Frage von hoexihom, 453

Kündigung weil man während der Krankschreibung in Urlaub fährt?

Eine Freundin von mir fährt für einen Fahrdienst Personentransporte (kein Taxi). Vor einigen Wochen hatte sie einen privaten Autounfall durch Glätte. Daraufhin hat sie sich nach drei Tagen krank schreiben lassen mit der Begründung, dass sie psychisch nicht in der Verfassung sei, bei diesen Strassenvehältnissen Personen zu befördern. Das hat ihr Arbeitgeber auch so akzeptiert. Nun ist sie seit 3 Wochen aus der Lohnfortzahlung raus, aber immer noch krank geschrieben und hat sich gedacht, fahre ich mal in den Urlaub. Ihr Psychologe hat ihr untersagt mit dem eigenen Pkw zu fahren, da sie noch nicht soweit sei, darum ist sie mit dem Bus gefahren (4 Wochen zu ihrer Mutter nach Polen). Ich hatte ihr noch gesagt, dass sie das mit dem Arbeitgeber erst absprechen soll. Sie hat da wohl auch angerufen und an dem Morgen Bescheid gegeben, daß sie noch am gleichen Abend mit dem Bus abfährt. Nun will ihr der Arbeitgeber auf Grund dessen kündigen. Darf er das in der Krankheitsphase?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Wumpratte, 338

Wenn Sie für den ganzen Zeitraum krankgeschrieben ist (was ich bezweifle) und der Urlaub den Genesungsprozess nicht verzögert, dann darf sie auch in den Urlaub fahren. Krank heißt ja nicht immer das man bettlägerig ist.

Weiteres kann man hier nachlesen: http://www.frag-einen-anwalt.de/MA-fliegt-in-den-Urlaub-trotz-Krankmeldung---f24...

Antwort
von Johnbobs, 256

Wenn man krank geschrieben ist, ist man krank geschrieben. Mehr muss der Arbeitgeber gar nicht wissen. Auch der Grund spielt hier keine Rolle.

Wie man die Krankheitstage verbringt, bleibt überwiegend einem selbst überlassen. Man darf alles machen was seiner Gesundheit gut tut.
Wenn man zu seiner Familie fahren möchte, ist dies erlaubt. Wichtig ist, dass man nichts gegen die eigene Gesundheit macht. Man soll sich ja schließlich auskurieren.

Ob das nun bei ihr zuhause oder bei ihrer Mutter ist, spielt keine Rolle.

Kommentar von Johnbobs ,

Warum gibt es hier eine negative Bewertung?
Einfach mal kommentieren falls in der Antwort ein Fehler ist.

Würde dem Fragensteller am meisten helfen!

Antwort
von SiViHa72, 242

Urlaub geht nicht. wegfahren schon.

Das ist auch gesetzlich in Ordnung.

Aber Achtung: 4 Wochen und auch noch ausser Landes..Das kann tatsächlich schnell Ärger geben.

Hier bleibt jetzt wohl nur noch eine Beratung durch einen Anwalt für Arbeitsrecht.

Deine Freundin sollte sich auch umgehend beim Arbeitsamt melden!

Antwort
von Ekztelaj, 233

Ein Fall für das Arbeitsgericht. Natürlich argumentiert der Arbeitgeber das im Krankheitsfall man keinen Urlaub machen kann. Aber die mutter besuchen ist ja nicht gleich Urlaub. Denn....je nach psychische Belastung durch den Unfall ist es sehr wichtig für eine geistige Genesung sich den Menschen zuzuwenden die man gerne hat und vertraut. ....und eine Mutter gehört in der Regel dazu. Aus meiner Sicht war es kein Urlaub im eigentlichen Sinne, sondern ein Besuch der für den Heilungsprozess unbedingt notwendig war. Ich empfehle einen Anwalt aufzusuchen.

Antwort
von LiselotteHerz, 217

Ja, das darf er. Wer krank geschrieben ist, darf nicht einfach in den Urlaub fahren.

Hier gilt die Regelung: Wer in den Urlaub fahren kann, könnte auch arbeiten gehen. Diese Kündigung ist gerechtfertigt und aus Sicht des Arbeitsgebers sehr gut zu verstehen.

Den Psychologen kann ich nicht verstehen. Wer einen Unfall hatte, sollte möglichst bald wieder ans Steuer, sonst baut sich eine völlig unbegründete Angst auf. lg Lilo

Die Krankenkasse kann hier übrigens auch Ärger machen. Mal angenommen, sie würde im "Urlaub" ins Krankenhaus müssen, kann sie die Zahlung verweigern.

Kommentar von Familiengerd ,

Hier gilt die Regelung: Wer in den Urlaub fahren kann, könnte auch arbeiten gehen.

Das ist schlichtweg Unsinn!

Kommentar von Wumpratte ,

Wo soll diese Regelung denn her kommen? Aus dem moralischem Arbeiterbuch? Wenn man psychische Problem hat kann ein Besuch bei der Mutter enorm helfen.

Kommentar von Familiengerd ,

Die Krankenkasse kann hier übrigens auch Ärger machen. Mal angenommen, sie würde im "Urlaub" ins Krankenhaus müssen, kann sie die Zahlung verweigern.

Es ist richtig, dass die Krankenkasse "Ärger machen" könnte: Sie kann die Krankengeldzahlung einstellen, wenn der Krankengeldempfänger fährt, ohne eine Erlaubnis zur Ortsabwesenheit zu beantragen.

Dass sie aber deswegen die Krankenkosten für einen möglichen Krankenhausaufenthalt verweigern könnte (mal abgesehen von den speziellen Fragen bei einem Auslandsaufenthalt), ist - wie auch Deine "Regelung" - ebenfalls Unsinn.

Den Psychologen kann ich nicht verstehen.

Bist Du psychologisch ausgebildet, dass Du das meinst beurteilen zu können per "Ferndiagnose"? Außerdem geht es hier nicht um private Fahrten, sondern um gewerbliche Personentransporte mit einem hohen Verantwortungspotenzial!

Diese Kündigung ist gerechtfertigt und aus Sicht des Arbeitsgebers sehr gut zu verstehen.

Ebenfalls falsch! Die geschilderte Situation bietet dem Arbeitgeber keine gerichtsfeste Handhabe für eine Kündigung!

Antwort
von TheAllisons, 164

In diesen Fall darf er das, im Krankenstand kann man nicht auf Urlaub fahren, denn dann könnte man auch arbeiten.

Kommentar von Familiengerd ,

im Krankenstand kann man nicht auf Urlaub fahren, denn dann könnte man auch arbeiten.

Die Antwort ist schlichtweg Unsinn!

Ob man während einer Erkrankung verreisen kann/darf, hat alleine mit der Art der Erkrankung zu tun.

Während des Bezugs von Krankengeld ist dafür aber die Genehmigung der Krankenkasse erforderlich, die ohne ihre Zustimmung die Krankengeldzahlung einstellen kann.

In diesen Fall darf er das

Die Kündigung ist - zunächst einmal und ohne genaue Kenntnis der Hintergründe - völlig ungerechtfertigt!!

Antwort
von Novos, 165

Wenn sie in Behandlung ist und diese durch Urlaub unterbricht, ist sie wohl nicht zur raschen Genesung willens, was dann die Kündigung rechtfertigt.

Antwort
von heidemarie510, 203

Grundsätzlich verstehe ich Deine Freundin nicht! Du schreibst, sie ist aus der Lohnfortzahlung raus, also schon mehr als 6 Wochen krank. Da könnte sie darüber hinaus große Probleme mit ihrer Krankenversicherung bekommen!was die Fahrt mit dem Bus zu den Eltern betrifft, ist das grenzwertig. Bestimmte Dinge darf man oder werden geduldet. Steht im Arbeitsrecht, musst mal googeln, oder besser die Freundin.

Antwort
von Kandahar, 157

Wenn sie wegen eines Autounfalles wochenlang psychische Probleme hat, dann ist sie offensichtlich nicht geeignet beruflich zu fahren. Ebenso finde ich es mehr als befremdlich, dass sie in dieser Zeit wochenlang in Urlaub fährt. Ich finde, die Kündigung ist gerechtfertigt.

Kommentar von Familiengerd ,

Ebenso finde ich es mehr als befremdlich, dass sie in dieser Zeit wochenlang in Urlaub fährt.

Den Besuch bei der Mutter kann man wohl kaum als das klassische "In-den-Urlaub-fahren" bezeichnen!

Ich finde, die Kündigung ist gerechtfertigt.

Das magst Du ja so "finden" - ist sie aber nicht! Mit welcher Begründung sollte sie denn wohl "gerechtfertigt" sein?!?

Antwort
von Wuestenamazone, 121

Also manchmal fehlen mir die Worte. Du kannst doch nicht wenn du krankgeschrieben bist in Urlaub fahren. Die Kündigung ist absolut gerechtfertigt.

Kommentar von Familiengerd ,

Die Antwort ist schlichtweg Unsinn!

Ob man während einer Erkrankung verreisen kann/darf, hat alleine mit der Art der Erkrankung zu tun.

Während des Bezugs von Krankengeld ist dafür aber die Genehmigung der Krankenkasse erforderlich, die ohne ihre Zustimmung die Krankengeldzahlung einstellen kann.

Die Kündigung ist absolut gerechtfertigt.

Das ist sie - zunächst einmal - absolut nicht!!

Kommentar von Wuestenamazone ,

Warum kommentierst du eigentlich immer mich? Hast du ein Problem? Lass mich in Ruhe da sind noch 5 oder 6 die das gleiche geschrieben haben aber da seh ich kein Kommentar. Also lass mich bitte in Ruh und mecker bei einem anderen rum ja? Es nervt

Kommentar von Familiengerd ,

Warum kommentierst du eigentlich immer mich?

Auch das ist schlichtweg Unsinn! Andere Unsinns-Antworten sind auch kommentiert!

Ich gebe nicht zu allem eine Antwort - oder nicht direkt; aber wenn ich Unsinn lese, dann benenne ist ihn: und Deine Antwort ist Unsinn!

Also lass mich bitte in Ruh und mecker bei einem anderen rum ja? Es nervt

Ich kommentiere, was ich kommentieren will, ob es Dir passt oder nicht!

Es nervt

Das denke ich auch, wenn ich den Quatsch in den meisten Antworten hier lese.

Kommentar von Wuestenamazone ,

Dann les nicht. Du schleichst ständig rum und meckerst. Aber an mir. Lies mal die anderen Antworten. Wie spärlich da der Kommentar ausfällt. Aber meiner ist immer ausführlich. Wenn du mich nicht leiden kannst les meine Antworten einfach nicht.

Kommentar von Familiengerd ,

Du nimmst Dich ganz entschieden zu wichtig, wenn Du meinst, ich hätte es "auf Dich abgesehen"!  :- )

Kommentar von heidemarie510 ,

Genauso war meine Antwort auf diese Frage auch zu verstehen!

Antwort
von Virginia47, 116

Es ist ein Irrglaube, dass man während der Krankschreibung nicht gekündigt werden darf.

Wenn sie krank ist, hat sie alles zu tun, um die Genesung voranzutreiben. Und dazu gehört nicht unbedingt Urlaub in Polen.

Kommentar von Familiengerd ,

Und dazu gehört nicht unbedingt Urlaub in Polen.

Die Fahrt zur Mutter in Polen kann man wohl kaum als das klassische "In-den-Urlaub-fahren" bezeichnen!

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