Frage von AnnaM95, 45

Kündigung nach Krankheit mit Krankmeldung, geht das?

Hallo mein Name ist Anastasia, ich habe 10 Monate an einer Tankstelle gearbeitet zum größten Teil Nachts, bin krank geworden vor ca 3 Wochen, wurde danach einfach nicht mehr in den Arbeitsplan miteinbezogen habe Tage lang versucht meinen Stationsleiter zur Reder zu stellen heute hat er mich zurück gerufen und mir mitgeteilt dass ich gekündigt bin mit der Begründung dass mein Verhalten nicht kollegial war. In dem Fall handelt es sich doch um eine fristlose Kündigung dar ich nicht mehr arbeiten darf ich habe eine eigene Wohnung bin 20 Jahre alt gehe am Montag in den Urlaub und habe Angst dass meine Existenz den Bach runter geht. Was soll ich tun? Bitte helfen sie mir. Liebe Grüße

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Antwort
von putzfee1, 34

Was hat es mit Unkollegialität zu tun, wenn man krank wird?

Das ist an den Haaren herbeigezogen und kein Kündigungsgrund. Im Übrigen muss eine Kündigung schriftlich erfolgen, eine mündliche Kündigung ist unwirksam.

Geh hin, stell deine Arbeitskraft zur Verfügung, und wenn man dich trotzdem nach Hause schickt, muss dir dein Arbeitgeber trotzdem die Stunden bezahlen, die du laut Arbeitsvertrag machen sollst.

Wenn er das nicht macht, gehst du vors Arbeitsgericht.

Und wenn die schriftliche Kündigung mit der Begründung kommt, reichst du Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht ein.

Kommentar von AnnaM95 ,

Erst mal vielen Dank für deine Antwort, er hat vorhin am Telefon gemeint das er gestern die Kündigung raus geschickt hat mit der Post, ich würde mich noch mal melden sobald diese bei mir angekommen ist.

Kommentar von AnnaM95 ,

Habe ihn auch gerade gefragt "ob ich eine Kündigungsfrist hab von 3 Monaten" er antwortete "Nein Fristlos"

Das kann doch nicht sein dass wenn man krankschrieben ist man angst haben muss seinen Job zu verlieren!

Kommentar von putzfee1 ,

Nein, das ist überhaupt kein Grund für eine Kündigung... schon gar nicht für eine fristlose. Dagegen solltest du unbedingt vorgehen! Lass die das nicht gefallen!

Antwort
von Maximilian112, 17

Auch während der Krankheit besteht für den AG die Möglichkeit eine Kündigung auszusprechen. 

Wegen der Krankheit allerdings weniger.

Wenn der Betrieb nicht mehr als 10 Vollzeitangestellte hat dann besteht auch kein Kündigungsschutz. Heißt, er brauch keinerlei Begründung für eine Kündigung.

Allerdings muß die Frist eingehalten werden. Und die beginnt erst zu laufen, wenn Du die Kündigung im Briefkasten hast.

Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt 4 Wochen zum Monatsende oder zum 15.

Antwort
von BATES, 28

II. Darf der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer wegen der Krankheit kündigen?

Ei­ne ganz an­de­re Fra­ge ist es aber, ob die wäh­rend der Krank­heits­pha­se aus­ge­spro­che­ne Kün­di­gung ge­recht­fer­tigt ist. Bei der Kün­di­gung we­gen der Krank­heit geht es mit­hin um den Grund der Kün­di­gung und da­mit um die Fra­ge, ob die Er­kran­kung als Kün­di­gungs­grund her­hal­ten kann. Die­se ist ei­ne Fra­ge des Kün­di­gungs­schut­zes.

Im An­wen­dungs­be­reich des Kün­di­gungs­schutz­ge­set­zes (KSchG) muss der Ar­beit­ge­ber die Wirk­sam­keit der Kün­di­gung nach den Maß­stä­ben des Kün­di­gungs­schutz­ge­set­zes recht­fer­ti­gen kön­nen. Oh­ne Vor­lie­gen ei­nes per­so­nen­be­ding­ten, ver­hal­tens­be­ding­ten oder be­triebs­be­ding­ten Kün­di­gungs­grun­des kann der Ar­beit­ge­ber da­her nicht wirk­sam kün­di­gen. Wenn ei­ne Kün­di­gung aus­ge­spro­chen wer­den soll, weil der Ar­beit­neh­mer ent­we­der dau­er­haft er­krankt, lang­an­dau­ernd ar­beits­un­fä­hig ist oder häu­fig kurz er­krankt, han­delt es sich um ei­nen Fall der per­so­nen­be­ding­ten Kün­di­gung, die aus krank­heits­be­ding­ten Grün­den aus­ge­spro­chen wird. Wel­che Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sein müs­sen da­mit ei­ne sol­che Kün­di­gung aus Grün­den, die mit der Per­son des Ar­beit­neh­mers zu­sam­men hän­gen, wirk­sam ist, ist un­ter per­so­nen­be­ding­te Kün­di­gung nä­her er­läu­tert.

Quelle: http://www.ra-wittig.de/ratgeber/ratgeber-arbeitsrecht/kuendigung/kuendigung-wae...

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