Frage von Naraco, 97

Kündigung wegen Frage nach neuen Arbeitszeiten rechtmäßig?

Soeben erhielt meine Lebensgefährtin die Kündigung. Vor einer Woche fragte sie ob es nicht möglich wäre neue Arbeitszeiten, vormittags, zu bekommen um die Betreuung der Tochter besser zu gewährleisten. Der Arbeitgeber meinte das er sein möglichstes tut es aber nicht versprechen kann. Ein paar Tage später wurde ihr gesagt das es so leider nicht möglich ist. Heute erhielt sie nun die Kündigung da die Vertraglich vereinbarte Arbeitszeit vormittags nicht ausreicht.

Ist dies nun Rechtens? Muss sie eine Sperre (ALG) wegen selbstverschuldeter Kündigung befürchten?

*Zusatz - Der Arbeitgeber suchte bereits Gestern, also vor der Kündigung, per Beitrag in sozialen Netzwerken nach einer neuen Kraft gesucht

Antwort
von Interesierter, 33

Wenn für das Arbeitsverhältnis das Kündigungschutzgesetz gilt, ist diese Kündigung sicherlich nicht rechtens. Ihr könntet mit einer Klage dagegen vorgehen. Dabei solltet ihr euch aber beeilen, da die 3-Wochen-Frist mit dem Zugang der Kündigung zu laufen beginnt.

Falls deine Freundin noch in der Probezeit ist oder es sich um einen Kleinbetrieb mit weniger als 10 Beschäftigten handelt, sieht es schlechter aus, da hier das Kündigungsschutzgesetz keine Anwendung findet.

Mit einer Sperre muss sie nicht rechnen, da sie weder ihre arbeitsvertraglichen Pflichten verletzt, noch selbst gekündigt hat.

Antwort
von DerHans, 27

Wenn der Betrieb eben eine Kraft für Nachmittag braucht, ist eine Kündigung aus betrieblichen Gründen ohne weiteres möglich, wenn sie lieber vormittags arbeitet.

Da muss der Betrieb ja jederzeit mit einer Kündigung ihrerseits rechnen.

Und "reisende Leute" will man nicht aufhalten.

Kommentar von Naraco ,

Auch wenn der Betrieb eine weitere Kraft extra für den Vormittagsdienst einstellen wollte? Wohl kaum.

Antwort
von Luke91Nukem, 50

Kann mir nicht vorstellen, dass das rechtens ist.. sie hat sich ja nichts zu schulden kommen lassen, sondern lediglich nachgefragt.

Außerdem sollte es einem Arbeitgeber ja wohl möglich sein, einen Vertrag abzuändern. Ich würde damit mal ggf. (je nachdem was hier noch geschrieben wird) aufs Arbeitsgericht wandern und das untersuchen lassen

Antwort
von napo01, 42

Ich würde damit zum Fachanwalt für Arbeitsrecht gehen und eine Kündigungsschutzklage einreichen. Du hast max. 14 Tage Zeit diese Klge einzureichen und der Kündigung zu widersprechen.

Meiner Meinung nach hat die Kündigung keinen Bestand. Auch solltet Ihr das Stellenangebot des Arbeitgebers mit Datum zum Rechtsanwalt mitnehmen.

Aber selbst wenn Ihr gewinnt oder er die Kündigung zurück nimmt. Es wird kein schönes arbeiten mehr sein.

Trotzdem solltet Ihr es durchziehen.

Kommentar von Interesierter ,

Dies ist aber nur richtig, wenn das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet. Während der Probezeit oder in Kleinbetrieben sieht das etwas anders aus.

Kommentar von napo01 ,

Vielleicht hilft dieser Artikel etwas weiter:( falls es sich um einen kleinen Betrieb handelt)

http://www.finanztip.de/kuendigung-im-kleinbetrieb/

Antwort
von Acis22, 36

Also ich weiss nicht wie es in Deutschland geregelt ist, aber hier in der Schweiz ist dies nur aufgrund dessen nicht möglich

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