Frage von isabell93, 90

Kündigung wegen Schwangerschaft in der Probezeit?

Hallo ! Ich habe am 1.6.2016 meine neue Stelle angetreten. Der Vertrag geht bis August 2018, aber meine Chefin meinte dass er aufjedenfall länger geht und dass sie ab diesem Jahr nur noch befristete Verträge rausgeben können. Ich habe 6 Monate Probezeit. Nun habe ich die Befürchtung schwanger zu sein. Kann ich gekündigt werden? Oder steh ich im Mutterschutzgesetz?

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Antwort
von peterobm, 51

schätze, da greift der Mutterschutz unabhängig der Probezeit. Ein befristeter Arbeitsvertrag behält aber volle Gültigkeit. 

Kommentar von Familiengerd ,

schätze

Warum so "vorsichtig"? ;-)

Kommentar von peterobm ,

wenn ich mir die anderen Kommis so ansehe ...

Kommentar von DarthMario72 ,

Davon sind die meisten leider völlig falsch.

Antwort
von elismana, 35

Sobald du deinen AG über die Schwangerschaft in Kenntnis setzt, greift das MuschG. Dieses beinhaltet auch den Kündigungsschutz und greift auch in der Probezeit.

Antwort
von DarthMario72, 11

Grundsätzlich darf der AG innerhalb der Probezeit ohne Angabe von Gründen mit einer Frist von zwei Wochen kündigen.

Aber sobald du schwanger bist und deinen AG darüber informiert hast, greift das Mutterschutzgesetz - auch in der Probezeit.

Antwort
von carn112004, 9

Eine Kündigung ist nur möglich, solange deine Chefin nichts von deiner Schwangerschaft weiß; dann ist Kündigung in der Probezeit jederzeit ohne Grund möglich.

Sobald du ihr die Schwangerschaft mitgeteilt hast, ist eine Kündigung nicht mehr möglich; und Kündigungen bis zu 2 Wochen vor der Mitteilung der Schwangerschaft sind unwirksam. Dieser Kündigungsschutz endet erst 4 Monate nach der Entbindung.

(Hieße, wenn sie dir heute kündigen würde, könntest du noch 2 Wochen vergnügt zu Arbeit gehen und dann um 16:59 zu ihr sagen: "Ätsch, bin schwanger, ich komme also morgen trotzdem zu Arbeit"; klug ist so ein Verhalten aber nicht unbedingt)

Dieser Kündigungsschutz kann höchstens bei extremen Fehlverhalten deinerseits umgangen werden, also z.b. wenn du  ernsthaft klaust, prügelst oder andere dem Vertrauensverhätnis extrem abträgliche Dinge tust.

Dieser Kündigungsschutz hat ferner keinerlei Wirkung hinsichtlich des Endes eines befristeten Vertrages; also wenn dein Vertrag innerhalb der Schutzfristen endet, gibt es keine Pflicht für deine Chefin, dir einen Folgevertrag anzubieten.

Gemäß Gesetz "solltest" du übrigens deine Schwangerschaft bald mitteilen; wenn du das aufschiebst, passiert dir aber auch nichts schlimmes, aber deine Chefin kann dann natürlich auch keine Rücksicht auf deine Schwangerschaft nehmen, womit es vor allem von deiner Tätigkeit abhängig ist, ob und wann du es mitteilen solltest, besser früher als später.

Eine mündliche Mitteilung genügt zwar, sollte aber den voraussichtlichen Tag der Entbindung umfassen und die Chefin kann die Vorlage eines Zeugnisses eines Arztes oder einer Hebamme verlangen, dass du auch wirklich schwanger bist; dafür genügt meines Wissens der Mutterpass, kann aber auch anders schriftlich seitens des Arztes erfolgen.

@Familiengerd: gut, dass irgendwer die ganzen falschen Antworten korrigiert

Antwort
von RobertLiebling, 37

§ 9 MuSchG gilt auch während der Probezeit.

Im Gesetz stehst Du nicht - da werden eher selten Personen namentlich genannt. Trotzdem ist es für Dich anwendbar.

Antwort
von Fairy21, 42

Du kannst jederzeit in der Probezeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. 

Für den Mutterschutz muss erstmal zweifelsfrei feststehen das du schwanger bist, sprich einen Mutterpass hast , und deine Chefin muss es dann natürlich auch wissen. 

Kommentar von Familiengerd ,

Du kannst jederzeit in der Probezeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

Aber nicht bei Schwangerschaft!!

Kommentar von Halbammi ,

dafür muss dem Arbeitgeber die Schwangerschaft auf erstmal bekannt sein. Das ist hier nicht der Fall.  Dennoch hast Gerd Recht. Wenn man Schwanger ist greift der Kündigungsschutz auch in der Probezeit. 

Die Befristung bleibt aufrecht erhalten.

Ausnahme: die Arbeitnehmerin hat die Schwangerschaft bei Einstellung verschwiegen.

Kommentar von Familiengerd ,

Ausnahme: die Arbeitnehmerin hat die Schwangerschaft bei Einstellung verschwiegen.

Das trifft grundsätzlich nicht zu - logischerweise auch in Zusammenhang mit der Regelung, dass auf die unerlaubte Frage nach einer Schwangerschaft rechtsfolgenlos wahrheitswidrig geantwortet werden darf.

Eine Ausnahme davon ist dann gegeben, wenn die Schwangerschaft ein objektives Einstellungshindernis darstellen würde (z.B. wegen Gefährlichkeit der Arbeit für Mutter und Ungeborenes).

Ansonsten: Danke für die Unterstützung.

Kommentar von DarthMario72 ,

Ausnahme: die Arbeitnehmerin hat die Schwangerschaft bei Einstellung verschwiegen.

Das beleg mir mal bitte. In den allermeisten Fällen ist eine Frage des AG nach einer Schwangerschaft nicht zulässig und die potenzielle AN'in darf daher auch lügen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Ob es ratsam ist, ein Arbeitsverhältnis so zu beginnen, steht aber auf einem anderen Blatt...

Antwort
von Harkness1995, 43

Du kannst auch grundlos und angabenlos jederzeit in der Probezeit gekündigt werden! Außer es ist eine Kündigungsfrist auch in der Probezeit im Vertrag vermerkt z.B. 2 Wochen vorher also bevor er dich kündigt muss er dich davon in Kenntnis setzten.

Kommentar von Familiengerd ,

Das ist falsch!

Bei Schwangerschaft ist eine Kündigung auch in der Probezeit nicht erlaubt.

Die Schwangerschaft ändert aber nichts am Ende eines befristeten Arbeitsverhältnisses!

Warum macht Su Dich nciht kundig, bevor Du einfach etwas offensichtlich "aus dem hohlen Bauch heraus" falsch beantwortest?!?!

Kommentar von Harkness1995 ,

Nach meinem Wissensstand ist Schwangerschaft kein Grund für eine Aufhebung der Kündigung in einer Probezeit!

Aber schreib doch dies in die Antworten anstatt alle hier anzugehen! Denn 1. hätte dies der Fragesteller auch tun können und 2. bin ich kein Jurist!

Kommentar von Familiengerd ,

Dann ist Dein "Wissensstand" falsch!

Ich habe falsche Antworten kommentiert, so weiß jeder falsch Antwortende jetzt Bescheid, was kaum der Fall wäre, hätte ich selbst geantwortet - was auch nicht notwendig ist, weil es schon richtige Antworten gibt und die Fragestellerin jetzt die richtigen von den falschen auch unterscheiden kann!

Ansonsten: Es lag mit ferne, Dich "persönlich" anzugreifen.

Kommentar von DarthMario72 ,

Das ist falsch. Auch in der Probezeit gilt das MuSchG.

Außer es ist eine Kündigungsfrist auch in der Probezeit im Vertrag vermerkt

Auch das ist falsch. Fristlos nur in der Ausbildung, ansonsten - gerade dann, wenn nichts arbeits- oder tarifvertraglich geregelt ist (!) - gilt immer die Frist von zwei Wochen.

Antwort
von Tine199, 54

In der Probezeit kannst du jeder Zeit gekündigt werden. Da hilft meiner Meinung nach auch keine schwangerschaft. Würde es an der arbeit auch nicht gleich erzählen wenn du schwanger bist. Es sei denn die Tätigkeit kann der Schwangerschaft schaden.

Kommentar von Familiengerd ,

Da hilft meiner Meinung nach auch keine schwangerschaft.

Deine "Meinung" ist da zum Glück völlig irrelevant - und außerdem auch falsch!

Bei Schwangerschaft ist eine Kündigung auch in der Probezeit nicht erlaubt.

Die Schwangerschaft ändert aber nichts am Ende eines befristeten Arbeitsverhältnisses!

Warum macht Du Dich nicht kundig, bevor Du einfach etwas offensichtlich "aus dem hohlen Bauch heraus" falsch beantwortest?!?!

Kommentar von Tine199 ,

Ich hab kein Problem damit, wenn man mich eines besseren belehrt, aber muss dass auf so eine Art sein? 

Kommentar von Familiengerd ,

Ohne Jemandem "persönlich" nahe treten zu wollen (was in dieser Anonymität hier ohnehin schlecht möglich ist):

Ja, manchmal muss das sein, wenn aus Unkenntnis und "Meinung" tatsächlich unsinnig geantwortet wird.

Entweder man weiß etwas, dann gibt man die Antwort nach besten wissen, oder man kann nur spekulieren und "meinen", dann sollte man es bleiben lassen!

Sorry, ich wollte Dich nicht "persönlich" angreifen!

Kommentar von Tine199 ,

Dafür kann man ja zum Glück kommentieren und die Leute verbessern. beim nächsten Mal bin ich schlauer. 

Kommentar von RobertLiebling ,

Gleich zwei falsche Infos in einer Antwort. Respekt!

Tipp: §§ 5 und 9 MuSchG lesen.

Kommentar von Familiengerd ,

Bis jetzt 8 Antworten, 5 davon falsch!

Es ist zum sprichwörtlichen "Mäusemelken", wie hier Antworten gegeben werden - ohne sich weiter Gedanken über spezielle Bedingungen zu machen, weil man mal gehört hat, dass in der Probezeit jederzeit ohne Grund gekündigt werden kann!

Kommentar von Tine199 ,

Mir wurde es damals mal so erklärt. Is ja nicht so dass ich mir irgendwelche Antworten ausdenke. Und ich hab auch nicht behauptet 100 prozentig sicher zu sein. Ich war jedenfalls der Meinung, dass Mutterschutz in der Probezeit nicht gilt. Aber wie gesagt, War nur MEINE Meinung.

Kommentar von RobertLiebling ,

Meinungen sind möglicherweise bei Fragen zu Partnerschaftsproblemen u.ä. angebracht, weniger bei Rechtsfragen.

Kommentar von Tine199 ,

Es gibt glaube genug Hinweise von anderen, dass meine Antwort nicht ganz richtig war. Hab ich doch schon eingesehen. Aber dafür bin ich jetzt schlauer und werde auf die frage nie wieder nie wieder ne falsche Antwort geben. ;)

Kommentar von Familiengerd ,

;-)

Kommentar von DarthMario72 ,

Da hilft meiner Meinung nach auch keine schwangerschaft.

Wie gut, dass du das als deine Meinung gekennzeichnet hast. Die ist falsch!

Antwort
von Funny77, 39

Du kannst leider gekündigt werden. In der Probezeit kannst du ohne Angaben von Gründen gekündigt werden, daher können sie dir einfach kündigen und müssen das nicht mal mit der Schwangerschaft in Verbindung bringen. 

Geh am besten erstmal zum Arzt, schau ob du wirklich Schwanger bist, bevor du es überhaupt weißt. Dann kannst du dir immer noch Gedanken darüber machen. Vorher würde ich mich aber deswegen nicht verrückt machen. 

Kommentar von Familiengerd ,

Das ist völlig falsch!

Bei Schwangerschaft ist eine Kündigung auch in der Probezeit nicht erlaubt.

Die Schwangerschaft ändert aber nichts am Ende eines befristeten Arbeitsverhältnisses!

Warum macht Du Dich nicht kundig, bevor Du einfach etwas offensichtlich "aus dem hohlen Bauch heraus" falsch beantwortest?!?!

Kommentar von DarthMario72 ,

daher können sie dir einfach kündigen und müssen das nicht mal mit der Schwangerschaft in Verbindung bringen.

Das ist falsch. Auch in der Probezeit greift das MuSchG.

Antwort
von Amoremia, 41

Du stehst im Mutterschutzgesetz. Die dürfen dir nicht kündigen

Antwort
von Fairy21, 18

Familiengerd

 Bezüglich zu deinem Kommentar.

Dazu muss die Chefin erstmal wissen das sie schwanger ist. 

Kommentar von RobertLiebling ,

Laut Überschrift hat die Fragestellerin Angst, wegen der Schwangerschaft gekündigt zu werden. Da setze ich voraus, dass dem Arbeitgeber die Schwangerschaft bekannt sein muss.

Kommentar von peterobm ,

es gibt die Mitteilungspflicht seitens der MA d.h. unverzüglich, die Schwangerschaft und der zu erwartende Geburtstermin reichen, notfalls eine Kopie des Mutterpasses

oben steht nur was von Befürchtung, also es KANN sein dass ..

Kommentar von Familiengerd ,

@ peterobm:

es gibt die Mitteilungspflicht seitens der MA

Das ist ncihh richti.

Die entsprechende Bestimmung des Mutterschutzgesetzes MuSchG ist eine "Soll"-, keine "Muss"-Bestimmung.

Ist die Tatsache der Schwangerschaft für den Job zunächst bedeutungslos (was Gesundheitsgefährdung für Mutter und Kind angeht), besteht keine Notwendigkeit der Mitteilung.

Die Bestimmungen zum Schutz der Schwangeren können ansonsten selbstverständlich nur beachtet werden, wenn die Schwangerschaft dem Arbeitgeber auch bekannt ist.

Kommentar von Familiengerd ,

Das ist ncihh richti.

Muss heißen: "Das ist nicht richtig."

(Mir fehlte Licht auf der Tastatur!)  ;-)



Kommentar von Familiengerd ,

@ Fairy21:

Das ist selbstverständlich richtig.

Aber auch nach Ausspruch einer Kündigung muss diese vom Arbeitgeber zurück genommen werden, wenn die Schwangere ihm die Tatsache der Schwangerschaft innerhalb von 14 Tagen nach Ausspruch der Kündigung mitteilt.

Das Kündigungsverbot gilt übrigens nicht, wenn die Gekündigte erst nach der Kündigung Schwanger geworden ist.

Antwort
von webya, 44

in der Probezeit kann dir gekündigt werden. 

Kommentar von Familiengerd ,

Aber nicht bei Schwangerschaft!!

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