Frage von AnnaConrad97, 20

Kündigung eines Wg-Zimmers außerhalb der 3-monatigen Kündigungsfrist?

Hallo ihr Seit dem 15. Oktober 2016 wohne ich in einer WG. Die Wg besteht aus 5 Zimmern 2 Bädern und einer Küche. Seit Anfang der Woche ist eine 4 köpfige Familie mit einem Hund in ein 16m^2 Zimmer eingezogen. Durch den Lärm der Kleinkinder und des Hundes ist es mir nicht möglich nach ca 12 Std Uni und arbeiten noch zu lernen. Gubt mir das die Möglichkeit früher als in der normalen 3-Monatigen Kündignugsfrist zu kündigen? Bzw. kann mir wer von euch sagen wie ich hier schnellstmöglich wieder raauskomme? Weil die aktuelle wohnsituation ist für mich echt unzumutbar.

Antwort
von anitari, 10

Wenn das von dir gemietete Zimmer möbliert ist und der Vermieter wohnt selbst mit in der Wohnung könntest Du bis 15. November zum 30. November ganz regulär kündigen.

Ansonsten bestenfalls die Miete wegen Lärmbelästigung mindern, aber nicht die Kündigungsfrist umgehen bzw. verkürzen.

Ausziehen kannst Du jeder Zeit.

Ist der Vermieter selbst Mieter der Wohnung?

Kommentar von AnnaConrad97 ,

Also der Vermieter wohnt im EG und die WG befindet sich im 1 und im 2. Stock.

Der
tschechische Familienvater rennt schonmal grundsätzlich nur in
Unterhose rum, was mir echt unangenehm ist, da er echt ein "schleimiger
Typ" ist wenn ihr wisst was ich mein.

Es kommt zusätzlich
hinzu dass die Vermieterin bei einzug gesagt hat, dass das Wohnzimmer
bis zur Renovierung eines Wg Zimmers nicht nutzbar ist, danach aber
schon. Dies is seit 4 wochen nicht der Fall und wir haben alle noch
keinen einzigen Handwerker hier gesehen.

Außerdem stinkt es aus dem EG dauerhaft nach Essen und Alkohol, da ihr Sohn rollstuhlfahrender Alkoholiker ist.

Ist die Summe dieser Zustände kein kündigungsgrund?

Antwort
von Havenari, 11

Ich sehe da keine ausreichende Begründung für eine außerordentliche Kündigung, halte aber eine Mietminderung für gegeben.

Kommentar von AnnaConrad97 ,

Also der Vermieter wohnt im EG und die WG befindet sich im 1 und im 2. Stock.

Der tschechische Familienvater rennt schonmal grundsätzlich nur in Unterhose rum, was mir echt unangenehm ist, da er echt ein "schleimiger Typ" ist wenn ihr wisst was ich mein.

Es kommt zusätzlich hinzu dass die Vermieterin bei einzug gesagt hat, dass das Wohnzimmer bis zur Renovierung eines Wg Zimmers nicht nutzbar ist, danach aber schon. Dies is seit 4 wochen nicht der Fall und wir haben alle noch keinen einzigen Handwerker hier gesehen.

Außerdem stinkt es aus dem EG dauerhaft nach Essen und Alkohol, da ihr Sohn rollstuhlfahrender Alkoholiker ist.

Ist die Summe dieser Zustände kein kündigungsgrund?

Antwort
von tachyonbaby, 10

Geh doch mal zum Mieterschutzbund und laß Dich dort beraten. Die können Dir auch rechtssichere Auskünfte geben, mit denen Du hantieren kannst.

Wer läßt denn auch eine 4köpfige Familie mit Hund auf 16 qm einziehen??? Stellt in meinen Augen eine unzumutbare Situation dar. Aber das Rechtsempfinden hier in der BRD scheint in den letzten Jahren massiv aus der Balance geraten zu sein.

Kommentar von AnnaConrad97 ,

Also der Vermieter wohnt im EG und die WG befindet sich im 1 und im 2. Stock.

Der
tschechische Familienvater rennt schonmal grundsätzlich nur in
Unterhose rum, was mir echt unangenehm ist, da er echt ein "schleimiger
Typ" ist wenn ihr wisst was ich mein.

Es kommt zusätzlich
hinzu dass die Vermieterin bei einzug gesagt hat, dass das Wohnzimmer
bis zur Renovierung eines Wg Zimmers nicht nutzbar ist, danach aber
schon. Dies is seit 4 wochen nicht der Fall und wir haben alle noch
keinen einzigen Handwerker hier gesehen.

Außerdem stinkt es aus dem EG dauerhaft nach Essen und Alkohol, da ihr Sohn rollstuhlfahrender Alkoholiker ist.

Ist die Summe dieser Zustände kein kündigungsgrund?

Kommentar von tachyonbaby ,

Wenn Teile der Wohnung nicht nutzbar sind und die Wohnqualität nachhaltig gestört wird, stellt das in meinen Augen schon einen Kündigungsgrund dar, allerdings sollten die Mängel von Dir möglichst schriftlich beim Vermieter angezeigt worden sein, damit Du einen fristlosen Kündigungsgrund hast oder zumindest die Mietzahlung mindern kannst.

Du läufst bei mir offene Türen ein. Aber - wie gesagt - die Justiz sieht das oft anders als der juristische Laie.

Der Mieterschutzbund kostet für Dich als Studentin nicht viel und lohnt sich als Mieter allemal, sobald Ärger am Horizont heraufdämmert.

Meine Tochter hat den als Studentin mehrfach konsultiert und rechtssichere Auskünfte erhalten und sich erfolgreich gegen den assigen Vermieter wehren können, der es fertigbrachte in 5 Jahren keine einzige korrekte NK-Abrechnung hinzukriegen, selbst beim Auszug hat der noch versucht Tochter abzuzocken.

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