Frage von asdasdasdas1212, 137

Kündigung innehralb der Probezeit und direkte Kündigung?

Also, ich habe meinen Job, bei dem ich noch in Probezeit war, schriftlich gekündigt, und zwar mit der üblichen 2-Wochen Frist, also zum 14.06.16. Danach war ich noch bei meinem Arbeitgeber, um mit ihm persönlich zu sprechen und er sagte ich könne dann schon ab heute nicht mehr arbeiten, wenn ich möchte. Er wusste allerdings nicht das ich den Brief geschrieben habe. Mir war das sehr recht und ich sagte zu. Nun zu meiner Frage: Da ich ja in den Brief an die Personalabteilung geschrieben habe, das ich fristgerecht nach der 2-Wochen Frist kündige, muss ich nun nochmal einen Brief schreiben, dass ich ab sofort aufhöre, oder ist das egal, wird das Arbeitsverhältnis einfach in zwei Wochen beendet und ich muss trotzdem nicht arbeiten?

Antwort
von PeterSchu, 27

An deiner Kündigung mit Frist von zwei Wochen ändert sich dadurch nichts und du solltest auch nicht davon abweichen. Wenn dein Chef dich schon ab jetzt von der Arbeit freistellt, ist das seine Entscheidung, aber er muss dir die zwei Wochen bezahlen.

Besser wäre es, wenn er dir dies schriftlich und unwiderruflich mitgeteilt hätte (so wie es einige Antworten ja schon gesagt haben.) Sonst könnte er behaupten, diese Vereinbarung hätte es nicht gegeben und dir das Geld für die zwei Wochen abziehen, weil du nicht gearbeitet hast.

Antwort
von toomuchtrouble, 68

Es ist immer ratsam, solche Angelegenheiten schriftlich zu regeln. Nehmen wir einmal an, Dein Chef erinnert sich nicht mehr an Eure Vereinbarung oder Du hast Dir Deine Wunschrealität zusammenphantasiert.

Hier gilt die Kündigungsfrist und du musst Deine Arbeitskraft bis zum 14.06. anbieten, sprich: arbeiten. Darüber hinaus können sie Dich schadenersatzpflichtig machen, wenn Du heute einfach nicht erscheinst.

Wenn Du schon - natürlich unbezahlt minus anrechenbarer Resturlaub - sofort aufhören möchtest, dann bereite ein Schreiben vor, in dem Dir die unwiderrufliche Freistellung bis zum 14.06. bescheinigt wird.

Kommentar von asdasdasdas1212 ,

Geht das auch schriftlich an die Personalabteilung? Nach dem Motto: Hey, die alte Kündigung gilt nicht mehr, wir habens uns geeinigt, dass ich sofort aufhören kann und ich kündige direkt?

Kommentar von toomuchtrouble ,

Versuche Dir einfach einmal einen abgrundtief bösen Arbeitgeber vorzustellen, der nur darauf wartet, dass Du heute nicht auf der Arbeit erscheinst. Der sucht sich eine Aushilfe, vielleicht noch über eine Zeitarbeitsfirma und macht Dich wegen unentschuldigtem Fehlen schadenersatzpflichtig.

Was ist so kompliziert daran, sich schritftlich freistellen zu lassen oder Deinen Chef um eine kurze schriftliche Bestätigung Eurer Abmachung (zu Deiner Entlastung) zu bitten?

Kommentar von PeterSchu ,

"Hey, die alte Kündigung gilt nicht mehr, wir habens uns geeinigt, dass ich sofort aufhören kann und ich kündige direkt?"

Auf keinen Fall. Du bleibst bei deiner Kündigung mit zwei Wochen Frist.  Du solltest nur sicher gehen, dass der Chef dir keinen reinwürgt und nachher behauptet, du hättest unentschuldigt gefehlt. Daher sollte er dir im Idealfall ein Schreiben übergeben mit etwa dem Wortlaut: "Hiermit stellen wir Sie für den Rest der Kündigungsfrist bis zum ... unwiderruflich von der Arbeitsleistung frei."

Antwort
von bronkhorst, 22

Es gibt drei Möglichkeiten, einen Arbeitsvertrag lebend vor Erreichen des Ruhestands zu beenden - eine ordentliche Kündigung, eine außerordentliche Kündigung und eine Aufhebung.

Du hast eine ordentliche Kündigung ausgesprochen - nach der müsstest Du noch den Rest der Kündigungsfrist lang arbeiten.

Wenn Dein AG Dir anbietet, Du bräuchtest ab sofort nicht mehr zu arbeiten, klingt das erst mal nach dem Angebot einer beidseitig einvernehmlichen Aufhebung mit sofortiger Wirkung. Die sollte sinnvollerweise schriftlich vereinbart werden.

Sonst könnte er auf die Idee kommen zu behaupten, Du seist einfach nicht zur Arbeit erschienen und Dir fristlos zu kündigen.

Kommentar von Familiengerd ,

Wenn Dein AG Dir anbietet, Du bräuchtest ab sofort nicht mehr zu arbeiten, klingt das erst mal nach dem Angebot einer beidseitig
einvernehmlichen Aufhebung mit sofortiger Wirkung.

Hier handelt es sich um eine widerrufliche Freistellung, nicht um das Angebot einer Aufhebung.

Um das Angebot einer Aufhebung würde es sich handeln, wenn der Arbeitgeber von der "sofortigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses" gesprochen hätte und nicht - wie hier - davon, dass der Arbeitnehmer "ab sofort nicht mehr zu arbeiten" brauche.

Kommentar von bronkhorst ,

Da der Vorgesetzte lt. Fragesteller nichts von der Kündigung durch den Arbeitnehmer wusste, würde mich ein reines Freistellungsangebot etwas überraschen... Im Ergebnis sind wir uns sicher einig, dass der Fragende sich die Aussage des Arbeitgebers in jedem Fall schriftlich geben lassen sollte.

Kommentar von Familiengerd ,

Im Ergebnis sind wir uns sicher einig, dass der Fragende sich die
Aussage des Arbeitgebers in jedem Fall schriftlich geben lassen sollte.

Genau!!

Antwort
von Wuestenamazone, 14

Die gilt die 2 Wochenfrist

Antwort
von TheAllisons, 78

In der Probezeit gibt es keine Kündigungsfrist, und wenn dein Chef dir sagt, du könntest sofort aufhören, ist alles ok.

Kommentar von asdasdasdas1212 ,

Doch, eine gesetzliche Kündigungsfrist von 14 Tagen, § 622 III BGB

Kommentar von MadXMario ,

Korrekt.

Antwort
von MancheAntwort, 64

durch dein Verhalten hast du im Prinzip einen (mündlichen) Aufhebungsvertrag

geschlossen, der den Arbeitgeber von seiner "Zahlpflicht" befreit...

( für die nächsten zwei Wochen )

Kommentar von PeterSchu ,

Wo gibt es einen mündlichen Aufhebungsvertrag? Und wie will der Arbeitgeber nachweisen, dass es ihn gibt? Er wird wohl die zwei Wochen zahlen müssen, auch wenn er auf die Arbeitsleistung verzichtet.

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