Frage von VN1206, 17

Kündigung noch vor Insolvenz, keine Auszahlung des Resturlaubs mehr möglich?

Hallo zusammen, vielleicht kann mir jemand helfen. Ich habe mein Arbeitsverhältnis zum 31.10. gekündigt weil ich einen neuen Job gefunden habe. Mit meinen Vorgesetzten habe ich vereinbart, das ich von meinen 17 Resturlaubstagen noch 10 Tage frei nehme und die restlichen 7 dann ausgezahlt werden. Da noch einiges zutun war und ich auch niemanden direkt im Stich lassen wollte habe ich zugestimmt. Nun bekam ich gestern die Nachricht, dass die Firma Insolvenz beantragt hat und das das laufende Gehalt von der Agentur für Arbeit bezahlt wird. Auf die Auszahlung meiner Resturlaubstage müsse ich aber teilweise oder ganz verzichten. Einerseits bin ich natürlich froh, dass ich rechtzeitig gekündigt habe und wieder eine neue Arbeitsstelle habe aber ich finde es echt eine Unart einen erst zu überreden auf Urlaubstage zu verzichten obwohl man schon genau weiß das man sie nicht auszahlen kann. Kennt sich da jemand aus? Muss ich das jetzt so hinnehmen? Rechtlich gesehen steht mir das Geld ja zu oder nicht?

Würde mich über Antworten freuen. Vielen Dank im Voraus.

Antwort
von ChristelHuber, 12

Du musst deine Forderungen über einen Rechtsanwalt geltend machen. Überleg dir aber vorher, ob sich das finanziell rechnet. Wenn du dieses Geld mit einem Rechtsanswalt erstreitest, dann werden aus der Insolvenzmasse erst die Banken und anderen Gläubiger (diejenigen, die größere Summen bekommen) zufriedengestellt. Die "kleinen" Gläubiger kommen leider immer erst ganz zum Schluß.

Antwort
von augsburgchris, 17

Wenn man dem Arbeitgeber mal korrektes Verhalten und keine Insolvenzverschleppung unterstellt dann wusste er bis gestern auch noch nichts von der Insolvenz. Deine Forderung ist nun geht nun gegen die Insolvenzmasse. Du hast dich bereit erklärt das so zu handhaben. Was willst du da anfechten?  

Kommentar von VN1206 ,

Danke für die Antwort. Ich will ja auch keinem unterstellen es vorsätzlich so gehabdhabt zu haben, so ein Insolvenzverfahren ist natürlich auch kein Zuckerschlecken aber es kommt einem schon etwas komisch vor einen Arbeitnehmer erst dazu zu überreden die Urlaubstage nicht zu nehmen damit man laufende Projekte noch abarbeiten kann. Also bleibt mir nichts anderes übrig als auf das Geld zu verzichten? 

Kommentar von augsburgchris ,

Nein du sollstest es auf jeden Fall als Insolvenzforderung gelten machen. Geht halt dann vermutlich gegen die Masse und je nach dem wieviel dann halt übrigbleibt wird dir der Insolvenzverwalter sagen wieviel du bekommst.

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