Moonlight am 22.06.2008 um 15:34 Uhr
An alle die schon länger verheiratet sind: Wie habt ihr Krisen gemeistert? Hattet ihr Phasen in eurer Ehe , wo die Liebe auf der Strecke geblieben ist? Wo ihr dachtet: Wo ist die Liebe hin? Oder euer Partner sich eurer Liebe plötzlich nicht mehr sicher war? Wie habt ihr euch verhalten , wie habt ihr wieder zueinander gefunden. Bitte schreibt eure Erfahrungen . Danke.
Reden, reden, reden, mal ein bißchen Abstand halten und getrennt etwas unternehmen, reden, versuchen das Positive am Partner zu sehen, reden, reden, sich selbst etwas zurück nehmen und auf den Partner eingehen, reden, reden, nicht so schnell aufgeben, reden, Gemeinsamkeiten herausfinden und sehen, ob das für die Zukunft ausreicht usw. Ich finde es schwierig, deine Frage mit ein paar Sätzen zu beantworten.
Offen und ehrlich miteinander sprechen - aber Achtung: Es gibt Porzellan, das man nicht zerschlagen darf. Gegenseitige Erwartungen und Eindrücke abgleichen und deutlich auf die Bedürfnisse des Partners eingehen. "Ich will täglich poppen" - "Ich nicht." wäre z.B. kein guter Ansatz ...
Krisenlösung war ganz einfach: Ich habe mich Scheiden lassen, und sofort war ich Krise, Krisenstimmung und Krisenherd los.
Moonlight am 22. Juni 2008 16:28 Das mag die richtige Lösung sein, wenn alle Gefühle weg sind oder die Krisen untragbar geworden sind.
Schlicht eine Frage der Kalkulation: Was belastet mich mehr, wo liegt am ehesten mein Zugewinn?

Eigentlich hatten wir nie Krisen, weil wir alle Probleme frühzeitig angegangen sind, darüber geredet und sie gelöst haben!
Moonlight am 22. Juni 2008 18:33 Das ist doch schön, wenn man das von sich und seiner Ehe sagen kann :-)
Diese Frage kann man wohl wirklich nicht so auf die schnelle beantworten. Aber wäre es nicht das naheliegendste sich eine Beratung zu holen. z.B. bei Pro Familia oder so! Da jede Ehe auch anderst ist wird es keine richtig passende Antwort geben. Ich wünsch Dir viel Glück und das Ihr die Krise übersteht
Krisen sind "die" Gelegenheit sich auf eine Art näher zu kommen, die sonst nicht möglich ist. Wenn alles läuft, kann jeder zusammen bleiben. Wenn es Probleme gibt, trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Leichtfertigen trennen sich oder lassen sich scheiden. Einfach, praktisch, gut - und wieder nichts gelernt. So geht man einfach in die Wiederholung - und wenn man doof genug ist, merkt man das gar nicht (was ein Vorteil sein kann). Wer dabei merkt, dass er ständig die gleichen Probleme mit wechselnden Partnern hat, müsste dann (wenn er zu sich ehrlich sein kann) auf den Trichter kommen, dass es wohl an ihm selbst liegt, dass er jedes Mal scheitert. Und ab hier wird es interessant: Die sicherste Änderung in einer Beziehung kann ich an mir selbst vornehmen. Ich kann an meiner Einstellung zum anderen, zu mir und zu uns beiden arbeiten. Ich kann versuchen, besser zu verstehen, angemessener zu reagieren, weniger verletzend oder aggressiv zu sein, weniger Angst und Panik zu empfinden. Weniger den Partner für mein Glück verantwortlich zu machen und ihm so die Schuld für mein Unglück zu geben. Und mit einem Partner, der dies auch möchte und von sich beansprucht - mit so einem Partner will und kann ich 100 Jahre alt werden.
Moonlight am 30. Juni 2008 09:19 Danke Uwless für deine Worte: Diese Weisheit habe ich für mich auch schon erlangt: Das sich Beziehungsmuster einfach wiederholen und dass ein Lernprozeß entstehenn muß, so ein Beziehungsmuster zu durchbrechen. Ich glaube, ich für mich bin bereit dazu und ich wäre sehr glücklich wenn es mir MIT meinem Partner gelingt.
Danke für deine Antwort.Dürfen auch ein paar mehr Sätze sein, möchte einfach etwas aus dem persönlichen Erfahrungsfeld wissen.
Ich finde das viel zu komplex und noch dazu sehr individuell, daher habe ich nur das geschrieben, was wohl "immer passt". Ich bin schon sehr lange verheiratet, und wir hatten schon viele Krisen. Aber jeder Tiefpunkt war anders.