Frage von trollo 26.11.2010

Kündigung eines befristeten Arbeitsvertrages

  • Hilfreichste Antwort von DerCAM 27.11.2010

    Da der befristete Vertrag ausdruecklich ein beidseitiges Kuendigungsrecht vorsieht, kann er unter den gleichen Voraussetzungegen wie ein unbefristetes Beschaeftigungsverhaeltnis auch vom AG gekuendigt werden. Bei 10 oder mehr regelmaessig Vollzeit Beschaeftigten (Teilzeitkraefte zaehlen anteilig, Auszubildende gar nicht) besteht jedoch Kuendigungsschutz (du bist ja auch schon laenger als 6 Monate dort beschaeftigt). Dies bedeutet, dass der AG im Falle einer Kuendigungsschutzklage (die du unbedingt innerhalb von 3 Wochen erheben musst!) seine Gruende darlegen muss. Das Arbeitsgericht entscheidet dann, ob diese Gruende wirklich ausreichend sind oder nicht.

    Das duerfte im vorliegenden Fall allerdings ziemlich schwer sein. Wie du schreibst, waren sich beide Seiten von Anfang an darueber klar, dass der gewuenschte Erfolg nur sehr schwer zu erreichen sein wuerde. Hier duerfte der AN somit nicht den ohnehin von Anfang an fraglichen erfolg schulden sondern lediglich das Bemuehen um den gewuenschten Erfolg. Dass dieser letztendlich mehr oder weniger erwartungsgemaess ausgeblieben ist, duerfte hier kein ausreichender betriebsbedingter Kuendigungsrund sein. Damit musste der AG von Anfang an rechnen und hat wohl auch damit gerechnet. Besonders auch angesichts der nur noch recht kurzen Restlaufzeit des Vertrages kann das mehr oder weniger erwartungsgemaesse Ausbleiben des Erfolges aber sicher nicht dem Arbeitnehmer angelastet werden. Dies duerfte im alleinigen Risikobereich des Arbeitgebers liegen. Er haette ja niemanden dafuer einstellen muessen, wenn ihm das Risiko zu hoch war. Ausserdem haette er ja auch eine bis zu 6 monatige Probezeit vereinbaren koennen. Bei anhaltender Erfolglosigkeit haette er das Beschaeftigungsverhaeltnis waehrend dieser weitgehend problemlos beenden koennen. Es wird nicht darstellbar sein, dass sich das Nichterreichen des beabsichtigten Erfolges waehrend der ersten 6 Monate noch nicht angedeutet hat, kurz nach Ende dieser 6 Monate aber bereits einen ausreichenden Grund fuer eine betriebsbedingte Kuendigung darztellen soll.

    Eine betriebsbedingte Kuendigung duerfte hier also kaum moeglich sein.

    Weiterhin kann die angegebene Kuendigungsfrist (15 Tage zum Monatsende) einzelvertraglich nicht wirksam vereinbart worden sein. Das ginge nur tarifvertraglich. Wenn das betreffende Beschaeftigungsverhaeltnis also keinem Tarifvertrag mit eben dieser Kuendigungsregelung unterliegt, betraegt die Kuendigungsfrist fuer den Arbeitgeber mindestens 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsletzten. Aber dies nur am Rande.

  • Antwort von Raimund1 26.11.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das Gesetz schreibt vor, dass eine schriftliche Kündigung grundsätzlich nur 3 Wochen nach deren Zugang gerichtlich überprüft werden darf.

    Ein Kündigungsgrund muss, abgesehen von Ausnahmen, in der Kündigungserklärung nicht angegeben werden. Verlangt der Arbeitnehmer die Nennung des Kündigungsgrunds oder der Kündigungsgründe, sollten diese genannt werden, spätestens im Arbeitsgerichtsprozess muss der Kündigungsgrund genannt werden, damit er auf Rechtmäßigkeit geprüft werden kann.

    Weitere Infos:

    http://www.ra-grasse.de/arbeitsrecht/kuendigung.htm

  • Antwort von Gappi7 26.11.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Er kann betriebsbedingt oder verhaltensbedingt kündigen.

  • Antwort von tipsie69 26.11.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Für eine Kündigung müssen keine Gründe genannt werden. Meist wird betriebliche Gründe angegeben wenn überhaupt. Ein befr. Vertrag ist genause kündbar wie ein unbefreisteter.

  • Antwort von toedti2000 27.11.2010

    Ich denke, dass man hier über Zielvereinbarungen das Ganze zu einer personenbedingten Kündigung führen kann. Der Erfolg dürfte aber fraglich sein, da dieser Vorgang dann einige Zeit in Anspruch nehmen wird und der Mitarbeiter dann trotzdem aller Wahrscheinlichkeit mit Geld nach Hause geht, wenn er den Weg über das Gericht wählen wird. Vielleicht sollte man hier über eine widerrufliche Freistellung nachdenken, um die Kosten um diese Position generell einzusparen. Das ist zwar auch ein Übel, aber wohl das Geringere. Ansonsten ist es nicht verwerflich, einen Aufhebungsvertrag anzubieten.

  • Antwort von DerHans 26.11.2010

    Ein befristeter Arbeitsvertrag ist in der Regel überhaupt nicht vor Ablauf ordentlich kündbar. Da stimmt was nicht.

  • Antwort von LuluLustich 26.11.2010

    Bei einem Befriesteten Arbeitsvertrag ist es für Arbeitgeber meist schwer jemanden zu Kündigen, hat er einen Kündigungsgrund an gegeben??? Du hast 3 Wochen zeit die Kündigungsschutzklage ein zu reichen.

  • Antwort von DonRamon 26.11.2010

    Ist eine Probezeit vereinbat? Dann kann er in dieser Zeit FRISTLOS Kündigen, Krankheitsbedingt, geschäftsbedingt...usw.

  • Antwort von DollyPond 26.11.2010

    aus "betrieblichen". üblicherweise wird der kündigungsgrund gar nicht angegeben und gehofft, dass der arbeitnehmer das einfach so hinnimmt und nicht klagt. erst bei der arbeitsgerichtklage muss dann der kündigungsgrund angeführt werden.

  • Antwort von Taflie1961 26.11.2010

    Das kommt auf die Betriebsgröße an. Wenn unter 5 Leute beschäftigt sind, dann kann betriebsbedingt gekündigt werden.

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