Frage von ladylenara, 87

Kündigung nach Anforderung eines Zwischenzeugnisses?

Hallo,

ich habe Mitte Mai ein Zwischenzeugnis beantragt, weil ich unter uns gesagt sehr unzufrieden in meiner jetzigen Stelle bin und nicht ewig hier arbeiten möchte. Für mehr Informationen, bitte meine älteren Threads anschauen, danke!

Nach fast zwei Monaten erhalte ich jetzt am kommenden Mittwoch (hoffentlich) das Zeugnis. Jetzt ist mir aber aufgefallen, dass in den letzten beiden Monaten der raue Ton zugenommen hat. Ich habe das Gefühl, die Chefetage ahnt etwas (was an sich auch nicht schlecht ist), habe jetzt aber irgendwie Bedenken, dass man mich jetzt kündigen könnte. Ich mache nach wie vor meine Arbeit nach bestem Gewissen und im Grunde können sie es sich auch nicht leisten, mich gehen zu lassen weil ich die einzige Mitarbeiterin im Büro bin und nach meinem Ausscheiden niemand mehr da ist, der meine Arbeit übernehmen kann. Allerdings fängt vor allen Dingen der oberste Boss plötzlich an, mir in einer Art und Weise Dinge zu unterstellen, die echt nicht in Ordnung ist. Er hat zwar immer schon gerne Schuld von sich gewiesen aber in letzter Zeit habe ich den Eindruck, es ist schlimmer geworden.

Ich weiß gar nicht genau, was ich jetzt von euch erwarte mir zu schreiben. Fakt ist, dass ich mich nach Ausstellen des Zeugnisses anderweitig bewerben werde und ich weiß auch, dass ich nicht mehr ewig hier bin. Allerdings habe ich Angst, dass die Firma mir zuvor kommt und kündigt.

Wie würdet ihr euch verhalten?

Danke für Anregungen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DarthMario72, 50

Mit welcher Begründung hast du denn dein Zwischenzeugnis überhaupt angefordert? Selbstverständlich ist ein Zwischenzeugnis - wenn es nicht anderweitig plausibel begründet wird - ein berechtigter Anlass für die Vermutung, dass der AN sich woanders bewirbt. Allerdings muss man als AG damit rechnen, dass die Angestellten irgendwann auch wieder gehen.

Allerdings habe ich Angst, dass die Firma mir zuvor kommt und kündigt.

Das kann natürlich passieren, vor allem wenn es sich um einen so genanten Kleinbetrieb handelt. Da greift das Kündigungsschutzgesetz nicht.

Wie würdet ihr euch verhalten?

Mach deine Arbeit ganz normal weiter. Versuch dich nicht unnötig verrückt zu machen.

Kommentar von ladylenara ,

Mein Aufgabengebiet hat sich seit meiner Einstellung gravierend verändert. Entsprechend habe ich das als Grund vorgeschoben, ein Zwischenzeugnis zu beantragen. Und dass mich mein aktueller Leistungsstand interessiert.

Aber die sind nicht blöd, die wissen mittlerweile dass ich die Schnauze gestrichen voll habe wenn sie nicht komplett blind sind. Das haben wir alle... unabhängig davon. Im Grunde müssten sie sich Gedanken über alle Mitarbeiter machen, denn keiner hier ist zufrieden und arbeitet gerne für diese Firma.

Naja, ich werde meine Arbeit ganz normal weiter machen. Und dann schauen, was passiert. :-)

Kommentar von DarthMario72 ,

Vielen Dank für das Sternchen

Antwort
von SiViHa72, 58

Ball flachhalten, alles immer tipptopp machen.


Man könnte es dezent ansprechen "will ZZ nur, um mmal nen Zwischenstand für meine Unterlagen zu haben jund zu sehen,w ie sie mit mir zufrieden sind".. aber ob das was ändert,s ei dahingestellt.


Nebenbei.. fast peinlich,d ass Du das im Mai beantragt hast und wir jezt schon über Mitte Juli sind.


Kommentar von ladylenara ,

Ich hätte das Zeugnis vermutlich erst am Sankt Nimmerleinstag bekommen, wenn ich nicht mehrmals nachgehakt hätte... ich musste es mir am Ende dann selbst schreiben weil die Firma das anscheinend nicht auf die Reihe bekommen hat.

Ja, ich mache meine Arbeit so gut ich kann aber mehr auch nicht. Riesiges Engagement lege ich nicht mehr an den Tag weil ich dafür auch einfach unterbezahlt bin und man hier leider von hinten bis vorne veräppelt wird...

Kommentar von SiViHa72 ,

Find ich okay. Das mit dem Selberschreiben.. da biste nicht alleine. So steht dann wenigstens was vernünftiges drin!!

So bis zum Ende weitermachen, wann auch immer das ist.

Ich hab Deine anderen Fragen noch nicht gelesen, aber ich kann mir was dabei denken.. schau Dich in Ruhe um und lass Dich hier nicht schikanieren.

Kommentar von Everklever ,

Find ich okay. Das mit dem Selberschreiben.. da biste nicht alleine. So steht dann wenigstens was vernünftiges drin!!

Eher nicht. In den allermeisten Fällen sind solche selbstgeschriebenen Zeugnisse ein Schuss in eigene Knie.

Kommentar von DarthMario72 ,

ich musste es mir am Ende dann selbst schreiben weil die Firma das anscheinend nicht auf die Reihe bekommen hat.

Wenn man sich sein Zeugnis selbst schreibt, besteht immer die Gefahr, dass das ziemlich in die Hose geht, wenn man sich nicht mit der Zeugnissprache auskennt...

Kommentar von ladylenara ,

Ich denke, die Gefahr wäre auch bestanden wenn einer meiner Chefs losgelegt hätte... wohl noch mehr als bei mir.

Klar bin ich kein Experte darin, aber ich denke dass das Zeugnis welches ich jetzt bekomme okay ist.

Kommentar von SiViHa72 ,

Wer sich sein Zeugnis selbst schreibt, der wird sich wohl genügend damit befasst haben, um zu wissen, was er/sie da schreibt.

Hab auch schon Chefs gehabt, die allein mit der (kurzen) Stellenbeschreibung überfordert waren.

Kommentar von ladylenara ,

Da können wir uns hier die Hand geben... ich bin froh, dass ich es selbst formuliert habe.

Kommentar von DarthMario72 ,

Wer sich sein Zeugnis selbst schreibt, der wird sich wohl genügend damit befasst haben, um zu wissen, was er/sie da schreibt

Ein halbwegs geübter Personaler erkennt ein selbst geschriebenes Zeugnis. Aber das ist ja hier nicht das Thema der Frage...

Kommentar von Nightstick ,

Ich halte überhaupt nichts von selbstgeschriebenen Arbeitszeugnissen, da 95 Prozent der Mitarbeiter dies nicht beherrschen!

Da muss man schon selbst in der Personalabteilung (oder zumindest in einer personalverantwortlichen Position) arbeiten, und permanent mit Zeugnisbewertungen und -analysen zu tun haben.

Ich rate der Fragestellerin dringend (gerade in diesem "Sauladen"), ihr Zwischenzeugnis hier in diesem Forum überprüpfen zu lassen,

1. bevor sie es in ihre Bewerbungsunterlagen legt, und

2. weil es unmittelbaren Einfluss auf das endgültige Zeugnis hat!

Kommentar von Everklever ,
Kommentar von Nightstick ,

LOL :))

Antwort
von Hexe121967, 50

einfach weiter deine arbeit machen und nichts zu schulden kommen lassen.

Antwort
von Everklever, 22

im Grunde können sie es sich auch nicht leisten, mich gehen zu lassen weil ich die einzige Mitarbeiterin im Büro bin und nach meinem Ausscheiden niemand mehr da ist, der meine Arbeit übernehmen kann

Hoffentlich (für dich) hat sich diese Einschätzung (von deren Gegenteil du ganz überraschend erfahren könntest) sich noch nicht per Flurfunk selbständig gemacht. Nach deinen Einlassungen ist zu befürchten, dass du mit deiner Kritik nicht hinter dem Berg halten konntest. Dann noch ein Zwischenzeugnis anzufordern, mach natürlich Vorgesetzte hellwach.

Kommentar von ladylenara ,

Selbst wenn... ehrlich gesagt ist mein Interesse diesbezüglich nicht mehr sonderlich hoch.

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