Frage von Puschenpappel, 60

KSP Rechtsanwälte - Forderung von Paypal?

Ich habe vor nem Monat einen Onlinekauf mit PayPal bezahlt. Zu dem Zeitpunkt war mein Konto auch gedeckt. Da die Rentenversicherung mein Übergangsgeld jedoch nicht rechtzeitig überwiesen hat, andere Kosten vom Konto gebucht woden sind und ich seitdem keinen Geldeingang hatte, ist die Lastschrift wieder zurückgegangen. Ich habe Paypal sofort informiert, dass ich erst am 26.10. Sicher den ausstehenden Betrag zahlen kann, das aber 100% dann auch tun werde. Trotzdem hat PayPal mehrmals versucht abzubuchen. Vergebens.

Heute kam diese Mail:

Sehr geehrte Frau xxxxx,

wir zeigen an, dass wir die PayPal (Europe) S.à.r.l. et Cie, S.C.A., vertreten.

PayPal hat uns mitgeteilt, dass Ihr Nutzerkonto einen Negativsaldo von EUR 59,76 aufweist und Sie sich mit dem Ausgleich dieses Betrages in Verzug befinden.

Die geltend gemachte Gesamtforderung setzt sich wie folgt zusammen:

Negativsaldo PayPal Konto EUR 59,76 zzgl. Verzugszinsen seit dem 22.09.2016 i.H.v. 5%-Punkten über dem Basiszinssatz EUR 0,14 Kaufmännische Mahnkosten EUR 20,00 Anwaltsgebühr EUR 58,50 Auslagenpauschale EUR 11,70 Gesamtbetrag EUR 150,10

Wir fordern Sie auf, den Betrag von EUR 150,10 so an uns zu überweisen, dass dieser bis zum

19.10.2016

auf unserem unten bezeichneten Konto eingeht.

Mit freundlichen Grüßen

KSP Rechtsanwälte

Dieses Schreiben wurde elektronisch versandt und trägt daher keine Unterschrift.

Ergänzende Informationen zu der hier geltend gemachten Forderung:

PayPal bietet bekanntermaßen den weltweit größten Online-Zahlungsservice an, der es seinen Nutzern ermöglicht, Zahlungen online zu versenden bzw. zu empfangen. Das auf Ihren Namen angemeldete Nutzerkonto zu der E-Mailadresse "xxxxxx.de" wurde am 19.04.2007 bei PayPal registriert. Dieses Nutzerkonto wurde für Zahlungstransaktionen verwendet.

Der Betrag des Negativsaldos von EUR 59,76 beruht auf einer Transaktionssumme in Höhe von EUR -76,62 und Gebühren seitens PayPal (z.B. für Rückbuchungen oder ggf. Verkäufergebühren) in Höhe von EUR 136,38.

Weitere Details zu dem Negativsaldo sowie die Mahnungen hat PayPal u. a. am 21.09.2016 vereinbarungsgemäß an die bei der Anmeldung hinterlegte E-Mailadresse "xxxxxx.de" versandt.

Aufgrund Ihres Zahlungsverzuges sind Sie verpflichtet, auch die Kosten unserer Inanspruchnahme sowie die weiteren Verzugskosten zu tragen.

Sollten wir keinen fristgerechten Zahlungseingang verzeichnen können, werden wir unserer Mandantin empfehlen gerichtliche Schritte gegen Sie einzuleiten. Hierdurch würden erhebliche zusätzliche Kosten entstehen, welche bei erfolgreicher Geltendmachung noch zusätzlich von Ihnen zu tragen wären.

  • Anwaltsgebühr und Auslagenpauschale gemäß §§ 2, 13 f. Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) i.V.m. Nr. 2300, 7002 Vergütungsverzeichnis zum RVG

Was mache ich nun? Ich kann definitiv erst am 26.10. irgendwem was zahlen.

Expertenantwort
von haikoko, Community-Experte für PayPal, 51

Die Forderung Paypals besteht ja unstrittig zu Recht. Prüfe diese noch einmal in Deinem Konto oder in den bisher erhaltenen Zahlungsaufforderungen von Paypal.

Leihe Dir also das Geld (wo auch immer) und gleiche umgehend das Paypal-Konto durch Überweisung in Gesamthöhe aus. Solltest Du keinen Zugriff auf Paypal haben, informiere Dich über Deine Bankkontoauszüge, aus denen Du dann auch die Bankkontonummer von Paypal entnehmen kann. In diesem Fall schreibst Du in den Betreff "Kontoausgleich für Konto xxxx".

Die "Informationen" von KSP legst Du lediglich ab. Das wird erst interessant solle ein Gerichtlicher Mahnbescheid kommt (was nach meinen bisherigen Informationen noch nicht der Fall war). U.a. fehlt bei der KSP-email z.B. die Vertretungsvollmacht, die für diesen Fall von Paypal erteilt wurde.

Antwort
von Puschenpappel, 30

Jetzt haben die hier angerufen. Die haben doch glatt meinem Lebensgefährten die ganze Story erzählt. Das finde ich ja schon geil. 

So. Nun zum Thema. Ich habe bereits einen Teil an Paypal zurückgezahlt. Den Rest zahle ich nächste Woche. Was mache ich nun mit KSP? Wenn ich ein Schreiben an Paypal sende,  in dem ich darauf hinwise, dass die als größter Anbieter eines Zahlungsdienstes  wohl kaum die Hilfe eines ominösen Anwaltes benötigen und dass die Mahnkosten nicht gerechtfertigt sind, da der negative Kontostand bereits Kisten für die geplatzte Lastschrift in Höhe von 5 Euro enthält. Zudem hab ich bereits vor Wochen Paypal kontaktiert dass ich sicher am 26 10  zahle. Das hab ich ja in meinen Mails belegt.

Was mache ich jetzt? Bei KSP zurückrufen? Was soll ich denen sagen?

Antwort
von Icekeks77, 34

Ich kläre dich mal auf...KSP VERSENDET MAHNUNGEN NUR AUF DEM POSTWEG,NIE ONLINE.Hier ein Auszug von deren Seite:

Sehr geehrte Besucher!
aktuell kommt es vermehrt zu betrügerischen Phishing-E-Mails im Look von PayPal mit der Aufforderung, sich bei PayPal einzuloggen! Diese sind nicht von KSP verschickt worden. Bitte befolgen Sie nicht die Aufforderung, sich einzuloggen. Wir haben Strafanzeige gestellt.
Die Geschäftsführung von KSP

Kannst du auch nachlesen auf KSP.de 

In der Regel dauert das 4-6 Wochen bis KSP sich bei einem schriftlich meldet..

Was ich an deiner Stelle jetzt machen würde ist:Ich würde mich bei KSP melden und nach Fragen ob wirklich so eine Forderung offen ist.Sicher ist sicher,und schnellstmöglich das Paypal Konto ausgleichen

Kommentar von TheMentaIist ,

Das ist schlichtweg komplett falsch. KSP schickt sehrwohl E-Mail Mahnungen, sogar bevorzugt.

Antwort
von Puschenpappel, 45

Nochmal ich selber. Habe gerade bei PayPal gesehen dass der offene Betrag auch noch auf meinem PP Konto steht. Also können die die Forderung gar nicht verkauft haben.

Hab mir jetzt mal die Bankdaten von Paypal herausgesucht. Aber ich kann erst am 26.10. Zahlen.

Kommentar von haikoko ,

KSP ist kein Forderungsaufkäufer.
KSP ist das Inkassobüro, das vielfach für Paypal tätig wird.

Du kannst auch versuchen, bei Paypal anzurufen und dort auf Deine Information (ich hoffe Du hast den Namen des damaligen Gesprächspartners notiert) nach der geplatzten Abbuchung hinweisen. Man wird Dir jedoch wahrscheinlich nur sagen, Du sollst Dich an KSP wenden. Das jedoch bitte nicht.

Oder in einem Schreiben, in der Du der Forderung widersprichst und auf Deinen Kontakt zu Paypal mit Deinem Zahlungsversprechen zum 26.10.2016 hinweist. Weiteres geht KSP nichts an.

Antwort
von Puschenpappel, 47

Nachtrag: 

PayPal hat ja lediglich Mails gechickt. Das rechtfertigt kaum 20 Euro kaufmännische Mahnkosten. Auslagen wüsste ich jetzt nicht was das sein sollte. Rucklastschriftgebühren sind ja schon.mit 5 Euro automatisch auf dem Ursprungsbetrag aufgeschlagen ....

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