Frage von DenizNachname, 88

Kritischer Obdachlosfall.. wer hilft?

Ich bin 20 Jahre Jung und wurde (wegen Ende der Pflegschaft) von meiner Pflegemutter vor die Tür gesetzt. Ich habe einige Monate bei meiner Tante jetzt gelebt und muss aber morgen aus dem Haus raus wegen einem Streit der entstanden ist.. Ich habe die Zeit lang ALG2 bezogen, musste jedoch mein ganzes erhaltenes Geld an sie abdrücken sonst hätte rausschmiss gedroht.. Das Jobcenter wollte mir nichtmal groß zuhören und hat gesagt "Es tut uns leid das sie auf die Straße müssen, aber dafür gibt es ja Obdachlosenheime".. Zwischenzeitlich habe ich mich auch um eine Ausbildungssuche gekümmert aber da ich leider nur einen Hauptschulabschluss nach Kl. 10 habe ist es leider immer noch nichts geworden..

Der fakt das mich meine "Mutter" rausgeschmissen hat wegen dem Geld und neuer Pflegekinder trifft mich immer noch und ich habe nicht wirklich Freunde die mir aushelfen können (Schlafplatz für ein paar Tage oder sowas..). Meine Frage ist jetzt was bleibt für mich noch.. ? Werde ich wirklich auf der Straße leben müssen ?

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Antwort
von beangato, 50

Es tut uns leid das sie auf die Straße müssen, aber dafür gibt es ja Obdachlosenheime

Das ist ja nun mal eine saublöde Aussage.

Zeig Deinem Jobcenter mal das:

Der Gesetzestext zum § 22 Abs. 2a Satz 2 stellt klar, wann die
Arbeitslosenbehörde zu einer Zusicherung zum Umzug verpflichtet ist:

"wenn,

...


3. ein sonstiger, ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt."

Für alle jugendlichen Erwachsenen, die nicht mehr in der Wohnung ihrer
Eltern leben wollen oder können, gilt Nr. 3.

Was sind "schwerwiegende soziale Gründe"?

...

Schwerwiegende soziale Gründe können sein:

...


4. Rauswurf der Jugendlichen.

http://www.strassenfeger-archiv.org/article/2523.0018.html

Vlt. kannst Du Dich auch mal an eine ALG-II-Beratungsstelle bei Euch wenden.

Bitte Deine Tante, dass Du noch so lange bei Ihr leben darfst, bis Du eine eigene Wohnung hast. Die Wohnung musst Du aber selbst suchen.

Hier

http://www.harald-thome.de/oertliche-richtlinien.html

könntest Du herausfinden, was bei Euch üblich ist.

Kommentar von DenizNachname ,

Das große Problem hierbei besteht darin, dass ich kein Internet oder andere "vergünstigungen" mehr haben werde um mich um die Wohnungssuche kümmern zu können wenn ich obdachlos bin.. Meine Tante ist nicht bereit mich hier länger wohnen zu lassen weil ich ihr nicht noch mehr Geld geben kann da ich nichtmal mehr 1 Euro in der Tasche geschweige denn auf dem Konto habe..

Ich bin mental zudem einfach nur am ende :( .. 

Kommentar von beangato ,

Darf ich fragen, wo Du wohnst? Bundesland reicht vlt. auch.

Kommentar von DenizNachname ,

Ich wohne in Düsseldorf..

Kommentar von beangato ,

Danke. Das war keine Neugier :)

Habe deswegen gefragt:

Caritasverband Düsseldorf Geschäftsstelle
Hubertusstraße 5
40219 Düsseldorf
Hier finden Sie uns
Caritas Service Center
(Mo bis Do von 8 bis 18 Uhr;         Fr von 8.00 bis 14.00 Uhr)
Tel: 0211 / 16 0 20

http://caritas.erzbistum-koeln.de/duesseldorf_cv/index.html

Versuch, da mal morgen anzurufen.

Kommentar von DenizNachname ,

Werde ich .. danke für die schnelle Hilfe und den Rat.. 

Kommentar von beangato ,

Gerne doch :)

Antwort
von hertajess, 17
Gesundheit, Soziales

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Das kostenlose Angebot der Beratung für Wohnungsnotfälle umfasst z.B.Beratung, Kontaktaufnahme und Vermittlung mit Ihrem Vermieter, Prüfung und Veranlassung weiterer Hilfen, wie zum Beispiel eine Schuldner- und Insolvenzberatung.

Unter bestimmten Bedingungen kann zum dauerhaften Erhalt der Wohnung eine darlehensweise Übernahme der Mietschulden erfolgen.

Zu Ihrem ersten Gespräch bringen Sie bitte folgende Unterlagen mit soweit bereits vorhanden:

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In jedem Fall ist eine umgehende Kontaktaufnahme zu Ihrem Vorteil. Nur dann ist es möglich, bestimmte Fristen einzuhalten und einen drohenden Verlust Ihrer Wohnung abzuwenden. Alternativ unterstützt das Amt für Wohnungswesen bei der Suche nach einer neuen Wohnung.

Mieterinnen und Mieter, die in den Siedlungen "Wersten Süd-Ost" im Stadtteil Wersten, der "Säckingerstrasse" und dem "Schwietzkegelände" in Mörsenbroich, der "Grünau" in Heerdt und dem "Hellweg/Märchenland" in Flingern wohnen, können sich in den zuständigen Mieterbüroswohnortnah beraten lassen.

Beratung für Wohnungsnotfälle

(3. Obergeschoss)AdresseWilli-Becker-Allee 10

Fahrplanauskunft

Informationen zur Zugänglichkeit

40200 DüsseldorfE-Mailwohnungsnotfaelle@duesseldorf.de

Telefon 021189-94477

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Lese, schreibe ab und nutze. 

Und wenn Du da bist lasse Dir alle vorhandenen Informationsbroschüren aushändigen, lese sie, nutze die Angebote weitgehend aus. Schaue auch dass Du Informationen zu Selbsthilfegruppen bekommst. Davon gibt es einige vor Ort. Schaue Dir mehrere an. Dann sieh zu dass Du zu einer mindestens regelmäßigen Kontakt hältst.

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