Frage von GlimmerQueen28, 130

Krim-Krise Ukraine/Russlan?

Worum ging es bei der Krim Krise? Wer lebt eigentlich auf der Krim? Gehört die Krim zur Ukraine oder zu Russland? Kann mir das bitte jemand erläutern?

Antwort
von palzbu, 45

Die Krim war nur ein provozierter Zwischenfall im großen Plan.

George Friedman, Direktor der texanischen

Strategie-Denkfabrik Stratfor:„…Aus Sicht der Vereinigten Staaten wäre das gefährlichste potenzielle Bündnis eine Allianz zwischen Russland und Deutschland. Es wäre eine Allianz der Technologie und des Kapitals Deutschlands mit den natürlichen und menschlichen Ressourcen Russlands. Dies muss verhindert werden durch Druck auf Deutschland und die anderen europäischen Staaten.

Hetze zwei Parteien gegeneinander auf, dann werden sie keine Freunde.  --- Oder das alte Sprichwort: "Teile und herrsche".

Die USA provozieren permanent kleine Scharmützel (wie Ukraine) um einen  dauernden Zwist zwischen der EU und Russland am kochen zu halten. -- Und die blöden Deutschen lassen sich benutzen zum eigenen Schaden.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Endlich mal jmd der informiert ist .. danke.

Antwort
von LordFantleroy, 65

Die Krim wurde im Rahmen eines Schenkungsaktes 1954 von Chruschtschow in die Ukraine eingegliedert. Diese Gebietsabtretung wurde nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion allerdings von russischer Seite im Rahmen des Budapester Memorandums 1994 noch einmal bestätigt und ihre territoriale Integrität vertraglich zugesichert, als Gegenleistung verzichtete die Ukraine auf ihr Atomwaffenarsenal, ebenso wurde diese noch einmal im bilateralen Freundschaftsvertrag von 1997 bekräftigt.

Es handelt sich im Falle der Krim-Besetzung völkerrechtlich um eine widerrechtliche Annexion Russlands. Das Krim-Referendum wurde de facto im Windschatten einer militärischen Besetzung durchgeführt, als die russischen Soldaten widerrechtlich ihre Stützpunkte verließen und Militärstützpunkte zu blockierten und ist deswegen  als nichtig anzusehen.

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker gestattet eine Sezession nur unter äußerst engen Voraussetzungen, wie langanhaltenden, weitflächigen und schwersten Menschenrechtsverletzungen, und die hat es auf der Krim nicht gegeben und sie standen auch nicht unmittelbar bevor, die Krim genoss sogar innerhalb der Ukraine einen Autonomiestatus.

Kommentar von atzef ,

Klitzekleine Ergänzung: Die ukrainische Verfassung kennt keine Volksabstimmung über die Abtrennung eines Gebietsteils.

Kommentar von GlimmerQueen28 ,

wie ist dann denn sowas möglich?? also wenn es das in der ukrainischen Verfassung nicht gibt? Nur weil dort mehrheitlich Russen leben muss die Halbinsel ja nicht wieder an die Russen gegeben werden. Ich glaube dadurch werden wieder einmal, wie früher auch, die Krimtataren unterdrückt. Kein Wunder. Putin nutzt das aus, weil er Probleme mit der Türkei hat ubd er will seine "Macht" indem er unschuldige Menschen unterdrückt zeigen.

Kommentar von LordFantleroy ,

Huckebein, Du hast schon mitgekriegt, dass Reinhard Merkel kein Völkerrechtler ist, sondern Strafrechtler und Rechtsphilosoph? Er ist also kein Experte in Sachen Völkerrecht.

Was sagen denn andere Stimmen?

"Die Vereinten Nationen haben in ihrer Vollversammlung die Annexion der Krim durch Russland als rechtswidrig verurteilt. Eine von der Ukraine eingebrachte Resolution fand eine klare Mehrheit."

http://www.welt.de/politik/deutschland/article126280554/UN-verurteilen-Krim-Anne...

"Ein solches Vorgehen ist nicht nur ein Gewalteinsatz, sondern ein Akt der Aggression im Sinne der von der UN-Generalversammlung 1974 einvernehmlich angenommenen Definition. Entscheidend ist nicht, dass die Stationierungstruppen auf dem fremden Staatsgebiet schießen, sondern dass sie die Grenzen des Stationierungsabkommens überschreiten. Auch Putins Argument, alles sei doch friedlich zugegangen, liegt deshalb völkerrechtlich neben der Sache.

Oder hatte die Ukraine doch zugestimmt? Die neuen Machthaber auf der Krim konnten die Ukraine völkerrechtlich nicht vertreten. Doch brachte der russische Vertreter im UN-Sicherheitsrat wenig später ein „Hilfeersuchen“ des vormaligen Präsidenten Wiktor Janukowitschs ins Spiel. Zum Zeitpunkt des angeblichen Ersuchens war Janukowitsch nach Russland geflüchtet und in Kiew eine neue Regierung gebildet worden. Nach Ansicht der Russischen Föderation war dieser Regierungswechsel verfassungswidrig und deshalb völkerrechtlich unbeachtlich. Es spricht tatsächlich viel dafür, dass der Machtwechsel in der Ukraine die Bahn der ukrainischen Verfassung verließ. Doch wäre er deswegen völkerrechtlich nicht irrelevant. Die Regierung eines Staates im Sinn des Völkerrechts bildet, wer tatsächlich Herrschaft ausübt.

In jüngster Zeit hat die Staatengemeinschaft die Bereitschaft zu erkennen gegeben, von diesem Effektivitätsprinzip eine eng umrissene Ausnahme zugunsten der Legitimität zu machen. So hat der UN-Sicherheitsrat 1997/98 am demokratisch gewählten Präsidenten Sierra Leones, Ahmad Tejan Kabbah, festgehalten, als dieser durch einen Militärputsch zu Fall gekommen war. Doch wie auch immer man den ukrainischen Volksaufstand beurteilt – mit einem Putsch wie im Fall Sierra Leones lässt er sich nicht gleichsetzen. Deshalb behandeln die allermeisten Staaten die neuen Machthaber in Kiew mit Recht als die Regierung der Ukraine im Sinn des Völkerrechts.

Es bleibt die Frage, ob die russischen Streitkräfte der russischsprachigen Bevölkerung auf der Krim bei der Ausübung des Selbstbestimmungsrechts Beistand leisten durften. Hierhin verschob sich am Ende der Schwerpunkt der völkerrechtlichen Argumentation Russlands. An dieser Stelle ist Genauigkeit geboten. Gewiss ist das Selbstbestimmungsrecht der Völker inzwischen Bestandteil des Völkerrechts. Doch ebenso gewiss ist, dass es seinem Inhaber keine Befugnis gibt, den Austritt aus einem bestehenden Staatsverband zu verlangen und mit Gewalt durchzusetzen. Bislang war auch Russland dieser Meinung, und als Tschetschenen vor einiger Zeit nach Unabhängigkeit strebten, bekräftigte es seine Rechtsposition – beklagenswert – robust. Ein Volk ist innerhalb des Staatsverbands zu schützen, dem es zugehört, etwa durch Autonomierechte, wie sie die Bewohner der Krim genossen.

[...]

Die Bewohner der Krim haben sich nicht aus eigener Kraft von der Ukraine gelöst, was das Völkerrecht eventuell hingenommen hätte. Stattdessen hat die Russische Föderation die faktische Eingliederung der Krim in den eigenen Staatsverband durch einen völkerrechtswidrigen Gewalteinsatz zumindest ermöglicht und sodann tätig vollzogen. 1974 hatte die UN-Generalversammlung erklärt, jeder „sich aus einer Aggression ergebende Gebietserwerb oder besondere Vorteil“ sei unzulässig. Diese Aussage gibt geltendes Völkerrecht wieder und erfasst auch die stufenweise Annexion der Krim."

https://zeitschrift-ip.dgap.org/de/ip-die-zeitschrift/archiv/jahrgang-2014/mai-j...

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Du meinst, die UN die immer nur aktiv werden wenn die Gegenspieler der USA etwas vermeintlich völkerrechtswidriges tun? Super Truppe ;D 

Mal davon abgesehen. Wo ist die Quelle in den von dir genannten Artikeln? 

Kommentar von Fielkeinnameein ,
Es handelt sich im Falle der Krim-Besetzung völkerrechtlich um eine widerrechtliche Annexion Russlands.

Es war und ist eine Sezession. Wie oft denn noch .. 

Das Krim-Referendum wurde de facto im Windschatten einer militärischen Besetzung durchgeführt

So ein Käse .. 

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker gestattet eine Sezession nur unter äußerst engen Voraussetzungen

Wo steht das? 

Kommentar von LordFantleroy ,

Fielkeinnameein, wenn Du Argumente widerlegen willst, fährst Du immer noch am besten mit Gegenargumenten aber nicht mit kindischen Trotzreaktionen.

Dass Dir die UN nicht passt kann ich mir denken, die Russen sehen es offenbar anders und wollen keineswegs auf ihren ständigen Sitz im Sicherheitsrat verzichten.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Jemand der nicht einmal den Unterschied zwischen Sezession und Annexion kennt, muss ich nichts erklären da es sowieso sinnlos ist. 

Die UN kann noch soviel behaupten. Es gibt klare Definitionen für Annexion und Sezession und die für eine Annexion sind nicht erfüllt, insofern.

(so btw, wo waren denn die kritischen Stimmen der UN als die ukrainische Regierung von außen geputscht und ausgetauscht wurde? Ich habe keine gehört und das zeigt doch was für ein Verein die UN ist) 


Kommentar von LordFantleroy ,

Fielkeinnameein, Du blamierst Dich erneut, wenn Du meinst, ausgerechnet Du seist in der Lage besser als der Völkerrechtler Prof. Dr. Claus Kress zu beurteilen, was der Unterschied zwischen einer Annexion und einer Sezession ist, wo Du doch sogar zu unfähig bist ein Argument von einer Erklärung zu unterscheiden?

ARGUMENTE habe ich verlangt, keine ERKLÄRUNGEN. Argumente widerlegt man mit GEGENARGUMENTEN, nicht mit Erklärungen oder dummen Pöbeleien.

Die UN hat auch nicht behauptet, sondern die Mitgliedstaaten haben das anhand der völkerrechtlichen Praxis durch eine Abstimmung entschieden, den Unterschied darfst Du Dir gerne mit Hilfe eines Dudens erarbeiten. Ebenso die privilegierte Sonderstellung Russlands im Sicherheitsrat.

Lesen solltest Du die Quellen schon, die ich geliefert hatte, Dr. Kress hat auch den Regierungswechsel in der Ukraine erwähnt. Kannst Dich ja gerne bei den einzelnen Mitgliedstaaten beschweren.

Antwort
von simferopol, 59

Die Krim gehörte zunächst seit 1783 zum Russischen Reich. 1921 wurde sie zur Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik (ASSR) innerhalb Sowjetrusslands ausgerufen, dann kam sie zur Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik. 1954 wurde sie an die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik angegliedert. Anlass war das 300-jährige Jubiläum des Vertrags von Perejaslaw von 1654, in dessen Rahmen sich der von Polen bedrängte ukrainische  Kosakenstaat dem Schutz des russischen Zaren unterstellt hatte. Es fand eine Veränderung der administrativen Grenzen innerhalb EINES Landes, nämlich der Sowjetunion statt. 2014 fand auf Initiative der regionalen Regierung der Republik Krim ein Referendum über die Abspaltung von der Ukraine statt, in dem über 90% der Bevölkerung für einen Austritt aus der Ukraine votierten. Dies nennt sich Sezession. In einem 2. Schritt bat die Regierung der Krim die Russische Föderation um Aufnahme als Föderationssubjekt.

Auf der Krim leben Ukrainer, Krimtataren und Russen. Es gibt 3 offizielle Amtssprachen: Ukrainisch, Russisch, Krimtatarisch.

In der öffentlichen Darstellung der Staats- und Mainstream-Medien und des polit. Establishments in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die die illegitime kiewer Putsch-Regierung stützen, wird fälschlicherweise der Begriff Annexion verwendet. Richtig ist aber der Begriff "Sezession". Korrekterweise spricht man von einer (Wieder-)Vereinigung der Krim mit Russland (воссоединение, присоединение), denn dies entspricht dem im Völkerrecht verankerten Selbstbestimmungsrecht.

Kommentar von atzef ,

Die "Mainstreammedien" der ganzen Welt sprechen von einer völkerrechtswidirgen und damit verbrecherischen Annexxion. Nur der Kremelzwerg und seine Propagandisten tun dies nicht.

Kommentar von simferopol ,

atze, wisch Dir mal den Schaum vom Mund.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Ein Grund mehr die Mainstreammedien zu meiden. Denn wie sagen einige ehemalige hochrangige CIA Mitarbeiter zu Recht .. wir haben keine freien Medien mehr ... 

Mal davon abgesehen wird etwas nicht zur Wahrheit nur weil es die Mehrheit behauptet Oo

Antwort
von lenzhik, 73

Krim war schon immer ein Teil der zur Russland gehört. Im 19. Jahrhundert hat es ein Politiker quasi per Handschlag an die Ukraine verschenkt. Vertraglich wurde da nichts geregelt. Irgendwann wollte ein Teil der Bewohner lieber wieder zur Russland gehören und ein anderer Teil nicht. Dadurch der ganze Stress. Da gab es mal ne doku im TV darüber. Man kann es aber auch vielleicht bei wiki oder ähnlich nachlesen.

Kommentar von atzef ,

"Im 19. Jahrhundert..."

Wenn man so gar keine Ahnung hat, sollte man sich nicht mit aller gewalt blamieren wollen.

Kommentar von lenzhik ,

Stimmt es war im 20. Jahrhundert. 1954 genau gesagt. Schmorr in der Hölle atzef

Antwort
von Akecheta, 58

Unter Vorbehalt auswendig: Die Krim gehörte einst zum Russischen Reich, wurde aber der Ukraine (warum auch immer und schon ewig lange her) geschenkt.

Putin war der Meinung, er könne die Separatisten auf der Krim, die sich Russland zugehörig fühlten, mit "anonymen" Soldaten und Kriegsgerät unterstützen. Diese Separatisten bildeten sich, weil es der Bevölkerung dort immer schlechter ging, sie Schwierigkeiten hatten, ihr täglich Essen zu besorgen und zu bezahlen.

Somit hatte er dann militärisch die Gewalt über die Krim und es wurde eine kurzfristige Volksabstimmung anberaumt, die aber von vielen Ländern nicht anerkannt wurde, da sie zu kurzfristig war und irgendwelchen Statuten nicht entsprach, aber dennoch durchgeführt wurde.

Ohne Kontrolle durch die internationale Staatengemeinschaft, kam dann ein Ergebnis raus, wo die Mehrheit der Ortsbevölkerung zu Russland gehören wollte und so ist das bis heute noch.

Russland sagt, die Krim gehört zu uns, der Rubel als Währung wurde sofort eingeführt. Der Westen und die Ukraine sagt, wird nicht anerkannt.

Besser geht es den Leuten dort bis heute dennoch nicht.

Bitte um Korrektur, falls was falsch sein sollte.


Kommentar von Huckebein ,

Besser geht es den Leuten dort bis heute dennoch nicht.

Es geht den Menschen dort besser als den Menschen in der Ukraine.

Kommentar von palzbu ,

Um vieles besser. Laut OSZE Verlautbarungen gibt es schon eine permanente Zuwanderung durch Flüchtlinge aus der Ukraine in die Krim.

Kommentar von GlimmerQueen28 ,

also den Krimtataren geht es sicherlich nicht besser. Sie werden genauso wie früher auch von den Russen unterdrückt

Antwort
von iSystemzHDx, 62

Russland ist in ein anderes Land gegangen und hat dort eine Wahl organisiert. In der ging es dann, ob die Krim russisch werden soll.

Antwort
von dennisX97, 48

Die Krim ist russisch. Das haben die Bewohner dort entschieden.

Mfg

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