Frage von rathi59, 65

Kündigung vor Rente?

Hallo,vielleicht weiss jemand bescheid oder ist selber davon betroffen. Wie ist es wenn mann 18 monate vor der Rente gekündigt wird,aber in Absprache vom Chef,so das man keine Sperrzeit beim Arbeitsamt bekommt

Antwort
von Zumverzweifeln, 42

Entweder beantragst du jetzt die Rente mit Abzügen (da musst du dich bei der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen-

Oder du bist arbeitslos und stehst für eine neue Stelle zur Verfügung. 

Antwort
von petrapetra64, 16

Wenn das mit der Kündigung so klappt, dann gibt es wirklich keine Sperrzeit. Allerdings gibt es beim Arbeitslosengeld das Problem. Allerdings prüfen die die Rechtmaessigkeit der Kündigung (bei größeren Unternehmen mit Sozialplan) und verlangen die Klage gegen die Kündigung, wenn das Aussicht auf Erfolg hat. 

 Und zwar kann man ja die Rente mit Abschlägen bis zu 3 Jahre früher beantragen. (bei 45+ Jahren kann man 2 Jahre früher ohne Abschlag gehen). 

Wenn man arbeitslos ist, dann verlangt das Amt leider von einem, dass man einen Rentenantrag stellt, auch mit Abschlägen (lebenslang). Ansonsten wird die Zahlung eingestellt. 

Das ist unheimlich bescheuert meiner Meinung nach, aber leider derzeit geltendes Recht. Im Ernstfall bedeutet das ggf. wenn dir noch ein paar Monate fehlen zur vollen Rente (mit 45 Arbeitsjahren), dass du dann entweder monatelang kein Geld vorher erhältst oder eben mit über 10 % Abschlägen in Rente gehen musst. 

Das gilt auch, wenn die Person nachher Grundsicherung beantragen muss, wenn durch den Abschlag das Geld nicht mehr ausreicht. 

Lass dich auf alle Fälle gut beraten (sag halt, eine Kündigung steht wegen Arbeitsmangel im Raum.).

Kommentar von rathi59 ,

Danke mal..Nur eines verstehe ich nicht...Das mit den 45+...2jahre früher...?Ich habe nächstes jahr im November 45 Jahre voll.

Antwort
von floppydisk, 50

wenn du gekündigt wirst, gibt es keine sperrzeit - nur wenn du dich durch eigenes "verschulden" in die arbeitslosigkeit entlässt. also durch fristlose kg aufgrund eines vorfalls, eigenkündigung oder einvernehmliche aufhebung.


Kommentar von rathi59 ,

ja das ist mir schon bekannt,aber mir geht es darum ob jemand weiss wie es kurz vor der Rente istß Aber Danke für die Antwort

Kommentar von Hardy3 ,

Google mal nach dem Begriff "Zwangsverrentung". - die gibt es nämlich für Hartz-IV--Empfänger, die älter als 63 sind. 

Die Regierung plant eine Lockerung dieser Regel, wenn man dadurch Unters Grundeinkommen rutscht, aber das ist noch nicht beschlossen. 

Kommentar von kevin1905 ,

Erstmal hätte der Mensch Anspruch auf ALG I, bevor wir über ALG II reden.

Antwort
von Konrad Huber, 18

Hallo rath59,

Sie schreiben:

Kündigung vor Rente?

Hallo,vielleicht weiss jemand bescheid oder ist selber davon betroffen. Wie ist es wenn mann 18 monate vor der Rente gekündigt wird,aber in Absprache vom Chef,so das man keine Sperrzeit beim Arbeitsamt bekommt

Antwort:

Sobald Ihnen von Ihrem Arbeitgeber die schriftliche Kündigung vorliegt, marschieren Sie damit schnellstmöglich zu Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit und beantragen selbstverständlich ALG 1!

Ihr zuständiger Sachbearbeiter wird Sie dann weiter beraten, wie es weitergeht!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Kommentar von rathi59 ,

Herzlichen Dank für die Antwort.Es geht bei mir darum..ich wurde versetzt,ich schaffe im Einzelhandel.Da ich weder Auto noch Führerschein besitze und auf den Bus oder Taxi angewiesen bin,weiss ich mir keinen Rat mehr.Die Arbeitsstelle ich 28 km weiter weg,die Monatskarte für den Bus kostet 109 €.Wir schaffen in der Wechselschicht,also früh oder Spät .In der Spätschicht habe ich keinerlei Möglichkeiten nach Hause zu kommen,also kommt ein Taxi.Ich habe ein Preis ausgehandelt von 30 € pro fahrt und das mal sechs =180€ in der Woche.Und Spätschicht hat man in der Regel alle 14Tage.Also habe ich eine Gesamtsumme von 470€.Deswegen dachte ich das ich mich mit meinem Chef einige das er mich kündigt.Ich gehe genau am 01.04.2018 in Rente .

Kommentar von petrapetra64 ,

Dann kannst du mit Abschlägen schon in Rente gehen, das wird das Arbeitsamt von dir erwarten. 

Kommentar von Konrad Huber ,

Natürlich macht so ein Arbeitsverhältnis in der Praxis nur dann einen Sinn, wenn unter dem Strich auch wirklich etwas "Positives" dabei rauskommt!

Wenn Sie der Arbeitsagentur gegenüber eine schriftliche Kündigung des Arbeitgebers mit entsprechender Begründung vorlegen, sollte es keine Probleme mit dem ALG 1 geben!

Im Zweifelsfall lassen Sie sich vom VDK oder von einem anderen Sozialverband (auch Gewerkschaft-Mitgliedschaft) entsprechend beraten, damit Sie in keine Falle tappen und keine finanziellen Nachteile erleiden!

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/258148/publica...

http://www.erwerbslos.de/images/stories/dokumente/rechtshilfen/zwangsverrentung_...

http://www.erwerbslos.de/images/stories/dokumente/rechtshilfen/zwangsverrentung_...

Das Thema Zwangsverrentung kommt eigentlich erst im Zusammenhang mit ALG II, kann aber durch entsprechende Vorgehensweisen abgewehrt werden, denn die Rechtssprechung hierzu steht auf wackeligen Beinen!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von Charlybrown2802, 35

das hat nichts damit zu tun, ob du kurz vor der rente stehst

Antwort
von webya, 15

Dann beantragst du ALG1 und danach gehst du in Rente.

Antwort
von Dickie59, 15

Hallo,

die Wartezeiterfüllung wird um die Monate für frühere renten ausgesetzt und nicht mitgezählt, kann zu höheren Abzügen führen.

Beste Grüße

Dickie59

Antwort
von Jewiberg, 28

Ich eürde das in keinem Fall machen. Grade die letzten Jahre sind zur Berechnung der Rentenhöhe wichtig.

Kommentar von Hardy3 ,

Die letzten Jahre sind nicht wichtiger als die anderen, die Höhe der Rebte ergibt sich aus der Zahl der erworbenen Rentenpunkte. Man bekommt nicht mehr oder weniger Rentenpunkte für die eingezahlten Beiträge.

Kommentar von kevin1905 ,

Entscheidend ist der Bruttoverdienst im Verhältnis zum Gesamtbrutto aller Versicherten (36.267,- €)

Wenn der Verdienst gleich bleibt, aber der Durchschnitt im nächsten Jahr steigt, ist das gleiche Gehalt weniger wert im Bezug auf die Rente.

Deine Aussage stimmt für das Anlagesystem bei einer privaten oder betrieblichen Vorsorge, nicht aber im gesetzlichen Umlageverfahren.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten