Frage von hannasmum, 92

Gibt es ein Muster für die Kündigung behinderter Mitarbeiter?

Hallo zusammen!

Wir wollen einen behinderten Mitarbeiter kündigen.

Die Zustimmung vom Integrationsamt haben wir erhalten. Müssen wir nun auf der Kündigung vermerken, dass die Bewilligung erfolgt ist? Gibts für diesen Fall ein Muster?

Ich kann online leider nichts finden, sondern lande immer nur bei dem Antrag auf Kündigung. Das ist ja aber schon erledigt.

Danke!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von frodobeutlin100, 23

http://www.anwalt.de/rechtstipps/die-kuendigung-behinderter-arbeitnehmer_003818....

lies mal ihr .... da gibt es einige Fußangeln .. besser lässt ihr Euch fachmämnnisch beraten (Anwalt) oder Berufsverband, IHK etc.

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht & Kündigung, 42

Die Zustimmung des Integrationsamt habt Ihr ja schon. Gibt es einen Betriebsrat der auch informiert werden muss?

Warum schreibst Du nicht z.B. ....kündigen wir Ihren Arbeitsvertrag vom......fristgemäß und mit erfolgter Zustimmung des Integrationsamts zum......?

Die Zustimmung brauchst Du nicht beizulegen. Wenn es zum Kündigungsschutzprozess kommt, wird ein Anwalt und/oder das Gericht diese sowieso sehen wollen.

Antwort
von schneeblumeA, 41

Wenn es nicht vermerkt ist, wird der ehemalige Mitarbeiter wahrscheinlich versuchen, gegen die Kündigung vorzugehen, weil er das auch könnte, wenn die Bewilligung fehlen würde. Dem könnt Ihr vorbeugen, wenn Ihr es vermerkt. Ist ja auch fairer, wenn er sich keine Hoffnungen auf eine Abfindung macht. Das müsste aber formlos reichen.

Antwort
von Hexe121967, 64

da würde ich doch glatt mal einen juristen um rat fragen. ihr möchtet ja nicht riskieren, dass derjenige erfolgreich auf wiedereinstellung klagen klagt.

Expertenantwort
von Robert Mudter, Fachanwalt für Arbeitsrecht, 26

Hallo, die zustimmung alleine hilft noch nicht wirklich weiter. Die Kündigung zu formulieren ist auch nicht das Problem, verlangt aber einen Blick in den Arbeitsvertrag. Der Mitarbeiter wird relatis sicher Kündigungsschutzklage einreichen und spätestens da müssen valide Kündigungsgründe vorhanden sein. Nur mit Tante Google wird es schwer bis unmöglich einen Prozeß zu gewinnen oder einen vernünftigen Vergleich zu schließen. Daher dringeder Rat: Termin mit einem Anwalt, idealerweise Fachanwalt für Arbeitsrecht vereinbaren. Eine Investition die sich auszahlt. Ansonsten gibt es zuviele Stolperfallen und wie geschrieben, die Formulierung der Kündigung ist nur eine von vielen

Antwort
von webya, 21

Habt ihr eine Schwerbehindertenvertretung? Ist die mit eingeschaltet? 

Weiß der Mitarbeiter bereits bescheid?

Kommentar von frodobeutlin100 ,

Das Integrationsamt muss den betroffenen Arbeitnehmer anhören, ansonsten ist die Entscheidung des Integrationsamtes über die Wirksamkeit der Kündigung anfechtbar. Darüber hinaus hört das Integrationsamt den Betriebs- oder Personalrat, die Schwerbehindertenvertretung und auch das Arbeitsamt vor seiner Entscheidung an.

http://www.anwalt.de/rechtstipps/die-kuendigung-behinderter-arbeitnehmer_003818....

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