Chef darf niemanden wegen seiner Religion diskriminieren, aber auch niemand darf vom Chef verlangen, sich religiösen Vorschriften zu unterwerfen. Religionsfreiheit geht in beide Richtungen. Wenn das Anforderungsprofil der Arbeitstelle nicht mehr mit dem Profil des Arbeitnehmer übereinstimmt, egal warum, kann der Chef kündigen. Die Frau muss entscheiden, was ihr lieber ist: die Religion oder eine Beschäftigung. Sie hat die Möglichkeit zwischen beiden Alternativen frei zu wählen.

Hier wird mal wieder Religionsfreiheit damit verwechselt, andere unter seine Religionsvorschriften unterwerfen zu wollen.

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Natürlich ist das ein Kündigungsgrund. Sie kann sich nicht aussuchen, welche Patienten ihr Chef behandelt. Das ist dann eine Kündigung, die auch dazu führt, dass sie Sperre bei der Arbeitsagentur bekommt. Außerdem steht sie dem Arbeitsmarkt dann ja nicht uneingeschränkt zur Verfügung.

Was soll denn diese Frage? Es zwingt sie doch niemand einen solchen Beruf zu ergreifen.

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also ich verstehe das nicht, warum sollte eine Muslima nicht auch Männer behandeln dürfen. Ich bin jetzt nicht unbedingt Koranfest, aber warum sollte eine Religion das verbieten???

Ich habe in der Kinder- und Jugendhilfe eine muslimische Kollegin. Sie trägt selbst nur Kopftuch und (ich weiß nicht wie es heißt) dieses langärmelige und bodenlange Mantelkleid. Aber sie macht alle Tätigeiten die zum Job gehören. Sie betreut Jungen (auch die Jugendlichen und fast erwachsenen) genau so wie Mädchen. Sie hilft ihnen auch wenn es dazu notwendig ist sie etwas unbekleideter zu sehen (z.B. medizinische Salben). Diese Kollegin ist sehr gläubig. Sie lebt ihren Glauben. Sie ist ein Mensch vor dem ich großen Respekt habe, denn sie lebt den Glauben ohne dass andere Menschen dadurch beeinträchtig werden oder sich belehrt fühlen. Zum beten geht sie halt kurz mal raus und sagt dem Kollegen bescheid, wenn es etwas zu essen gibt was sie nicht mitessen kann nimmt sie sich halt den Teil den sie essen darf oder macht sich ein Brot. Gleichzeitig ist sie für Fragen der Jugendlichen offen und beantwortet sie aber ohne zu belehren. Es macht Spaß sich von ihr den Glauben erklären zu lassen, sie kann ihn sehr lebendig vermitteln ohne ihren Glauben als besser darzustellen oder zu missionieren. Für mich ist es echt egal ob jemand Christ oder Moslem ist, solange er mich sein lässt wie ich bin. Allerdings gilt dies für mich hier in Deutschland, wenn ich selbst im Ausland bin, bin ich diejenige die sich im Zweifel anpassen muss. Ich war schon viel im Ausland und ganz klar würde ich nicht mit Schuhen in eine Moschee gehen oder in Indien mit Trägertop und Minirock rumlaufen. Das gehört auch zum Respekt für die Menschen in diesem Land. Gleichzeitig finde ich es nicht ok, wenn mich andere kritisieren, wenn ich in Deutschland rumlaufe wie ich will.

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Kommentar von ilknau
26.01.2016, 20:45

Was für eine klasse Ansage, Sanja2, wunderbar, denn so sollte es zwischen allen Religionen funktionieren!

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Kommentar von Abahatchi
27.01.2016, 11:04

Sie lebt ihren Glauben. Sie ist ein Mensch vor dem ich großen Respekt habe, denn sie lebt den Glauben ohne dass andere Menschen dadurch beeinträchtig werden oder sich belehrt fühlen.

Ich weis ja nicht, was sie glaubt, aber Muslima kann sie nicht sein, denn den Moslems sind Anhänger des Islam und dem liegt ja der Koran zu Grunde und darin steht einiges klar und deutlich. 

Also, entweder ist sie eine schlechte Muslima, weil sie nur das vom Koran befolgt, was ihr gefällt oder sie ist keine Muslima. 

Hilft sie denn auch Menschen, die nicht Muslime sind?

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Kommentar von Abahatchi
27.01.2016, 11:06

also ich verstehe das nicht, warum sollte eine Muslima nicht auch Männer behandeln dürfen.

Die Frage wäre, ob sie auch Ungläubigen bzw. ungläubigen Männern hilft, denn dazu macht der Koran klare Aussagen. 

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"...nicht kündigen darf, nur weil sie aufgrund ihrer (eventuell baldigen) Religion keine halbnackten Männer sehen will."

Diese Aussage ist natürlich komplett falsch. Deine Frau wird - falls es so weit kommt - nicht wegen ihres Glaubens gekündigt, sondern weil sie sich nicht in der Lage fühlt, ihre Arbeitspflichten zu erfüllen. Und wer seine Arbeit nicht verrichten kann, der erfüllt seinen Arbeitsvertrag nicht.

Der Chef kann zumindest (mit einer Abmahnung?) versuchen, die Arbeitsleistung einzufordern.  Sollte es dennoch nicht funktionieren, kann durchaus eine Kündigung in Frage kommen.

Selbst wenn man es nicht als Arbeitsverweigerung sehen will (dann wäre es eine verhaltensbedingte Kündigung), sondern als Folge ihres Glaubens, dann muss man es als personenbedingte Kündigung sehen. Jemand der zum Beispiel im medizinischen Bereich kein Blut sehen kann und damit seine Arbeit nicht leisten kann, dem könnte es ähnlich gehen.

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Hallo, berkant1994.

Sie tut nicht ihren Job, denn auch EKG - Abnahmen gehören dazu, diskriminiert dabei Angehörige des anderen Geschlechts aufgrund ihres eigenen Glaubens, und da fragst du, ob sie diskrimiert wird?!

Dann darf deine Dame logischerweise mit Kündigung rechnen, denn sie `kann' will! ihren Job nicht angemessen so ausüben, wie es in ihrem Arbeits- Ausbildungsvertrag steht.

Somit darfst du sie unterhalten, denn vom Arb.Amt bekommt sie mindestens eine 3 Monats Sperre mit 0 €uronen rein gehauen - absolut zu Recht, denn sie ist allein Schuld an ihrer Kündigung!

DAS ist die logische Folge ihrer Handlung!

PS: weshalb fragt sie nicht selbst?

Hat sie schon als Einstimmung ihr Sprachrecht abgegeben während der laufenden Konvertierung?


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Da ist eine Kündigung fällig. Selber schuld, weil sie nun mal keine Sonderbehandlung bekommt. 

Die Religion bittefein vor der Kliniktür abgeben, danke. Die hat in dem Job nix zu suchen oder zu beeinflussen.

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Religionsfreiheit bedeutet nicht, dass die Religion über allem steht.

Wenn ich z. B. zufällig eine Religion habe, die von mir erwartet, nackt rumzulaufen, werde ich wohl damit rechnen müssen, dass ein derartiger Aufzug in der Öffentlichkeit nicht ohne Folgen bleibt.

Der Minimalkonsens in einem Staat ist durch die Gesetze bestimmt. Wer sich denen widersetzt, macht sich strafbar, Religion rauf, Religion runter.

Ein Teil des Rechtswesens ist das Arbeitsrecht. Und da steht: Arbeitsverweigerung kann zur fristlosen Kündigung führen.

Das geschieht nicht ohne guten Grund. Würde man die Religion als höchste Instanz ansehen, dann müsste jede Glaubensgemeinschaft ihr eigenes Rechtswesen haben. Und anschließend mit Anhängern anderer Religionen streiten, welches in welchem Fall anzuwenden sei.

Es besteht Religionsfreiheit. Diese geht aber nicht so weit, dass das gesellschaftliche System in Frage gestellt wird.

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An ihrer Stelle würde ich einen Imam fragen, denn meiner Meinung nach sind die Regeln bei medizinischer Behandlung anders als sonst, und daher würde ich vermuten, dass sie zum Zwecker der medizinischen untersuchung Männern Elektroden setzen darf. Wäre doch eigenartig, wenn sie bei einem Herzinfrakt mit einem Defibrillator in der Hand dastehen müsste, ihn aber aus religiösen Gründen nicht einsetzen dürfte, um einem Mann das Leben zu retten.

 Wenn sie sich tatsächlich weigert, Männer zu untersuchen, so wäre sie für ihren Job wohl kaum zu gebrauchen, und das wäre meiner Ansicht nach ein Kündigungsgrund und fiele nicht unter Religionsfreiheit. Ein Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, einen unbrauchbaren (oder nur zur Hälfte brauchbaren) mitarbeiter weiter zu beschäftigen.

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Kommentar von Abahatchi
27.01.2016, 11:09

An ihrer Stelle würde ich einen Imam fragen,

Weil auch der Imam der richtige Ansprechpartner ist, wenn es um deutsches Arbeitsrecht geht.

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Religion ist das Eine, Job das Andere! Wenn sie zur Arbeit geht, dann sollte sie die Religion zuhause lassen.

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Ja es ist in dem Fall ein klarer Kündigungsgrund. Gehört zum Job, ausserdem sind in der Medizin nackte Menschen tägliche Arbeit !

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die frage ist doch, warum sie einen job machen will, wo sie weiß dass sie das laut ihrem glauben nicht hinbekommt...........im übrigen hat selbst die katholische kirche bei und laut staatsvertrag besondere rechte, gerade im arbeitsbereich und dort kann man also nicht klagen...........ob das auch bei muslimen dann so ist, muss man sehen, aber wie geschrieben, sie muss dann sicher auch die frage gefallen lassen, wieso sie dann als muslime diese art von job macht, wenn sie dass mit ihrem glauben nicht vereinbaren kann...........

die grösste frage ist jedoch, warum sie überhaupt in diese religion "wechseln" will..........

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Das ist ihr Job und sie weigert sich also Kündigungsgrund. Die Religion spielt hier keine Rolle

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Das ist ganz klar eine Arbeitsverweigerung, da deine Frau als MFA weisungsgebunden ist.....also Kündigung.

Die Religion spielt keine Rolle.

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Kommentar von Kuestenflieger
26.01.2016, 17:55

ist ja noch stift !

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Wenn die Arbeitstätigkeit etwas von der Arbeitskraft verlangt und diese körperlich dazu in der Lage ist, ist es (zumindest wo ich herkomme) eine direkte Arbeitsverweigerung dieser Anweisung nicht nachzukommen und das ist ein Kündigungsgrund.

Heißt es im Islam nicht man soll alles was man tut gut und so perfekt wie möglich machen? Dann sollte sie auch in diesem Berufsfeld keine Ausnahme machen!

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Kommentar von ilknau
26.01.2016, 17:50

Zudem kann die Dame sich ja Handschuhe an ziehen: somit ist direkte Berührung ausgeschlossen.

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Kommentar von Abahatchi
27.01.2016, 21:58

Heißt es im Islam nicht man soll alles was man tut gut und so perfekt wie möglich machen?

Der Koran sieht aber für seine Muslime nicht vor, dasz sie zu Gunsten Ungläubiger etwas perfekt machen.

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Der Arbeitgeber darf dich entlassen, wenn du bestimmte, vertraglich vereinbarte Tätigkeiten verweigetst. Der Grund ist egal.

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Ich glaube man darf doch sowas als muslime, weil sie ja sozusagen die menschen hilft und nichts verbotenes macht.

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Kommentar von Abahatchi
27.01.2016, 11:36

ganz im Gegenteil, der Koran ist eindeutig und dieser liegt dem Islam zu Grunde, deren weiblichen Anhänger man als Muslima bezeichnet. 

Sie hilft Ungläubigen und ungläubigen Männern, was gemäsz es Koran nicht so toll ist. 

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Gemäß Grundgesetz darf z.B. niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt werden... auch männliche Patienten dürfen da nicht benachteiligt werden.

Ich weiß zwar nicht konkret, ob das in dem beschriebenen Fall zutrifft... aber als Rettungsassistentin oder Ärztin könnte sie wohl nicht arbeiten.....

Allerdings ist sie als Arbeitnehmerin weisungsgebunden, und hat jede Arbeit, die zum Berufsbild gehört, auszuführen.

btw.

Wir hatten mal so einen Fall , wo unser Chef einer muslimischen Mitarbeiterin anordnete, dass sie einige Tage mit mir mit zu fahren hat... weil sie in der telefonischen Kundenbetreuung tätig sein wollte....und der Chef der Auffassung war, dass sie Kunden auch persönlich kennen muss.

Sie weigerte sich, mit mir im Auto unterwegs zu sein... und kündigte dann von sich aus, obwohl der Chef ihr anbot... stattdessen eine Arbeit ohne Kundenkontakt zu machen.

Wenige Wochen danach kam aber trotzdem eine Klage von ihr.. die das Gericht jedoch abwies

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Kommentar von Abahatchi
27.01.2016, 11:14

auch männliche Patienten dürfen da nicht benachteiligt werden. / Ich weiß zwar nicht konkret, ob das in dem beschriebenen Fall zutrifft...

Eigentlich ganz einfach, stelle Dir einmal vor, ein Bus verunglückt und überall liegen die Opfer zum Teil entblöszt herum und sie hilft nur den weiblichen Opfern, weil sie Männer nicht so sehen oder anfassen will? Die Männer in der Praxis sind ja nicht aus lauter langer Weile dort. Ihr Beruf bedingt es geradezu, bei Kranken Menschen nicht eine Hälfte aus zu schlieszen.

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Sie verweigert (aus was für einem Grund auch immer) eine Tätigkeit, die zu ihrem Arbeitsbereich gehört. Da muss sie sich schon einen Arbeitgeber suchen, der das in Ordnung findet.


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hat die frau auszubildende denn schon wissen welchen mohammedanischen glauben sie leben will ? da gibt es ja viele richtungen -- deshalb ja die menschenverachtenden kriege im nahen osten und mittelafrika .

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Solche Fragen sollte man sich vor der Berufswahl stellen.

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