Frage von Gina1230, 69

Krisenvorsorge: Sollte man wirklich jetzt für den Krisenfall vorsorgen (Lebensmittel, Wasser etc. für 10-14 Tage, Radio, Gaskocher u. ä.), was macht ihr?

Hat das Innenministerium nur eine längst überfällige Vorschrift zum Bevölkerungsschutz aktualisiert oder sollte man sich jetzt wirklich entsprechend bevorraten?

Habe bei einem Internetanbieter in der letzten Woche ein Kurbelradio gesehen. Es kostete 29,- Euro. Inzwischen ist es täglich um ca. 1,- Euro teurer geworden und kostet zur Zt. 35,95 Euro. Auch hat sich die Lieferzeit erheblich verlängert. Zuerst war es sofort lieferbar, nun erst in 16 Tagen. D. h. doch, dass einige Leute dem Aufruf des Innenministeriums folgen, oder?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mojoi, 30

Ja, einige Leute schieben echt Panik und kaufen überteuertes Prepperzeug.

Du brauchst keine ultragetrockeneten Dauerhartkekse und Multivitaminpowerpräparate mit vollrundumnährstoffmittelversorgung.

Es wird nur empfohlen sich so zu bevorraten, dass man zehn Tage lang was zu Essen hat. Bei so einem kurzen Zeitraum spielt eine etwaige Vitaminunterversorgung keine Rolle.

Du könntest z.B. zehn Kilo Reis vorhalten. Trocken eingepackt hält das Jahre (bis weit über das MHD hinaus). Würde auf Dauer flau schmecken, und auf laaaange Sicht hättest du Mangelerscheinungen. Mittelfristig aber voll OK, ein ordentlicher Kohlenhydratlieferant.

Kann schnell und ohne Zutaten zubereitet werden (etwas Salz für die Bekömmlichkeit).

Zur Not kannst du es in kaltem Wasser einweichen.

Oder Hirse, getrocknete Erbsen, Bohnen, Zwieback, Apfelringe.

Sind alles ganz normale Nahrungsmittel, kosten verschwindend wenig und genügen vollauf. Es sollen ja keine Gourmetwochen werden.

Ggf. noch eine Flasche billiges Sonnenblumenöl dazu, um ordentlich Kalorien hinzuzufügen.

Statt eines Kurbelradios nimm einen kleinen Weltempfänger mit Batterien. Batterien sollte man eh immer im Haus haben und alle drei Jahre auffrischen. Gibt es für zwofuffzich bei Pearl als Kopfhörervariante.

Bewerkstellige Beleuchtung und Kochmöglichkeiten, die unabhängig von Netzstrom sind, idealerweise völlig stromunabhängig.

Das wären z.B. Kerzen (ganz banale oder Teelichte - auch hier gibt es im Survivalbereich unnötig teure Spezialkerzen) und ein einfacher Campingkocher.

Wasser: Du kannst dir chemische Reinigungstabletten oder Wasserfilter für teuer Geld kaufen, oder einfach wenn die Situation sich zuspitzt, die Badewanne als Wasserreservoir vollaufen lassen.

Dabei aber wie folgt vorgehen: Wasser in sauberen Eimer laufen lassen. Abschmecken, ob das Wasser in Ordnung ist, DANN in die Badewanne. Und so weiter, bis die Badewanne voll ist oder das Wasser seltsam schmeckt (weil die Leitungen z.B. beschädigt wurden).

Alles was du bevorratest möglichst klein abportionieren. Also Wasser in möglichst vielen Ballons aufteilen. 10kg Reis umfüllen in kleinere luftdichte Behälter oder Tüten. Sollte dann etwas vergammeln, schlecht werden oder undicht sein, ist nur ein kleiner Teil deines Vorrates davon betroffen. 

Weiteres nützliches Zeugs:

Ein Fahrrad, ein Bollerwagen und eine Bügelsäge sind auch so nützliche Haushaltshelfer, sind aber im Zweifelsfall tolle Werkzeuge, um Brennholz zu beschaffen.

Eine kleine, popelige LED-Solarlatern für 99 Cent (nein, nicht wieder dieses Survial-Mördergedöns für 84 Euro). Wenn sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, ist das hell genug.

Kleine Handfunkgeräte für 20 Euro das Paar. Da kann man wenigstens im Nahbereich kommunizieren.

Kauf nicht Spezial-Survival-Zeugs und vor allem kauf nicht jetzt, wo die ganzen Lemminge die Läden stürmen.

Antwort
von Paladinbohne, 41

Dies ist eine allgemeine Empfehlung... Es wurde nur wieder daran erinnert.

Diese Erinnerung ist allerdings aufgrund der vielen Ereignisse etwas schlecht getimed.

Man kann, muss aber nicht. Es ist immer gut etwas für ein paar Tage auf Vorrat zu haben, aber man muss nicht gleich durchdrehen.

Kommentar von Paladinbohne ,

P.S.: Und ja.. manche drehen frei... Eine Kollegin ist am selben Tag, als sie davon hörte gleich Einkaufen gegangen und hat Vorräte für 200€ gekauft... >.>

Antwort
von PrivateBrown, 34

Musst nicht. Die Warnung ist einfach allgemein gültig im Fall der Fälle.

Wenn dir Survival spaß macht kannst du dir Equipment sowieso holen. Schadet ja nicht als Hobby.

Ich werd nichts tun.

Antwort
von Hugito, 28

Ist nur eine Krisenvorsorge, die ohnehin nötig ist. 10 Tage Essen im Haus ist eine pure Selbstverständlichkeit.

Eine Regierung muss die Leute auf so was allgemein hinweisen (Ebenso wie auf Gefahren des Rauchens, Alkoholtrinkens, schnellen Autofahrens, ..) Man nennt das Politik der Gefahrenvorsorge.

Vergiss das Kurbelradio. Wenn du das für notwendig hälst, kauf die ein einfaches Radio für Batterien. Dann kauf extra Batterien. Es reicht aber, wenn einer in der Nachbarschaft so was hat.

Antwort
von berlina76, 29

Das gilt schon seit Jahr und Tag ist in den Städten nicht mehr üblich auf dem Land schon. Es wurde jetzt eben nur mal ausgesprochen.

Man sollte immer soviel vorrätig haben, das man mal 1-2 Wochen ohne Einzukaufen über die Runden kommt.

Da steckt nichtmal ein Terroristischer Hintergrund hinter sondern kann auch mal eine Überschwemmung über Tage sein, die eine Ortschaft abtrennt. Oder im Winter ein Schneesturm oder eine einfache Erkältung die einen einige Tage ans Bett fesselt und man nicht einkaufen gehen kann.

Was das Kurbelradio angeht, ein Batteriebetriebenes Radio sollte für ein paar Tage auch genügen.

Antwort
von imaawesomee, 36

Hab für den Notfall immer 2 Kisten Gin in der Garage.

Antwort
von newcomer, 31

hier wird versucht mit fadenscheinigen Meldungen die Menschen dazu zu bringen sinnlose Ausgaben zu machen. Es droht weder Krieg noch sonst irgend eine Katastrophe

Kommentar von berlina76 ,

Was war das Im Frühjahr mit den Überschwemmungen und teilweise abgeschnittenen Ortschaften? Alle Jahre wieder?

Ist das keine Katastrophe?

Kommentar von newcomer ,

dann kommt ein Hubschraubschraub und wirft ein paar Lebensmittel ab oder evakuiert die Menschen

Kommentar von newcomer ,

wichtig sind vor allem Kondome einzulagern falls mal Bedarf sein sollte

Kommentar von berlina76 ,

Ein Hubschrauber hat dann aber sehr viel zu tun. und auch 10. Es gibt auch da eine Auslastungsgrenze und mancherorts mußte man schonmal 3-5 Tage auf Hilfe warten. Auch in Deutschland.

Antwort
von Praktikant2015, 31

Ich schließe keine 24Monatsverträge mehr ab.Nur noch von Monat zu Monat.Man weiß ja nie.

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