Frage von WoWTorexyi, 64

Kündigen und davor den ganzen Urlaub verplanen?

Hallo.

Ich werde meinen derzeitigen Arbeitsvertrag zum 01.03.2017 kündigen. Den Urlaub der mir im Jahr 2017 zusteht hab ich noch nicht verplant.

Ist es möglich, den kompletten Urlaub in diesen 3 Monaten zu verplanen? Vielen dank im voraus.

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Arbeitsrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von Familiengerd, 15

Unter bestimmten Voraussetzungen ist das möglich:

1. Der Arbeitgeber hat Dir diesen Urlaub (mehr, als Dir anteilmäßig für 2017 zusteht) gewährt und das Urlaubsentgelt zum Zeitpunkt Deiner Kündigung bereits gezahlt.

2. Das Arbeitsverhältnis besteht, wenn es durch Deine Kündigung in der ersten Jahreshälfte endet, schon länger als 6 Monate ("Wartezeit").

Unter diesen Voraussetzungen darf der Arbeitgeber den von Dir Zuviel genommenen Urlaub nicht zurück verlangen (also nicht das entsprechend zu viel gezahlte Urlaubsentgelt mit Deinen Entgeltansprüchen verrechnen).

So bestimmt es das Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 5 "Teilurlaub" Abs. 3.

Kommentar von Sirius66 ,

Du willst hier nicht alles Ernstes dazu raten, einen VOLLEN Jahresanspruch komplett zu Lasten des alten AG zu machen?

Wie unmoralsich ist DAS denn? Wenn es mal unverhofft so kommt, ja - aber nicht wissentlich. Das macht man nicht.

Kommentar von Familiengerd ,

Wo steht etwas davon, dass ich dazu "rate"?!?!

Ich habe die Rechtssituation beschrieben, wenn ein Arbeitnehmer bei Kündigung mehr Urlaub genommen hat, als ihm zusteht!

Auf die Gründe, warum es dazu kommt (gekommen ist), bin ich nicht eingegangen.

Die sind auch für die rechtlichen Konsequenzen völlig belanglos.

Es geht hier nicht um moralische Wertungen, sondern um rechtliche Erklärungen!!!!

Kommentar von Sirius66 ,

Es hat aber niemand mehr Urlaub genommen, als ihm rechtlich zusteht. Deine rechtlichen Erklärungen sind schön, aber nicht das Thema!

Hier ist die Frage, wieviel und ob er Urlaub nehmen/verplanen darf/sollte/kann, wenn er zum 28.2. kündigt.

Und da kommst du mit dem Hinweis, daß AG nicht zurückfordern kann - toller Tipp - nimm ruhig ALLES - AG ist dann der Gearschte!!!!

Wenn dein Hinweis nur bei Hans stünde, gern - da gehört er hin. Aber die Frage lautet ANDERS.

Kommentar von Familiengerd ,

Hallo? Geht's noch?!?!

Ich habe in meiner Antwort die gesetzlichen Voraussetzungen und rechtlichen Konsequenzen beschrieben für das Vorgehen, das der Fragesteller in seiner Frage andeutet.

Und diese Zusammenhänge sind evident, auch wenn Du nicht in der Lage zu sein scheinst, das zu erfassen.

Ich habe mich auf eine sachliche Beschreibung beschränkt, weil meine Aufgabe nicht in einer "moralischen" Wertung liegt, auf der Du hier - offen oder direkt - penetrant herum pochst.

In meinem Kommentar zur Antwort von DerHans steht - wenn auch knapper formuliert - nichts Anderes als in meinen anderen Kommentaren und meiner Antwort (auch das scheinst Du nicht erkennen zu können)!

Damit ist die Sache für mich "gegessen" - egal, wie sehr Du Dich noch ereifern magst!

Und jetzt beruhige Dein Gemüt wieder ("freundschaftlicher" Rat)!

Antwort
von DarthMario72, 22

Ich werde meinen derzeitigen Arbeitsvertrag zum 01.03.2017 kündigen.

Unwahrscheinlich. Wohl eher zum 28.02.2017. Man kündigt nicht zum Ersten, sondern zum Letzten eines Monats.

Ist es möglich, den kompletten Urlaub in diesen 3 Monaten zu verplanen?

Wieso drei Monate? Januar und Februar sind nach meiner Rechnung 2 Monate. Da du in der ersten Jahreshälfte ausscheidest, steht dir der Urlaub natürlich nur anteilig zu, also 2/12 deines Jahresurlaubs.

Kommentar von Familiengerd ,

Wenn hier die Voraussetzungen nach dem BUrlG § 5 Abs. 1 gegeben sind, darf der Arbeitgeber zu viel genehmigten Urlaub nicht "zurück verlangen"!

Kommentar von Sirius66 ,

Hast du die Frage und unsere Antworten verstanden oder argumentierst du nur gern dagegen?

TE hat noch keinen Urlaub verplant, also auch keinen beantragt und es wurde folglich auch nichts genehmigt, geschweige denn zuviel?

Es stehen 4 Tage zur Verfügung (gesetzlicher Anspruch und 5-Tage-Woche angenommen), die können komplett und zusammenhängend verplant und beantragt werden.

Der Arbeitgeber kann das so genehmigen, muss er aber nicht. Besonders nicht, nachdem gekündigt wurde. Da kann er den Urlaub auch auf Ende Februar festlegen. Wird ihm aber auch herzlich egal sein.

Oder willst du den TE etwa dazu anstacheln, den Arbeitgeber wissentlich zu täuschen?

Gruß S.

Kommentar von Familiengerd ,

Hast du die Frage und unsere Antworten verstanden

Offensichtlich besser als Du.

Wenn es dem Fragesteller nur um ein "Kann ich" ginge, wäre die Frage ziemlich unsinnig, wenn es nicht auch um die Berücksichtigung der Voraussetzungen und Konsequenzen geht!

Wenn Du meine eigene Antwort richtig lesen - und verstehen!! - würdest, dann hätt5est Du Dir diese überflüssige Erwiderung sparen können!

Antwort
von DerHans, 20

Du kannst deinen Urlaub natürlich vorher nehmen. Dann wirst du aber 5/6  zurück zahlen müssen. In 2 Monaten steht dir nur 1/6 des Urlaubs zu.

Kommentar von Familiengerd ,

Das ist falsch, wenn der Arbeitgeber bei der Kündigung das Urlaubsentgelt bereits gezahlt hat - siehe dazu BUrlG § 5 "Teilurlaub" Abs. 3!

Antwort
von Sirius66, 22

Natürlich. Was denn sonst? Für die 2 Monate hättest du Anspruch auf 4 Tage. Kommt ja drauf an, wie dein Vertrag aussieht. Ich bin mal von einer 5-Tage-Woche ausgegangen.

Die 4 Tage kannst du komplett verplanen. Ob du sie so genehmigt bekommst, ist eine andere Frage.

Wieso denn überhaupt 3 Monate?

Gruß S.


Kommentar von Familiengerd ,

Wenn der Arbeitgeber den zu viel beantragten Urlaub genehmigt und bei der Kündigung das Urlaubsentgelt bereits gezahlt hat, hat er in diesem Fall hier "Pech" gehabt!

Kommentar von Sirius66 ,

Darum geht es doch gar nicht.


Kommentar von Familiengerd ,

Ach nein?

Worum denn Deiner Meinung nach?

Nur darum, ob der Fragesteller das einfach "kann"? - Albern!

Kommentar von Sirius66 ,

Ja - is gut. Du bist der Experte ...

Antwort
von Geisterstunde, 17

Den Urlaub solltest Du auch nicht verplanen: Dir steht nämlich nur der anteilige Urlaub für die zwei gearbeiteten Monate zu.

Kommentar von Familiengerd ,

Wenn der Arbeitgeber den zu viel beantragten Urlaub genehmigt und bei der Kündigung das Urlaubsentgelt bereits gezahlt hat, hat er in diesem Fall hier "Pech" gehabt!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community