Frage von resurrection93, 34

Kündigung eines Vertrages durch das Sonderkündigungsrecht?

Hallo meine Lieben, ich habe mich vor ungefähr 6 Monaten an einer Kampfschule angemeldet. Lief auch sehr gut. Schwerpunkt war MMA, sprich Grabbling etc. Doch im Januar habe ich mich verletzt an der Hand. Ich hatte schon des öfteren Probleme mit der rechten Hand. Nach einem Fahrradunfall hat sich mein Handrücken von der Struktur her etwas deformiert. Im Januar bin ich noch einige Male dorthin gegangen aber die Schmerzen fingen dann immer an, weil um den Bodenkampf ausüben zu können braucht man eine stabile Hand. Habe denen eine E-Mail geschrieben dass ich kündigen möchte und die stimmten zu und forderten ein ärztliches Attest und den schickte ich ihnen auch. Dabei berief ich mich auf das Sonderkündigungsrecht des Bundesgerichtshofes, welches ab 2012 in Kraft getreten ist. Jetzt bekam ich eine E-Mail in der steht:

"Hallo ****,

bitte entschuldige die späte Antwort. Wir haben uns zu deiner Kündigung zunächst erstmals fachlich beraten lassen, leider muss ich dir Mitteilen dass ein ärztliches Attest kein Grund für eine außerordentliche Kündigung ist. Gerne können wir deinen Vertrag für die Dauer deiner Genesung Pausieren......"

Ist das denn rechtlich tragbar? Denn vorab hatten die zugestimmt und dann sowas?

Kann mir da jemand weiterhelfen, meine Rechte kenne ich ja aber wie reagiere ich am Besten auf sowas ohne gleich den Anwalt zu kontaktieren.

Antwort
von berlina76, 24

ja, weil die Verletzung schon vorher da war.

Wenn die Verletzung neu gewesen währ und du aufgrund dessen den Sport nicht mehr ausüben kannst gilt deine Fristlose Kündigung.

Bei dir ist es aber eine Alte Verletzung die sich wieder gemeldet hat.

Kommentar von resurrection93 ,

Vertrag unterschrieben mitte November, und die Verletzung zog sich erst richtig im Januar. Also ist die Verletzung nach Vertragsabschluss erst richtig passiert. Hab nur gesagt dass ich schon früher Probleme mit der Hand hatte. 

Mit freundlichen Grüßen 

Antwort
von Peppi26, 22

Naja du kannst nicht einfach kündigen weil du jetzt krank bist! Wirst ja auch wieder gesund oder bleibt die Hand so? Willst du danach nicht weiter machen? Ansonsten frag einfach mal bei einem Anwalt!

Kommentar von resurrection93 ,

Ich bin nicht krank, formal gesehen bin ich verletzt. Und ja will an sich auch nicht mehr weiter machen nachdem die Kampfschule sich so derart stur zeigt, statt Kulanz zu zeigen. Hab ja 3 Monate schon bezahlt ohne überhaupt einmal hingehen zu können. 

Antwort
von Mignon3, 20

Nach meiner Meinung gilt die Zustimmung zur Kündigung. Ich hoffe, du hast das schriftlich vorliegen?

Wenn die Kampfschule erst nach der Zustimmung eine Rechtsberatung eingeholt hat und das Ergebnis war ein anderes als die vorherige Zustimmung, so ist das nicht dir anzulasten. Das Kampfstudio hat versäumt, sich VOR der Zustimmung zu informieren.

Berufe dich auf die Zustimmung und zahle nichts mehr. Lasse es auf einen Prozess ankommen. Ich nehme aber an, dass die Schule jetzt nur einen Dummen sucht und es nicht auf einen Prozess ankommen lassen wird.

Wichtig ist nur, dass du die schriftliche Zustimmung hast.

Kommentar von resurrection93 ,

Gilt die E-Mail als schriftliche Zustimmung? Ich zitiere

 "Moin Baris,

bitte schick uns noch dein ärtzliches Attest zu sodass wir dich vorzeitig aus dem Vertrag entlassen können.

Grüße,

Elena" 

hab dann anschließend das Attest binnen 6 Tagen per E-Mail zugeschickt. 

Kommentar von Mignon3 ,

Hm - das weiß ich nicht. Jedenfalls ist das noch keine endgültige Zustimmung.

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