Frage von TarantelFlavor, 88

Kündigung Ausbildung Bin am Verweifeln, bitte helft mir!?

Hallo.

Kurz zu meiner Situation.

Ich bin 21 Jahre alt und bin im 3 Lehrjahr.

ich mache eine Ausbildung zum Fachmann für Systamgastronomie und wäre im Juni diesen Jahres fertig damit.

Folgende Situation:

Freitag nach der Arbeit habe ich meine Freundin abgeholt und wir haben ein bisschen was getrunken. Leider war ich recht schnell betrunken und habe deshalb mehr getrunken.

Samstag früh musste ich auf die Arbeit. Habe mich um eine halbe Stunde verspätet. Ich hatte einen Kater. Hab mich auch nicht geduscht und so weiter, weil ich eben schon spät dran war.

so, mir ging es durch das Alkohol trinken eben noch extrem schlecht. Mein Chef hat meine Fahne gerochen und meinte ob ich voll gesoffen bin. Hab ihn gesagt, dass ich am vorherigen Abend etwas länger getrunken habe. Nach kurzer Zeit, bin ich zu ihm gegangen, sagte dass ich das heute nicht schaffe ob ich nach Hause gehen dürfte.

Er war stinksauer sagte mir ich solle nach Hause gehen und nie mehr wieder kommen. Er spricht eine mündliche Fristlose Kündigung aus.

Ich habe eine Menge Geld Schulden offen. ca Gesamt 500€ im Monat. Das kostet mich meine Existenz, meine Familie würde nie wieder ein Wort mit mir reden. Ich bin so am verzweifeln und am heulen. Ich weiß nicht mehr was ich tun soll.

Bitte, bitte kann mir hier jemand helfen, mir sagen was ich tun soll. Ich weiß es nicht mehr!! =(

Antwort
von DerHans, 58

Eine mündliche Kündigung ist erst einmal wirkungslos. Es it als hätte es sie gar nicht gegeben.

Wenn du nicht schon einmal mit der gleichen Begründung als arbeitsunfähig nach Hause geschickt wurdest, hätte der Betrieb dich erst einmal abmahnen müssen.

Man kann dir nur raten, sofort die Hilfe der Gewerkschaft zu suchen. Als Azubi zahlst du da nur den Mindestbeitrag

Kommentar von TarantelFlavor ,

Ich wurde vorher noch nie abgemahnt. Es war das erste mal, dass mein Chef so extrem sauer auf mich war. Ich habe einfach extreme Angst morgen auf die Arbeit zu gehen und mir Vorwürfe anhören  zu lassen in einem wohl sehr laut starkem Ton.

Kommentar von DerHans ,

So ganz unschuldig bist du ja auch nicht daran. Natürlich kannst du nicht mit der Begründung "gesoffen zu haben" zu spät zur Arbeit kommen und auch noch eine Fahne vor dir her tragen.

Wer saufen kann, muss auch arbeiten können. Sonst muss man das Saufen eben bleiben lassen.

Kommentar von TarantelFlavor ,

Ich bin mir durch aus bewusst, dass ich nicht unschuldig bin. Ich bin auch nicht zu meinem Chef hin und sagte ihm, dass ich getrunken habe. Er hat es einfach nur gerochen und ist darauf hin eben nur so sauer geworden.

Kommentar von Familiengerd ,

Wer saufen kann, muss auch arbeiten können.

Wenn auch Deine Antwort richtig ist - dieser Spruch ist einfach nur dämlich!

Kommentar von Familiengerd ,

Du kannst wegen dieses Vorfalls abgemahnt werden.

Eine fristlose Kündigung (die einzige Kündigungsmöglichkeit, die der Arbeitgeber nach der Probezeit hat) ist in Deinem Fall und in Deiner Situation (noch nie abgemahnt, 3. Ausbildungsjahr kurz vor Beendigung) rechtlich völlig ausgeschlossen!

Kommentar von TarantelFlavor ,

Ich danke dir. Es hat mir tatsächlich wieder Mut gegeben. Jedoch bleibt leider doch die Angst vor morgen ihm unter die Augen treten zu müssen.
Ich muss leider aber wirklich dazu sagen, dass mein Betrieb es nochz nie wirklich mit Vorschriften hatten. Ich würde es ihm zu trauen, dass er mich morgen wieder nachhause schicken wird. Angeblich sollte mein Dienstplan für nächste Woche schon abgehängt und mit anderen Mitarbeitern ausgetauscht worden sein.
Wie auch immer. Eine Abmahnung hatte ich noch nie erhalten. Ich war immer stets vorbildlich auf der Arbeit.

Deshalb beruhigen deine Worte mich. Danke.

Kommentar von Familiengerd ,

Dass das "unangenehm" sein wird, das ist klar.

Rein rechtlich gesehen kann Dir aber - außer einer Abmahnung und der Anrechnung des Tages - nichts passieren. Das gilt insbesondere wegen Deines bisherigen (jedenfalls nach Deinen Worten) untadeligen Verhaltens und Deiner Leistung.

Es gibt wohl kaum Jemanden, der nicht schon irgend wie einmal "über die Stränge geschlagen" hat, mit unangenehmen Konsequenzen, denen man sich dann eben stellen muss.

Kläre das mit Deinem Arbeitgeber/Ausbilder (wenn es nicht schon geschehen ist).

Antwort
von sozialtusi, 23

Lass Deinen Chef dich erstmal schriftlich abmahnen. Mit der Abmahnung kannst Du dann zur Kammer und/oder zum Anwalt gehen.

Mündlich geht da gar nix ;) Bis dahin gehst Du natürlich weiter zur Arbeit und entschuldigst Dich.

Antwort
von JollySwgm, 11

Als erstes: eine Kündigung MUSS schriftlich erfolgen! Sogar per Email oder Fax ist eine Kündigung nicht wirksam!

Also brauchst du dir da keine Gedanken machen.

Alles andere was hier geantwortet ist, besonders was Abmahnungen betrifft ist so nicht richtig.

Nach der Probezeit kann einem Auszubildenden fast nur fristlos gekündigt werden. Und dazu bedarf es einen triftigen Grund, wie z.B. Diebstahl oder Gewalt gegenüber Mitarbeitern. In diesem Fall ist es aber völlig egal ob es schon eine Abmahnung gab oder nicht.

Und im Gegenzug kann ein Auszubildender so viele Abmahnung sammeln wie er möchte. Trotzdem wäre das kein Kündigungsgrund während der Ausbildung.

Antwort
von rommy2011, 49

geh wieder hin zu deinem chef, geschniegelt und gebügelt, versprich ihm , dass das n i e wieder vorkommt und du dich entschuldigst für diesen (hoffentlich ersten ) ausrutscher. erklär ihm deine situation, sei ehrlich und appeliere an sein gewissen, dass er dich bitte jetzt nicht so hängen lassen soll.

Antwort
von Gnubbl, 47

Vielleicht nutzt es wenn du mit deinem Chef nochmals sprichst und dich entschuldigst. Allerdings glaube ich nicht, dass dein Chef bei einer einmaligen Verfehlung eine fristlose Kündigung ausspricht.

Außerdem solltest du dich rechtlich beraten lassen, ob diese Kündigung in der Ausbildung überhaupt wirksam ist. Solltest du wirklich ohne Ausbildungsplatz dastehen, dann hast du immer noch die Möglichkeit extern deine Abschlussprüfung zu machen. Wie das funktioniert musst du dich bei der Kammer erkundigen.

Kommentar von Familiengerd ,

Allerdings glaube ich nicht, dass dein Chef bei einer einmaligen Verfehlung eine fristlose Kündigung ausspricht.

Er darf es in diesem Fall und in der Situation des Fragestellers auch nicht!

Antwort
von Appelmus, 33

Die Kündigung ist mündlich unwirksam. Geh am nächsten Arbeitstag reumütig zu deinem Chef und entschuldige dich für diesen einmaligen Ausrutscher.

Antwort
von Carlystern, 38

Wieso warst du saufen obwohl du wusstest das  du arbeiten musst? Das  geht garnicht.War esdas erste mal oder ist vorher in den 3Jahren schon mal was vorgefallen?

Kommentar von TarantelFlavor ,

Ich war ein absolutes Vorbild auf meiner Arbeit. Das sagte mein Chef auch ständig zu mir. Er wollte mich sogar dort übernehmen, weil er Stolz auf mich ist. Ein solches Ausmaß ist noch nie vorgekommen.

Kommentar von Carlystern ,

Irgend etwas anderes im Laufe der 3 Jahre, wo du Abmahnungen bekommen hast?

Kommentar von TarantelFlavor ,

Wie ich bereits gesagt habe es ist noch niemals etwas vorgefallen, was eine "Abmahnung" rechtfertigen würde. Also verständlich ausgedrückt ich habe noch nie eine Abmahnung erhalten und habe auch noch nie Ärger gehabt.

Kommentar von Carlystern ,

In jedem Fall ist die Kpündigung unwirksam und muss schriftlich erteilt werden. Abmahnungen vorher Vorausetzung, Wenn vorher keine erfolgte rechtfertigt dieses Vergehen nur eine Abmahnung. Anwalt nehmen.

Kommentar von sozialtusi ,

Dann hast du auch nichts zu befürchten.

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