Frage von Tinka007, 104

Kündigung der Wohnung, Vermieter zu erreichen?

Hey, Also es geht darum. Mein Vermieter weigert sich immer noch in der Wohnung irgendwas neu zu machen. Also habe ich mich auf der Suche nach einer neuen Wohnung gemacht und zum Glück auch eine gefunden, den Mietvertrag habe ich auch schon. Jetzt habe ich die Kündigung meiner jetzigen Wohnung vorletzte Woche in den Briefkasten meines Vermieters geschmissen und letzte Woche nochmal zur Sicherheit per einschreiben/Rückschein zu gesendet. Jetzt habe ich aber das Problem das ich meinen Vermieter seit Mitte vorletzter Woche überhaupt nicht erreichen kann, weder geht er an die Haustür, noch an das Telefon und sein Handy ist aus. Was wenn er im Urlaub ist und er die Kündigung erst nach Mittwoch(3. Werktag) annimmt ist sie denn dann gültig? Ich hab ja zum 30.04 gekündigt. Ich mache mir da irgendwie sorgen, dass er da ärger macht. :/

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Vermieter, 25

und letzte Woche nochmal zur Sicherheit per einschreiben/Rückschein zu gesendet.

Anwälte empfehlen Einwurfeinschreiben. das ist sicher und sogar billiger.

Was wenn er im Urlaub ist und er die Kündigung erst nach Mittwoch(3. Werktag) annimmt ist sie denn dann gültig? Ich hab ja zum 30.04 gekündigt. Ich mache mir da irgendwie sorgen, dass er da ärger macht. :/

Schicke es morgen nochmal per Einwurfeinschreiben, dann bist Du auf der sicheren Seite, weil das Schreiben in den Machtbereich des Empfängers gelangt ist.

LG

johnnymcmuff

Antwort
von DerHans, 18

Es reicht, wenn du beweisen kannst, dass du die Kündigung rechtzeitig eingereicht hast. Ob der Vermieter seinen Briefkasten leert, ist sein Problem

Antwort
von DarthMario72, 35

Jetzt habe ich die Kündigung meiner jetzigen Wohnung vorletzte Woche in den Briefkasten meines Vermieters geschmissen

Mit einem Zeugen? Ansonsten kannst du den Zugang nicht nachweisen.

nochmal zur Sicherheit per einschreiben/Rückschein zu gesendet

Keine gute Idee. Wenn überhaupt, macht man das mit Einwurf-Einschreiben. Wenn er tatsächlich im Urlaub ist oder das Einschreiben aus anderen Gründen nicht abholt, ist es nicht zugegangen und die Frist verpasst.

Ich mache mir da irgendwie sorgen, dass er da ärger macht. :/

Berechtigterweise.

Antwort
von schleudermaxe, 51

Und was hätte er laut Mietvertrag neu machen müssen?

Zudem beträgt doch die Kündigungsfrist 3 Monate, oder übersehe ich etwas?

Und somit geht es doch zum 30.04. nicht.

Kommentar von Tinka007 ,

Ich meine zum 30.04 mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten zum 31.07

Antwort
von albatros, 12

Deine Kündigung muss nachweisbar (per EINWURFEINSCHREIBEN) dem Vermieter zugestellt sein und das bis zum 3. Werktag des Monats um zum Ablauf des übernächsten Monats rechtswirksam gekündigt zu haben. Bei dir wäre die Zustellung bis 4. Mai erforderlich  mit Kündigung zum 31. Juli. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass der V. behauptet, dass er von deiner Kündigung nichts weiß und er bekäme Recht, wenn du nicht das Gegenteil beweisen kannst.

Einwurfeinschreiben, sobald im Briefkasten, ist rechswirksam zugestellt. ES/Rückschein  birgt hohes Risiko.

Wenn du es schaffst, pers. mit Zeugen noch bis morgen die Kündigung in den BK des V. zu bekommen, könntest du Glück haben. Oder sofort zur Post und nochmals die K. als Einwurfeinschreiben einliefern. Mit viel Glück hat sie dein Vermieter morgen in seinem Briefkasten.

Antwort
von berlina76, 56

Die Kündigung gilt als Zugestellt sobald sie in Verfügungsgewalt des Vermieters ist. Wenn du den Brief also unter Zeugen in den Briefkasten deines Vermieters geworfen hast gilt dieser Tag als Zugangstag. Auch wenn dein Vermieter den Bk an dem Tag nicht leert.


Kommentar von schleudermaxe ,

Das sehen die Gerichte hier bei uns aber total anders. Wir Vermieter müssen eben nicht alle paar Minuten nachschauen.

Kommentar von berlina76 ,

Ein Briefkasten ist mind. alle 7 Tage zu leeren. Aber unabhängig davon ist der Einwurftag entscheidend. Nicht der Tag der Leerung. Wenn sie den Brief also unter Zeugen eingeworfen hat kann sich der Vermieter nicht rausreden.

Anders liegt der Fall bei dem Einschreiben. Hier kann der Vermieter die Annahme auch verweigern. Oder ist er gar nicht da und wird benachrichtigt und geht erst nach am ende der 7 Tage Frist den Brief abholen gilt dieser Tag als der Tag an dem ihm die Sendung zugegangen ist. Deshalb ist Einschreiben/Rückschein immer ungünstig. 

Besser Einwurf Einschreiben nutzen.

Kommentar von Tinka007 ,

Ja habe es mit jemanden dort reingeworfen, nur zur Sicherheit halt nochmal richtig Mut einschreiben / Rückschein.  Ja, aber es ist doch nicht mein Problem wenn er um Urlaub ist. 

Kommentar von DarthMario72 ,

Ja, aber es ist doch nicht mein Problem wenn er um Urlaub ist. 

Es ist dein Problem, dass die Kündigung rechtzeitig ankommt. Bei Einschreiben mit Rückschein ist das aber leider nicht gewährleistet.

Kommentar von Josefiene ,

Tinka007, hat die Kündigung ja außerdem noch mit einem Zeugen in den Briefkasten gesteckt. Wenn der Zeuge den Tag und die Uhrzeit bestätigt, müsste das ja ausreichen, oder etwa nicht?

Antwort
von Josefiene, 53

Wenn du ihm die Kündigung per Einschreiben geschickt hast dann ist ja das Datum vermerkt und somit hast du fristgerecht gekündigt.

Kommentar von schleudermaxe ,

Wo steht das und warum sehen das die Gerichte hier bei uns total anders?

Es zählt der Eingang bei uns und dies ist auch richtig so. Bei den BK-Abrechnungen zählt ja auch der Eingang beim Mieter.

Kommentar von DarthMario72 ,

Es zählt der Zugang. Wird das Einschreiben mit Rückschein nicht abgeholt, ist es nicht zugegangen. 

Kommentar von Josefiene ,

Bin eigentlich davon ausgegangen, dass der Vermieter das Einschreiben sofort in Empfang nimmt  (Einschreiben- Einwurf). Wenn dem nicht so ist, hast du natürlich recht.

Kommentar von DarthMario72 ,

In der Fragestellung heißt es ausdrücklich "Einschreiben/Rückschein"

Kommentar von Josefiene ,

Stimmt, habe es jetzt auch gelesen. Ich hoffe, du verzeihst mir mein anfangs oberflächliches lesen. :-)

Kommentar von johnnymcmuff ,

Einschreiben- Einwurf)

Der Postbote bestätigt dass er es eingeworfen hat, das ist ja das gute, dass der Empfänger nicht quittieren muss und auch nicht verweigern kann

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