Frage von SunnyLife00, 40

Kündigung einer Bürgschaft ?

Hallo, meine Mutter hat für einen ihrer Enkelsöhne eine Mietbürgschaft übernommen. Diese ist meiner Meinung nach allerdings sittenwiedrig da sie 1. gar nicht in der finanziellen Lage ist die Tilgung für seine Miete zu leisten und 2. Die Bürgschaft nur aufgrund emotionaler Bindung erfolgt ist. Greift dort § 138? Kann mir jemand vielleicht mit einem Muster helfen? Lg

Antwort
von LiselotteHerz, 24

Ein sittenwidriges Rechtsgeschäft ist ganz was anderes. Da geht es um Wucher und Prostitution

https://dejure.org/gesetze/BGB/138.html

Deine Mutter kann bürgen, für wen sie möchte. Natürlich hat sie das aus einer emotionalen Bindung heraus getan, es ist ihr Enkel.

Diese Bürgschaften werden bei jungen Menschen nur proforma verlangt. Im Gegensatz zu Dir vertraut sie halt ihrem Enkel (Dein eigener Sohn?)

lg Lilo

Kommentar von LiselotteHerz ,

Ich nehme stark an, dass durch diese Mietbürgschaft die Kaution eingespart werden sollte

https://kautionsfrei.de/mietb%C3%BCrgschaft

Wenn Deine Mutter geistig völlig fit ist, kannst Du im Nachhinein da nichts unternehmen. Du kannst natürlich mitbürgen, wenn Dich das beruhigt.

Kommentar von tinalisatina ,

"Diese Bürgschaften werden bei jungen Menschen nur proforma verlangt."

Dieses proforma ist aber rechtlich verbindlich, also wenn es "eng" wird.

Ansonsten alles perfekt - die Frau kann (mit ihrem Geld) machen, was sie will.

Antwort
von ChristianLE, 12

Diese ist meiner Meinung nach allerdings sittenwiedrig da sie 1. gar nicht in der finanziellen Lage ist die Tilgung für seine Miete zu leisten und 2. Die Bürgschaft nur aufgrund emotionaler Bindung erfolgt ist.

 

Und was hat das mit Sittenwidrigkeit zu tun? Hier solltest Du Dir erst einmal die Definition des Begriffs zu Gemüte führen.

Deine Mutter ist vermutlich voll geschäftsfähig und kann folglich auch eine Bürgschaft für ihren Enkel abschließen.

Die Tatsache, dass sie im Extremfall die Schulden nicht tilgen kann, ist das Problem des Vermieters.

Antwort
von schelm1, 10

Sofern die Dame im Zustand nachweisbarer "geistiger Umnachtung" gehandelt hätte, könnte man Ihre Vermutung, sofern man den nicht belegten Wucher ausschließt, annehmen.

Ist die Oma denn durch Gerichtsbeschluß entmündigt?

Falls nicht, kann der Vermieter im Bedarfsfall auf die Bürgschaft zurückgreifen.

Antwort
von holgerholger, 24

Solange Deine Mutter nicht unter Vormundschaft steht, kann sie bürgen, soviel sie möchte. Ob das schlau ist, sei dahingestellt.

Wenn sie als Bürge akzeptiert wird, kann sie diese Bürgschaft ohne Einwilligung des Bürgschaftsnehmers nicht kündigen.

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