Frage von Blubblibblab, 71

Kündigung- Volles (letztes) Gehalt trotz Minusstunden ?

Hallo,

ich werde im Sommer meinen Arbeitsvertrag kündigen.

Nun habe ich aber ein Saldo von -20Std. auf meinen Gleitzeitkonto. Dies ist dadurch entstanden, da mein Vorgesetzter (meist Kurzfristig) mündlich Bescheid gegeben hat, dass wir an Folgenden Arbeitstag nicht in die Arbeit kommen sollen. Laut der internen "Arbeitszeitregelung", darf ein Saldo von -40 Std. abgebaut werden.

Werden mir die 20h nun von meinem letzten Gehalt abgezogen? Hätte ich meine Arbeitsleistung anbieten müssen, ob wohl mir mein Vorgesetzter deutlich gemacht hat dass ich nicht zu erscheinen habe? Ist das Angebot entbehrlich, da ich für diese Handlung nicht rechtzeitig informiert wurde?

Gruß

Antwort
von Maximilian112, 42

Wenn es Vereinbarungen über Gleitzeit und Stundenkonto gibt kann Arbeitszeit die ja sonst fixiert ist auch vor- bzw nachgearbeitet werden. Die Regularien dazu sind in diesen Vereinbarungen zu finden.

Ist das weniger geregelt gilt ganz einfach der Arbeitsvertrag in dem Deine wöchentliche Stundenanzahl fixiert ist.

Kann das AG seitig nicht eingehalten werden muß es trotzdem bezahlt werden.

Du solltest auf den AG zugehen und ihn auf Deine Minusstunden aufmerksam machen. In den meisten Vereinbarungen sind Bestimmungen enthalten für den Fall des Ausscheidens. Oft können diese aber auch nicht eingehalten werden.

Antwort
von sntgnaethawnr, 44

laut Vertrag darf ein saldo von bis zu -40 stunden aufgebaut werden, also nicht mehr als -40 Stunden angesammelt, macht eher Sinn.

Was hätte es denn geändert,w enn du trotz Absage zur Arbeitsnotwendigkeit deine Arbeitskraft angeboten hättest? was "rechtzeitig" ist, müsste bezogen auf Branche und Vertrag genauer überprüft werden.

eigentlich ist der AG verpflichtet dich für die vertraglich festgelegte Zeit zu beschäftigen, aber was da im Zusammenhang mit der Gleitzeitregelung noch mitspielt, und welche Branche das Ganze ist, kann auch zum Abzug der Stunden führen.

Ich glaube eher nicht, die meisten vertraglichen Sonderregeln sind oft nicht gültig, eine Obergrenze der Minusstunden spricht schon für eine Absicherung des AGs, nicht zuviel für nicht tatsächlich geleistetet Studnen zahlen zu müssen.

Vertrag genau überprüfen, Branchenspezifische Besonderheiten ergründen (auch google ) und § 615 BGB beachten, siehe auch www.gesetze-im-internet.de

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