Frage von CarloGmail, 119

kündigung gegen zu oft krankgeschrieben?

Hallo, kann eine arbeitsgeben eine arbeitsnehmer kündigen wenn der arbeitsnehmer ist zu oft krankgeschrieben (jedes mal mit Artzbeschreibung, und jedes mal aus verschidenes gesundheit gründen) ?

Gibt es eine grenze (z.b. max 6 wochen im Jahr krankgeschrieben) ?

Und auch: ist er realistisch in Deutschland gekündigt zu werden wenn mann ist krank am, sagen wir, 3 wochen im Jahr (nicht am stuck), und jedes mal für verschiedenes gründe und immer mit artzbeschreibung ?

Vielen Dank Im Voraus

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo CarloGmail,

Schau mal bitte hier:
Arbeitsrecht Kündigung

Antwort
von RoCMu, 32

Die Anforderungen an eine Kündigung wegen Erkrankung sind sehr hoch. 3 Wochen im Jahr werden nicht ausreichen. Um eine Kündigung begründen zu können, sind ganz andere Zeiträume erforderlich.

Antwort
von SiViHa72, 66

Generell geht das ja. Die Kündigung muss allen Formalitäten entsprechen.

Dann gehts.


Geht, entgegen landläufiger Meinung,dann auch während oder weil krank.

In der Probezeit gehts problemlos eh, nachher auch.- Und auch, wenn der Vertrag unbefristet ist. Merke: unkündbar ist fast niemand.


http://www.ra-croset.de/presse/kuendigung-waehrend-krankheit.php

Kommentar von CarloGmail ,

Alles klar, vielen dank für deine antworte. Ich wollte nur wissen ob es ist im Deutschland realistisch gekündingt werden wenn mann ist krankgeschrieben für, sagen wir, max 3 wochen im Jahr, aus verschiedes gründen, und nicht am stück (i.e. 1 woche am anfang des jahres und dann 3-4 tagen nach monaten) ....

Kommentar von Familiengerd ,

Nach den von Dir beschriebenen Voraussetzungen ist eine Kündigung (juristisch) bei weitem nicht realistisch/erlaubt.

Welche Voraussetzungen für eine Kündigung wegen Krankheit gegeben sein müssen, habe ich in einem Kommentar zur Antwort von Kleckerfrau beschrieben.

Kommentar von SiViHa72 ,

Doch geht. Wenn Fristen eingehalten usw. S.o.

Kommentar von Familiengerd ,

Ich sprach ausdrücklich von den genannten Voraussetzungen, das heißt also Kündigung aus den genannten Gründen.

Von daher ist Deine Erwiderung völlig gegenstandslos - und die rechtlichen Voraussetzungen für Kündigungen sind mir durchaus bekannt!.

Außerdem: Bei Anwendung des Kündigungsschutzgesetzes kann auch nicht "einfach so" gekündigt werden.

Kommentar von SiViHa72 ,

Was genau willst Du eigentlich an "alle Formalitäten einhgehalten" nicht verstehen?

Getretener Quark wird breit, nicht stark.


Aber tu Dir keinen  Zwang an.

Kommentar von Familiengerd ,

Nun werd' mal nicht gleich "pampig" - dazu wurde Dir kein Anlass gegeben!!

Es geht nicht alleine um "Fristen" und "Formalitäten", es geht besonders auch um die Gründe, Inhalte einer Kündigung!

Das Einhalten von Fristen und Formalitäten besagt noch lange nicht, dass damit eine Kündigung auch "durch" wäre!

Wenn im Falle hier die inhaltlichen Voraussetzungen für eine Kündigung wegen Krankheit nicht gegeben sind, dann hilft die auch die Einhaltung von "Fristen" und "Formalitäten" nichts, wenn wegen der Anwendung des Kündigungsschutzgesetzes gegen die Kündigung geklagt werden kann!

Getretener Quark wird breit, nicht stark.

Besser "getretener Quark", als unpräzise Aussagen und Formulierungen, die bei juristischen Fragen weniger als gar nichts wert sind!

Antwort
von kiara36, 39

Häufige kurze Erkrankungen kommen für eine Kündigung wegen Krankheit ebenso in Frage wie chronische Erkrankungen (die verheimlicht worden sind z.B.)

Mehr als sechs Wochen Fehlzeiten im Jahr wegen Krankheit könnte ein Kündigungsgrund sein, weil der Arbeitgeber davon ausgehen kann, das die Fehlzeiten höher werden.

Wenn Du z. B. 2 Wochen wegen einer Bänderdehnung krank warst, 2 Monate später wegen einem (nachgewiesenen) Magen-Darm-Infekt und dann 1 Monat später Dir einen Arm brichst, würde Dich ein Arbeitgeber nicht so schnell kündigen, als ein Kollege der alle 1-2 Monate wegen Erkältung, Prellung, ... fehlt.

Antwort
von Nico63AMG, 68

Jein. Es ist nicht einfach jemanden zu kündigen wenn er zu oft krank ist, aber wenn du zB körperlich arbeiten musst aber wegen Probleme mehrere Monate ausfällst und das für das Unternehmen nicht mehr tragbar ist, können Die das Arbeitsverhältnis beenden.

Antwort
von micompra, 62

das kann leider passieren. besonders in kleineren betrieben ist dauerhaftes kranksein für den betrieb nicht tragbar. mittlerweile kündigen auch die größeren betriebe öfter

Antwort
von Qochata, 55

Es gibt da kein maximal. Wenn der Arbeitgeber, aus welchen Gründen auch immer, kündigt, von Anwalt beraten lassen oder Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen (geht auch ohne Anwalt)

Antwort
von lovekittycat15, 62

In der Probezeit ist das auf den ein auf den anderen Tag möglich, danach muss der Arbeitgeber den Arbeitnehmer mind. 3 mal verwarnen und darf dann auch kündigen.

was anderes ist es wenn man im laufe des Arbeitsverhältnisses sehr krank wird oder sich z.b wegen eines Bruches länger im Krankenhaus befindet, dann kann der Arbeitgeber glaube ich nicht einfach kündigen

Kommentar von JanEric12366 ,

In der Probezeit darf dein Arbeitgeber dich generell immer fristlos kündigen und das sogar ohne Grund. Danach also nach der Probezeit ist das so eine graue Zone... Wegen einem Bruch wird dein Chef dich schon nicht kündigen... Das kann ich nicht glauben das sowas passiert, aber z.B. Du liegst wirklich im Krankenhaus weil du sehr schwer krank bist und wirklich 2-3 Jahre ausfällst dann denke ich kann dein Chef dich kündigen. Also so hab ich das mal von einem Freund mitbekommen. Es muss nicht überall so sein. :)

Kommentar von Pucky99 ,

Bei dauerhafter Krankheit wird ein Betrieb eher nciht kündigen, da dies eine Kündigungsschutzklage nach sich zieht. Alles was über 6 Wochen am Stück ist interessiert den Arbeitgeber nicht, es sei denn der AN kommt immer mal wieder und ist dann wieder länger krank.

Kommentar von passaufdichauf ,
In der Probezeit darf dein Arbeitgeber dich generell immer fristlos kündigen und das sogar ohne Grund. 

Auch in der Probezeit ist eine (verkürzte) Kündigungsfrist einzuhalten.

Lediglich begründet werden muss eine Kündigung in der Probezeit nicht.

Kommentar von Familiengerd ,

@ passaufdichauf:

Lediglich begründet werden muss eine Kündigung in der Probezeit nicht.

Das muss sie auch nicht nach der Probezeit - allenfalls dann, wenn es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt.

Lediglich bei einer fristlosen Kündigung hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer auf Verlangen die Kündigungsgründe unverzüglich schriftlich mitzuteilen.

Kommentar von Familiengerd ,

@ JanEric12366:

In der Probezeit darf dein Arbeitgeber dich generell immer fristlos kündigen und das sogar ohne Grund.

Das ist schlichtweg falsch - es sei denn, es handelt sich um ein Ausbildungsverhältnis.

Kommentar von Familiengerd ,

In der Probezeit ist das auf den ein auf den anderen Tag möglich, danach muss der Arbeitgeber den Arbeitnehmer mind. 3 mal verwarnen und darf dann auch kündigen.

Das ist falsch (um nicht "Unsinn" zu sagen).

Auch in der Probezeit (außer in der Ausbildung) sind bei einer Kündigung die gesetzlichen, arbeitsvertraglich längeren oder tarifvertraglich längeren oder kürzeren Fristen einzuhalten!

Eine Bestimmung ("Märchen") wie "mind. 3 mal verwarnen" gibt es nicht! Ob ein Arbeitnehmer vor einer Kündigung abgemahnt worden sein muss und wie oft, das hängt einzig und alleine von der Art und Schwere der abgemahnten Verfehlung ab.

Und wegen einer attestierten Erkrankung ist eine Abmahnung erst gar nicht erlaubt.

Antwort
von Kleckerfrau, 57

Da gibt es keine Grenze. Wenn du dem Arbeitgeber zu oft krank bist, kann er dir kündigen.

Kommentar von Familiengerd ,

Wenn du dem Arbeitgeber zu oft krank bist, kann er dir kündigen.

Das alleine reicht noch lange nicht!

Es muss

> sich entweder um eine langandauernde Erkrankung oder um sehr häufige Kurzerkrankungen über einen längeren Zeitraum handeln,

> eine negative Gesundheitsprognose vorliegen (also die Erwartung, dass sich die Situation nicht zum Besseren ändern wird),

> keine Möglichkeit der Weiterbeschäftigung durch zumutbare Umbaumaßnahmen, Umorganisationen usw. am Arbeitsplatz geben,

> keine Möglichkeit zu einer anderen zumutbaren Beschäftigung im Betrieb geben (auch nach zumutbarer Umschulung),

> eine Weiterbeschäftigung dem Arbeitgeber den Umständen nach (und unter Berücksichtigung der Interessen und der Situation des Arbeitnehmers) wirtschaftlich, finanziell, personell, organisatorisch unzumutbar sein.

Wenn Diese Voraussetzungen nicht vorliegen, darf einem betroffenen Arbeitnehmer nicht wegen Erkrankung gekündigt werden - abgesehen davon, dass grundsätzlich (und gegen eine dennoch erfolgte Kündigung klagen zu können) das Kündigungsschutzgesetz KSchG anwendbar sein muss, der Betrieb also mehr als (umgerechnet) 10 dauerhaft beschäftigte Vollzeitkräfte haben muss.

Kommentar von SiViHa72 ,

Und das widerspricht in keiner Weise dem,w as ich weiter oben sagte.

"Die Kündigung muss allen Formalitäten entsprechen."

Genau das beinhaltet das alles.

Kommentar von Familiengerd ,

Erstens habe ich Dir damit nicht "widersprechen" wollen.

Zweitens sind die angeführten Punkte keine Formalitäten, sondern die inhaltlichen Voraussetzungen für eine wegen Krankheit auszusprechende personenbedingte Kündigung!

Eine Formalität ist die Schriftform der Kündigung. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Bei diesen Unterscheidungen handelt es sich nicht um "Wortklaubereien"!

Antwort
von Schnibbelhilfe, 70

Das kann passieren, wenn man dann für die Firma nicht mehr tragbar ist.

Allerdings nicht dann wenn man gerade krank geschrieben ist.

Kommentar von SiViHa72 ,

Doch, auch während  AU geht eine Kündigung.

http://www.ra-croset.de/presse/kuendigung-waehrend-krankheit.php

Kommentar von Schnibbelhilfe ,

Dann lies deinen Link mal genau ;-)

NUR wenn:

Verhaltensbedingte Kündigung

Personenbedingte Kündigung

Betriebsbedingte Kündigung
 ;-)

Kommentar von Familiengerd ,

@ Schnibbelhilfe:

Was hat die Aufzählung der drei Arten ordentlicher Kündigung damit zu tun, dass (in Deutschland) einem Arbeitnehmer selbstverständlich auch während einer Erkrankung aus solchen grundsätzlichen Gründen gekündigt werden kann?!?!

Lediglich nach der "Arbeitsgesetzbuch" der DDR durfte einem Arbeitnehmer nicht während dessen Erkrankung gekündigt werden.

Eine Kündigung wegen Erkrankung ist übrigens eine personenbedingt Kündigung, weil der Grund für die Kündigung (die Erkrankung) eben in der Person des Arbeitnehmers liegt.

Kommentar von RoCMu ,

Diese Idee, dass während einer Erkrankung nicht gekündigt werden darf ist in der Tat aus dem Zivilgesetzbuch der DDR, findet sich aber auch im schweizer Arbeitsrecht. Dem Arbeitsrecht in Deutschland ist dies fremd und es darf auch wänhrend einer Erkrankung gekündigt werden.

Kommentar von SiViHa72 ,

@Schnibbelhilfe: oft krank kann sowohl personenbedingte.. oder auch betriebsbedingte Kündigung begründen.

Erfuhrst Du ja schon durch Vorredner.

Nur die Begriffe aufzählen nutzt nichts, man muss sie auch zuzuordnen wissen.

Kommentar von Familiengerd ,

Nur die Begriffe aufzählen nutzt nichts, man muss sie auch zuzuordnen wissen.

Eben - und darum ist eine Kündigung wegen Erkrankung immer eine personenbedingte und keine betriebsbedingte Kündigung!

Kommentar von Familiengerd ,

"Arbeitsgesetzbuch der Deutschen Demokratischen Republik "
vom 16. Juni 1977, geändert durch Gesetz vom 22. Juni 1990, aufgehoben durch Einigungsvertrag vom 31. August 1990 .

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