Frage von Bumblebee7,

Kündigung und Krankengeld

Hallo... ich habe soeine ähnliche Frage schonmal gestellt.Ich brauche bitte einen Rat, wie ich mich am besten verhalten kann. Ich bin jetzt ca. seit 4 Wochen krankgeschrieben wg. Burnout und Depressionen. Krankengeld habe ich beantragt, da die Krankmedlung weiterlaufen wird...um einen stat. Klinikaufenthalt haben mein Hausarzt und ich uns auch gekümmert, bin angemeldet, habe aber noch keinen Termin erhalten. Also ich habe alles zur Selbsthilfe in die Wege geleitet, auch wenn es schwer ist sich in dieser Situation aufzuraffen...Ich arbeite in einem grossen Unternehmen und möchte auf keinen Fall in meine Abteilung zurück, war auch beim Personalrat um mich zu erkundigen ob man mich versetzten kann. Das Gespräch war ziemlich erfolgslos, es wurde darauf gedrängt mir nach der Therapie einen anderen Arbeitsplatz zu suchen, "in meinem Interesse"... Ich möchte nun gerne einen Auflösungvertrag machen. Oder kündigen. Das ich eine Arbeitsamtsperre kriege weiss ich, das ist mir egal. Nur was ist dann mit dem Krankengeld? Nun die wichtigste Frage: Kriege ich weiter Krankengeld obwohl ich gekündigt habe? Habe ich evtl Chancen das ich nach dem Krankengeld doch arbeistlosen Geld bekomme, weil ich auf Grund von Krankheit kündigen musste? Bitte nur Antwort geben wer sich wirklich auskennt, es ist mir sehr wichtig,danke!

Vielen Danke

Hilfreichste Antwort von Brauer0105,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn du es ganz genau wissen möchtest, das vergesse den Aufhebungsvertrag und die eigenständige Kündigung! Du hast nach 6 Wochen Krankheit erst Anspruch auf Krankengeld, solange muß der Arbeitgeber dein Gehalt weiter zahlen. Mach in aller Ruhe deine Therapie und dich auch in dieser Zeit weiter Krank schreiben. Das ist ganz wichtig!!!!! Im Therapiezentrum oder Klinik (wo auch immer du sie machst, gibt es Sozialarbeiter die dich beraten können und werden)! War einmal in einer ähnlichen Situation, wurde dann irgendwann "Ausgesteuert"! Das heißt, hatte auch keinen Anspruch mehr auf Krankengeld, mein damaliger Arbeitgeber hatte mir dann gekündigt und ich hatte auf andere Leistungen Anspruch! Auf keinen Fall, einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, bitte bitte nicht! Unterschreibst du ihn, kannst du evt. Ansprüche beim Arbeitgeber vor Gericht nicht mehr geltend machen! Denke jetzt an dich und deine Therapie, alles andere wird sich zu gegebener Zeit von selbst regeln! Gute Besserung!!!! P.S.: die Arbeitgeber versuchen dich mürbe zu machen, damit sie aus dem Schneider sind! nicht darauf einlassen

Kommentar von Bumblebee7,

Auch dir vielen Dank. Ich bekomme ab nächste Woche Krankengeld, ich hoffe es zumindest...ist alles schon abgeschickt. Kann die Krankenkasse es einem verweigern? Ich habe doch ein Recht drauf oder?...Ich mache mir immer so grosse Gedanken, das hindert einen sich auf sich selbst zu konzentrieren :-( Und die Kasse macht jetzt schon Druck dass sie sich bei mir melden, nach dem Klinikaufenthalt. Ich will unbedingt gekündigt werden..nur ich kann ja nachdem die Krankmeldung irgendwann ausläuft nicht einfach nicht zur Arbeit gehen, wenn sich bis dahin nichts ergeben hat oder?...

Kommentar von PillepalleInsel,

Menschenskind, mach Dich nicht so verrückt! Du bist im Recht und die Firma versucht gemeinsam mit dem "Personalrat" eine linke Tour mit Dir. So einfach ist es! Vielleicht wäre ein Gespräch mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht tatsächlich das Sinnvollste. Kopf hoch, die können Dir nix!

Kommentar von Brauer0105,

Die Krankenkasse kann es dir nicht verweigern, denn du bist in ärztlicher Behandlung! Du bekommst dein Krankengeld! Kann ich gut verstehen das du dir Gedanken machst, ist in dem Punkt aber nicht nötig. Wenn du wilst, das dein Arbeitgeber dir kündigt, dann lässt du dich nach dem Klinikaufenthalt weiter Krank schreiben. Zögere die Therapie solange wie möglich raus! Allerdings, bekommt man nicht nach 6 Wochen erneut Krankengeld wenn es sich um die gleiche Erkrankung handelt! Wenn du Fragen hast, melde dich!

Kommentar von Brauer0105,

Hallo Bumblebee, vielen Dank das Du meine Antwort als die "Hilfreichste" bewertet hast!

Antwort von PillepalleInsel,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Nicht kündigen, egal was der Personalrat (übrigens, komischer Rat von denen...) sagt! Wenn die Firma Dich loswerden will, soll sie Dir selbst kündigen! Dann hältst Du alle Trümpfe in der Hand, auch arbeitsrechtlich.

Antwort von David4711,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich hatte dasselbe Problem, nur war ich ein halbes Jahr lang krankgeschrieben, bevor ich (ohne Sperre vom Amt, mit Attest vom Arzt) gekündigt habe. Kündige nicht, denn das Krankengeld ist mehr als das Arbeitslosengeld. Werde erstmal gesund, du würdest auch keine Sperre bekommen, wenn du das Attest vom Arzt beim AA vorlegst. Solange du krankgeschrieben bist, erhälst du gar nichts vom AA, da du nicht vermittelbar bist.

Kommentar von Bumblebee7,

Vielen Dank

Antwort von Ytopra,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo Bumblebee 7, kündige bloß nicht. Warte erst mal ab, Du mußt jetzt gar nicht handeln. Erst mal bekommst Du noch Dein Gehalt und dann Krankengeld. Frag bitte bei Deiner Krankenkasse nach, wie lange Du es bekommst. Ich hatte vor zwei Jahren auch Burnout und Depressionen. Ich war 8 Wochen zu Hause deswegen. Habe in der Firma dann die Stelle gewechselt. Bitte kündige bloß nicht, das wäre gar nicht gut. Viel Glück

Kommentar von holger2270,

Genau, das musst Du nicht jetzt entscheiden. Lass Dir Zeit, nimm dein Recht auf Lohnfortzahlung und Krankengeld in Anspruch und entscheide, wenn es Dir wieder besser geht. Vielleicht beginnst Du irgendwann auch in einer Wiedereingliederungs-Massnahme, also zunächst mal in Teilzeit, was sich dann mit deer Zeit wieder auf Vollzeit erhöht. Das kann jetzt noch keiner wissen. Es geht hier um Dich, die Firma kommt schon klar, die sollen Dich mal solange am A.. le...., bis Du irgendwann wiederkommst. Nicht jetzt entscheiden!

Kommentar von Bumblebee7,

Vielen Dank...das Problem is das der Personal Rat gesagt hat, ich müsste mich eigenständig um eine neue Stelle kümmern. Und die nehmen mich sowieso nicht, wenn die erfahren das ich wiedereingegliedert werden muss und solange krank war. Das hat mich noch mehr runter gezogen...ich will wenn meine Krankmeldung nach dem Klinikaufenthalt ausläuft nicht in meine Abteilung zurück, auf keinen Fall. Und kündigen werden die mich auf meine Bitte bestimmt nicht, könnte ja hinterher sagen es war nicht rechtens...Ich habe in den 3 Jahren dort schon so eine schlechte Personalpolitik gesehen und erlebt, das ich dort eigentlich weg will, bin am Ende meiner Kräfte...

Kommentar von PillepalleInsel,

Mal ganz im Vertrauen: Euer Personalrat steht entweder feste unter dem Arbeitgeberpantoffel oder ist ein nutzloser Pfeifenverein!

Antwort von wasserschlange,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
  1. nicht selbst kündigen, wie schon mehrfach geschrieben wurde
  2. Krankengeld bekommst Du maximal 78 Wochen (inkl der Gehaltsfortzahlung). Sofern Du wegen der gleichen Krankheit in den letzten drei Jahren bereits arbeitsunfähig warst, werden diese Zeiten mit angerechnet
  3. Die Krankenkasse kann Dir Krankengeld nicht verweigern, Du hast gesetzlichen Anspruch darauf ($ 44 SGB V)
  4. Das Krankengeld beträgt 70 v.H des zuletzt regelmäßig erzielten Engeltes, es darf jedoch 90 v.H. des Nettoentgeltes nicht übersteigen
Antwort von ben230873,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hallo

ich würde auf keinen Fall kündigen. Wenn die Firma Dir einen anderen Job anbieten kann, dann muss sie das eigentlich machen. Wenn schon, dann biete einen Auflösungsvertrag an oder der Betrieb kündigt Dir (mit Abfindung und entsprechenden Vereinbarungen, z.B. gutes Arbeistzeugnis). Wende Dich auf jeden Fall an einen Anwalt. Ich weis, das das in Deiner Situation schwer ist, aber versuch das auf jeden Fall.

Kommentar von Bumblebee7,

Vielen Dank...das Problem is das der Personal Rat gesagt hat, ich müsste mich eigenständig um eine neue Stelle kümmern. Und die nehmen mich sowieso nicht, wenn die erfahren das ich wiedereingegliedert werden muss und solange krank war. Das hat mich noch mehr runter gezogen...ich will wenn meine Krankmeldung nach dem Klinikaufenthalt ausläuft nicht in meine Abteilung zurück, auf keinen Fall. Und kündigen werden die mich auf meine Bitte bestimmt nicht, könnte ja hinterher sagen es war nicht rechtens...Ich habe in den 3 Jahren dort schon so eine schlechte Personalpolitik gesehen und erlebt, das ich dort eigentlich weg will, bin am Ende meiner Kräfte...

Kommentar von ben230873,

Dann aber nur mit Anwalt. Schau, was der für Dich rausholen kann. Das musst Du nicht selber durchfechten.

Antwort von bitmap,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Auf das Krankengeld hat das keinen Einfluss. Das wird weiter gezahlt.

Wenn du krank geschrieben arbeitslos wirst, bekommst du eh erst mal kein ALG, da du ja nicht vermittelbar bist.

Kommentar von Bumblebee7,

Ok danke...und anschliessend? Weisst du wie es weitergeht beim Amt?...Krieg ich eine Sperre, obwohl die Erkrankung mit der Arbeit zu tun hat?Soll ich mich evtl beim Amt erkundigen?...

Kommentar von bitmap,

Lass dir das ärztlich bescheinigen, dass die Erkrankung direkt mit deiner Situation auf Arbeit zu tun hat. Rest siehe Antwort von David4711.

Antwort von suseundstrolch,

auf keinen fall würde ich selbst kündigen, solange ich krankgeschrieben bin.

Kommentar von suseundstrolch,

sorry solange ich krankgeschrieben bin. ist quatsch..

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