Frage von Pandakoenig, 75

Kriege mein Buch nicht fertig?

Hallo, ich schreibe schon seit fast 2 jahren ein Buch. Seit dem ersten Jahr bin ich eigentlich schon fertig und wollte es zum Verlag schicken, doch kann ich irgendwie nicht anders, als es immer und immer wieder neu zu lesen und irgendwas zu verändern oder hinzuzufügen. Letztens erst, habe ich 2 ganze Kapitel umgescheschrieben und eins neu eingefügt. Ich kann mich einfach nicht zufriedengeben. Kennt jemand ein ähnliches Problem und weiß, wie damit umzugehen?

Antwort
von lillian92, 21

Hast du es denn schon mal von jemanden außerhalb deiner Familie gegenlesen lassen?

Ich kenne diesen Perfektionismus nur all zu gut. Man will schließlich, dass alles passt und dann findet man doch etwas, das einem nicht so gut gefällt und dann ändert man und ändert und ändert.

Meiner Erfahrung nach verliert man sich dabei im Detail – es wird immer etwas geben, das man verbessern könnte. Aber wenn man sein Werk wirklich schleifen will, dann helfen die Meinungen von Lesern – und zwar mehr als einem, der nicht aus der Familie stammt. Dann weiß man, was ankommt und was nicht und kann gezielter am eigenen Werk feilen. Vor allem, da beim eigenen Wieder-und-Wieder-Lesen, die Gefahr besteht, dass man gewisse Dinge überließt oder die Worte teils schon auswendig kann.

Also such dir am besten sogenannte Betaleser, überarbeite es nach dem Feedback, lass es noch mal lesen, eine letzter Re-Read um vielleicht noch Beistriche oder Rechtschreibfehler auszubessern und dann schick es an einen Editor oder Verlag ;) Mach dir quasi einen Step-By-Step-Plan, damit du es auch guten Gewissens abschicken kannst, ohne ständig und ohne Ziel daran zu feilen.

Viel Glück :)

Antwort
von Fledermaus92, 31

Oh ja, das kenne ich sooo gut ^^ Also, wie eh schon erwähnt solltest du es zu allererst auch andere (kritische) Leute lesen lassen und nachher fragen, was sie denn so für Verbesserungsvorschläge hätten. Da kommen dann schon viele neue Ideen dazu.

Zweiter Punkt: Solange du selbst noch Dinge zum hinzufügen und umschreiben findest, sprich wenn du noch nicht selbst zu 100% überzeugt bist, hat das sicherlich auch einen Grund. Manchmal findet man dann eben einfach noch Punkte, die unnötig oder unlogisch oder noch nicht ausgereift waren...

Übrigens, ich kann dir nur empfehlen, das Buch (bevor du es an einen Verlag schickst) auch zu Wettbewerben einzureichen. Dann feilt man doch noch daran herum und oft kann man auch z.B. Schreibworkshops gewinnen, um noch ein paar Tipps kennenzulernen.

Kommentar von Pandakoenig ,

Danke für den Tipp! Das mit dem Wettbewerben ist eine Überlegung wert. Daran habe ich noch gar nicht gedacht ^^

Wie läuft das so bei den Wettbewerben ab? Werden da alle Bücher gelesen, die teilnehmen, oder muss das Cover usw überzeugen? Und kostet das gewöhnlich eine Gebühr oder so?

Kommentar von Fledermaus92 ,

Das ist ganz unterschiedlich - manchmal muss man nur eine Leseprobe einschicken, manchmal das ganze Manuskript. Gelesen wird aber im Normalfall alles, außer es ist schon auf der ersten Seite ganz übel ;-) Kosten tut es im Normalfall nichts. Es kann nie schaden, ein Cover zu entwerfen, denn das sticht gleich schon heraus - die meisten Einsendungen sind meiner Erfahrung nach wirklich nur Manuskripte ohne Cover, deswegen ist es sicher gut, schon eines zu haben, das Lust auf mehr macht. Wenn du dich nach Wettbewerben umsehen willst, kann ich dir diese Seite sehr empfehlen: http://www.literaturport.de/preise-stipendien/

Kommentar von Pandakoenig ,

Alles klar. Danke!

Antwort
von Elfi96, 32

Das Problem haben selbst renomierte Autoren. 

Wenn ich Shortstorys schreibe, warte ich, ob sich nach dem Fertigstellen beim Lesen eine Art euphorisches Gefühl einstellt. Wenn ja, ist sie gut, wenn nein, ändere ich noch was daran. 

LG

Antwort
von soulny, 35

Oh ja das kenn ich nur zu gut :\ Es ist immer besser Änderungen zu machen, als am Ende doch noch unzufrieden dort zu stehen. Lass dein 'Buch' noch "reifen".

Antwort
von Bethmannchen, 7

Beim ersten Werk ist es oft so, dass man für das Verständnis der Story Ereigniss und Abläufe nicht für den Leser verständlich genug beschrieben hat oder die Charaktere für den Leser nicht gut genug erkennbar werden.

Dem Autor fällt so etwas immer nur sporadisch auf, er weiß ja, was er aussagen will, hat alles im Kopfkino. Deshalb das stete ändern und hier und da "fehlt was - aber was?".

Antwort
von NeleMilk, 36

Ich habe selber mal geschrieben. Du solltest es einem bekannten/Freund schicken und dann fragen wie er/sie es findet. Die Meinung eines anderen kann sehr helfen. LG

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