Frage von KS2210, 65

Kriege ich dann eine Sperre?

Hallo zusammen, ich bin schwanger (ende 5te Monat) und wurde eingestellt in einem großsupermarkt doch jetzt muss ich standig schwer schleppen und schwere paletten mit dem normalen hubwagen durch den Laden ziehen das löst bei mit Bauch- und Rückenschmerzen aus. In meinem Vertrag steht ich habe 3 Monate Probezeit aber ich bin ja schon im Mutterschutz. Wenn ich kündige dann kriege ich vom Arbeitsamt bestimmt eine Sperre von ca. 3 Monaten oder nicht? Ich merke halt das die Arbeit zu schwer ist als Schwangere und leider hat meine Chefin dafür kein Verständnis und sagt nur ich soll mich nicht anstellen ich sei nur Schwanger und nicht Behindert und ich soll mich mehr bemühen und ich soll schneller machen. Ich habe auch nach einem Beschäftigungsverbot gefragt da ich Schmerzen bei der Arbeit habe da lachte sie und sagte mit sowas brauche ich nicht kommen und sie kann mir sowas nicht ausstellen. Kriege ich eine Sperre dann vom Arbeitsamt wenn ich kündige? Was soll ich machen? Hat jemand einen Tipp vielleicht?

Danke im voraus

Antwort
von Gaskutscher, 21

Bloß nicht selber kündigen! Wenn dir ein Aufhebungsvertrag angeboten wird -> genau prüfen. So wie es jetzt läuft will man dich nur möglichst schnell abservieren.

Zum Lesen: https://www.haufe.de/arbeitsschutz/recht-politik/schwangere-mitarbeiterinnen-nic... (Achtung, verlinkt auf kostenpflichtiges Angebot, erste 30 Minuten kostenfrei -> die rechtliche Grundlage ist hier zu finden: https://dejure.org/gesetze/MuSchG/4.html ).

Wichtigster Paragraph für dich: https://dejure.org/gesetze/MuSchG/3.html

Lass dich nicht veralbern. 5 kg Regel einhalten und fertig. Also maximal 5 Milchtüten auf einmal auf den Hubwagen packen. Ja, das ist mein voller Ernst.

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Arbeitsamt, 11

Nicht selber kündigen und wenn deine Beschäftigung schädlich für die Gesundheit des Kindes und deine eigene ist,muss dir ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden,dazu muss dir dein Arzt ein Attest ausstellen,du solltest das also mit deinem Arzt besprechen !

Antwort
von Repwf, 32

GEH ZUM ARZT! 

DER stellt das besch verbot aus!

Der schlimmste Fehler den du machen kannst ist jetzt kündigen! Genau das wird deine Chefin wollen! Denn damit ist die fein raus! Wenn du schmerzen hast lass die Arbeit liegen und geh direkt zum Arzt, wenn es sein muss - täglich! 

Wobei ich davon ausgehe das drin Arzt dich eh krankschreibt wenn du ihm von den Bedingungen erzählst! 

Kommentar von KS2210 ,

Meine Frauenärztin hat gesagt sie kann mir keinen ausstellen und nun hat sie Urlaub. Kann ich auch zu einem anderen Frauenarzt gehen weil meine Urlaub hat?

Kommentar von Repwf ,

Kannst du! Solltest du bei sowenig Verständnis meiner Meinung nach sowieso! 

Du kannst dich auch vom Hausarzt krankschreiben lassen! 

Antwort
von farnickl, 38

Kündige bloß nicht, wenn du im Mutterschutz bist. Informiere dich (nicht beim Arbeitgeber) was du tun musst, kannst und darfst

Kommentar von KS2210 ,

Ich habe schon geguckt das einzigste was ich machen kann ist ein Beschäftigungsverbot zu holen aber den Kriege ich weder vom Frauenarzt noch vom Hausarzt und meine Chefin stellt mir auch keinen aus. Ich bin nun seid 3 Wochen krank geschrieben aber mehr kann mir mein Hausarzt auch nicht geben.

Kommentar von Gaskutscher ,

Deine Chefin ist NICHT auf deiner Seite. An diesen Gedanken musst du dich jetzt (endlich) gewöhnen. Sie ist nicht deine Freundin, nicht dein Kumpel und es ist ihr auch herzlich egal ob du gesundheitliche Einbußen hat. Sie will nur eins: Das du deinen Job machst.

Kommentar von Familiengerd ,

ein Beschäftigungsverbot zu holen

Es muss ja nicht gleich ein komplettes Beschäftigungsverbot sein, es geht zunächst einmal um ein Verbot bestimmter Arbeiten (z.B. das Heben schwerer Lasten).

Dann muss der Arbeitgeber Dir entsprechend andere Arbeiten zuweisen, die Dich nicht so belasten und Deine Gesundheit und die Deines Kindes gefährden.

Erst wenn der Arbeitgeber keine Möglichkeiten dazu hätte (auch nicht durch Ergreifen zumutbarer organisatorischer und/oder technischer Maßnahmen), würde das praktisch auf ein Beschäftigungsverbot hinaus laufen.

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