Frage von levantin, 75

Kündigung wegen angeblichen Eigenbedarf?

Mein Vermieter hat mir den Mietvertrag wegen angeblichen Eigenbedarf gekündigt. Der Kündigung ging ein kleiner Streit voraus und ich glaube ihm die Eigenbedarf Geschichte nicht. Laut dem mieterschutzbund hätte seine Kündigung unter anderem auch den Namen der Person und dad Verwandtschaftsverhältnis enthalten müssen..Dem ist aber nicht so. Könnte ich nun einfach 2 - 2 1/2 Monate warten jnf ihn dann darauf hinweisen , dass seine Kündigung nicht 'rechtmäßig 'ist und ich nur bei einer laut Gesetz richtig formulierten Kündigung ( nach der erneuten Kündigungsfrist )ausziehe?

Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 51

Namen und Daten muß der Vermieter nur angeben wenn der Eigenbedarf nicht für sich selbst geltend gemacht werden Soll.

Wenn für sich selbst muß er aber schon genau begründen warum er diese Wohnung benötigt.

Einfach nur

" ... kündige ich wegen Eigenbedarf ...

reicht nicht.

Ich rate auch zu schweigen und dem Vermieter erst kund zu tun das seine Kündigung unwirksam ist wenn er fragt warum Du nicht ausziehst.

Du mußt  aber ganz sicher sein das die Kündigung unwirksam ist.

Antwort
von WhoozzleBoo, 44

Bei einer Kündigung sollte man immer reagieren, ob sie nun gerechtfertigt ist oder nicht. Ich würde einfach erstmal mit dem Vermieter sprechen und wenn man damit nicht weiterkommt beim Mieterschutzbund um Hilfe bitten. Die werden dir sagen, was man tun kann. Nichts tun und warten ist auf jeden Fall der falsche Weg.

Kommentar von ChristianLE ,

Warum schlafende Hunde wecken? So könnte der Vermieter ja schnell die Kündigung wirksam ändern.

Wenn er hier reagiert, hilft er ja dem Vermieter.

Kommentar von bwhoch2 ,

Auch als Vermieter bin ich grundsätzlich der Meinung, dass schon jeder wissen sollte, was er wie richtig tut. Mietrecht ist nicht einfach und Gerichte oft noch viel schwieriger. So würde ich mir niemals zutrauen, eine Eigenbedarfskündigung ohne Hilfe von Haus&Grund oder direkt durch einen Rechtsanwalt rechtssicher zu formulieren.

Die Folgen einer schlecht oder falsch formulierten Kündigung könnten so teuer werden, dass es von Anfang an besser ist, sich professionell helfen zu lassen.

Das ist am Ende dann auch billiger.

Wer meint, hier zu sparen, spart am falschen Platz. Lass Deinen "sparsamen" Vermieter einfach auflaufen.

Antwort
von ChristianLE, 55

Laut dem mieterschutzbund hätte seine Kündigung unter anderem auch den Namen der Person und dad Verwandtschaftsverhältnis enthalten müssen

Korrekt! Die Kündigung ist somit unwirksam.

Könnte ich nun einfach 2 - 2 1/2 Monate warten jnf ihn dann darauf hinweisen , dass seine Kündigung nicht 'rechtmäßig 'ist und ich nur bei einer laut Gesetz richtig formulierten Kündigung ( nach der erneuten Kündigungsfrist )ausziehe?

Ich würde das so machen. Vielleicht würde ich auch gar nicht reagieren.

Eine Kündigung ist ja immerhin nur eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung, auf die Du gar nicht reagieren musst.

Niemand kann Dich zwingen, den Vermieter auf seine Fehler hinzuweisen.

Antwort
von MAB82, 53

Vielleicht hilft das hier weiter:

http://www.mietrecht.org/eigenbedarf/eigenbedarfskuendigung-widerspruch/#2-Inhal...

Dort werden Fristen und Vorgehen genau erklärt. Es könnte m.E ein kleines Risiko darstellen, einer Kündigung nicht fristgemäß zu widersprechen aufgrund von formalen Fehlern. Da sollte mal mindestens ein Anwalt zu rate gezogen werden.


Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Mietrecht, 27

Könnte ich nun einfach 2 - 2 1/2 Monate warten jnf ihn dann darauf hinweisen , dass seine Kündigung nicht 'rechtmäßig 'ist und ich nur bei einer laut Gesetz richtig formulierten Kündigung ( nach der erneuten Kündigungsfrist )ausziehe?

Du musst ihn nicht mal darauf hinweisen; sein Pech wenn er nicht weiß, dass die Kündigung unwirksam ist.

Soll er doch zum Anwalt rennen und Lehrgeld zahlen.

Vielleicht rät ihm sein Anwalt sogar von einem weiteren Kündigungsversuch ab, wenn er mitbekommt, was der der eigentliche Kündigungsgrund ist.

Expertenantwort
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 24

Du hast richtig erkannt, dass die EBK unwirksam ist. Deshalb nicht drauf reagieren, einfach Schweigen. Keinesfalls den V. belehren, du hättest flux die formell korrekte EBK im Briefkasten. Es besteht keinerlei Verpflichtung für Mieter, den Vermieter zu befähigen.

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