Frage von pocztapolska,

Kreditvermittler verlangt 90,16€ nach ablehnung meiner Kreditanfrage?!

Guten Morgen,

ich schaute gerade in mein Email-Postfach und fand im Spam Ordner eine Email von der Anwaltskanzlei Auer-Witte-Thiel in der steht, dass ich lang genug Zeit gehabt hätte, diese Sache außergerichtlich zu erledigen und die Raten Monatlich abzuzahlen. Nun hätte ich all diese Möglichkeiten ungenutzt gelassen und Sie werden jetzt auch Gerichtlich das Geld durchsetzen, wenn ich den Betrag von 90,16€ nicht bist zum 07.03.2012 einzahlen oder zumindest in Ratenzahlung ausgleichen ansonsten werden die Anwalts,- Gerichts und Gerichtsvollzieher kosten den geltend gemachten Forderungsbetrag deutlich übersteigen. Nur habe ich noch NIE etwas von diesem Anwalt oder dem Kreditvermittler Kreditolo GmbH in Rechnung gestellt bekommen oder ähnliches. Nun dachte ich mir, ich frage zuerst einmal euch ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt, bevor ich mich sofort mit meinem Rechtsanwalt in Verbindung setze. Rechtliche Schritte lasse ich aber auf jeden Fall von meinem Anwalt einrichten, da ich es für unverschämt empfinde, einfach Geld einzufordern oder Leute zu einzuschüchtern ohne irgendwelche aussagekräftigen Gründe!

Vielen Dank schon im voraus für die Antworten.

Hilfreichste Antwort von Fotografin1958,

Keep cool!

Zunächst einmal brauchen Sie dieser merkwürdigen E-Mail keine Beachtung schenken. Wenn Sie sich wirklich sehr viel Mühe machen möchten, schreiben Sie dieser eigenartigen Rechtsanwaltkanzel einen netten "Dreizeiler" (unbedingt mit Einschreiben und Rüchschein), daß Sie niemals irgendwelche Geschäftsbeziehungen zu dem Kreditvermittler Kreditolo GmbH gehabt hätten und man Ihnen bitte entsprechende Kopien zukommen lassen möchte.

Sollte eines Tages tatsächlich ein gerichtlicher Mahnbescheid kommen (und vor Gerichtsvollzieher und Gericht muss immer ein Mahnbescheid vorausgehen), widersprechen Sie diesem Mahnbescheid innerhalb von vierzehn Tagen, nachdem Ihnen der gerichtliche Mahnbescheid zugegangen ist (den Punkt "Ich widerspreche der Forderung insgesamt" ankreuzen); das kostet nichts ... sicherheitshalber sollten Sie dann den gerichtliche Mahnbescheid entweder direkt beim Amtsgericht abgeben oder per Einschreiben mit Rückschein zurückschicken. Wenn der Antragssteller (in Ihrem Fall: der Anwalt) die Forderung weiterhin eintreiben lassen möchte, muß es beweisen können, daß die Forderung zu Recht besteht (das wird nämlich vorher gar nicht überprüft!) ... und die Beweisführung dürfte in Ihrem Fall vermutlich sich schwierig für den Anwalt gestalten. Achtung: Wenn Sie auf den ersten gerichtlichen Mahnbescheid nicht reagieren, werden die weitern Schritte für Sie teuer zu stehen bekommen!

Antwort von dsupper,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo,

warum verschwendest du über so eine blöde Email überhaupt einen einzigen Gedanken?

Wenn du noch nie etwas mit denen zu tun hattest, dann ignoriere das doch einfach! Solche Mail kursieren zu Hunderten im Netz - und wahrscheinlich gibt es tatsächlich Leute, die sich von solchen Drohungen ins Bockshorn jagen lassen und echt zahlen!

Tätig werden solltest du nur, wenn du einen gerichtlichen Mahnbescheid erhältst - aber dazu wird es nie kommen. Warum willst du Zeit und Nerven und Geld mit einer anwaltlichen Klärung vergeuden? Letzten Endes wirst du auch noch auf den anwaltlichen Kosten sitzenbleiben, weil diese Leute sicher weder wirklich greifbar noch haftbar zu machen sind.

Kommentar von fs112,

warum verschwendest du über so eine blöde Email überhaupt einen einzigen Gedanken?

...sein Anwalt lebt auch nicht von Luft & Liebe. Wo kämen wir hin, wenn jeder so vernünftig denken würde wie du...

Kommentar von blackleather,

Hast du eigentlich die Überschrift gelesen? Er hatte bereits mit dem Kreditvermittler zu tun, er hat sogar dessen Dienste in Anspruch genommen! Und es ist sehr wahrscheinlich, dass dem Anwaltsschreiben ein gerichtlicher Mahnbescheid folgt, wenn die Vermittlergebühr nicht bezahlt wird.

Kommentar von dsupper,

Der Fragesteller ist mit Sicherheit auf eine dieser Abzockerseiten reingefallen ... ergibt eine Recherche im i-net ... da kommen keine Mahnbescheide, sondern nur Drohungen

Antwort von fragolli,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ab in den Papierkorb und nicht darauf eilassen!!!

Antwort von blackleather,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Immerhin ist es ja nicht so, dass du noch nie mit dem Kreditvermittler zu tun gehabt hättest. Schließlich schreibst du ja selbst, dass er für dich tätig geworden ist und eine von dir gestellte Kreditanfrage bearbeitet hat (wenngleich sie auch abgelehnt wurde).

Deswegen solltest du noch mal ganz genau in die Auftragsunterlagen schauen, die du damals unterschrieben hast, vor allem in das Kleingedruckte. Wahrscheinlich wirst du irgendwo die Vereinbarung einer Bearbeitungsgebühr finden, die wahrscheinlich auch völlig unabhängig vom Ausgang der Kreditanfrage vereinbart worden ist - einfach dafür, dass der Kreditvermittler sich überhaupt mit deiner Anfrage beschäftigt. Wenn das so ist, dann hat er ja genau das getan und somit auch einen Honoraranspruch. Den solltest du dann besser erfüllen, denn dann wäre der Kreditvermittler im Recht, und das kann er ggf. zwangsweise und mit Hilfe seines Anwalts durchsetzen.

Kommentar von pocztapolska,

Unterzeichnet habe ich nichts, das war nur eine Onlineanfrage, die wie auf der Website beschrieben "Unverbindlich und kostenlos" ist. Die AGB und Geschäftsbedingungen habe ich auch durchgelesen und da stand nicht, dass mir Kosten in Rechnung gestellt werden, erst wenn ein Kredit vermittelt wird.

Kommentar von tomasino,

Stell doch mal den link des Vermittlers für die online-Anfrage hier rein oder dessen Webseite!

Kommentar von blackleather,

Na ja, dann sieht deine Position doch schon etwas besser aus. Jetzt musst du das nur noch gegenüber dem gegnerischen Anwalt durchsetzen.

Antwort von tomasino,

Leider sind die meisten Kreditsuchenden nicht in der Lage, sich entweder vor ihrer Kreditanfrage zu informieren oder die AGB genau durchzulesen um vor unliebsamen Überraschungen geschützt zu sein. Viele "Kreditvermittler" haben gar nicht die Absicht und die Möglichkeit, Kredite zu vermitteln, sondern deren Tätigkeit zielt einzig und alleine darauf ab, einen Anspruch auf "Gebühren" zu erreichen. Sobald der Kreditsuchende einen Antrag gestellt hat, werden automatisch "Gebühren" fällig, denn der "Vermittler" ist ja tätig geworden. Ist nicht illegal, aber Abzocke. "Gebühren" für nichts! Darauf fallen täglich tausende Kreditsuchende herein. Leider gibt es auch ein paar seriöse Vermittler, die aber in diesen Topf mit den Abzockern geworfen werden. Auch ich vermittle Kredite - zu besten Konditionen -, aber bei mir bekommt der Kreditsuchende vorab schriftlich die Bestätigung, daß, egal ob ein Kredit vermittelt werden kann oder nicht, zu keinem Zeitpunkt - weder vorher noch nachher - irgendwelche Gebühren anfallen werden! Ein seriöser Kreditvermittler verlangt keine Gebühren, sondern bekommt eine kleine Provision im Erfolgsfall von der kreditgebenden Bank ausbezahlt. Diese Provision ist aber schon in den Kreditgesamtkosten für den Kreditsuchenden und im effektiven Zinssatz enthalten und der Antragsteller weiß vorher ganz genau, welche Konditionen und Gesamtkosten auf ihn zukommen. Dies kann er annehmen oder ablehnen. Wenn ich z.BSp.Kredit zu 4,44% effektiv anbieten kann, dann sind darin alle Nebenkosten usw. bereits enthalten.

Du sagst selbst, daß der Vermittler für Dich tätig geworden ist, also hast Du auch einen Antrag unterschrieben und seine Geschäftsbedingungen akzeptiert. Leider rennen täglich haufenweise Kreditsuchende in diese Gebührenfallen bei schön bunt aufgemachten Webseiten und diese "Vermittler" lehnen sich einfach zurück und zählen die "Kunden", die online in ihre Gebührenfallen tappen! Man kann nur hoffen, daß mehr und mehr Leute solche Diskussionen wie hier lesen - die bleiben im Netz - und zukünftig besser hinsehen!

Antwort von Kectour,
Antwort von jockl,

Eigentlich sollte man da doch schon stutzig werden wenn man den Betrag sieht. der ist doch in klassischen Abzock-Höhe. Ich würde da garnichts unternehmen und einfach der Dinge harren welche da, wenn überhaupt, noch kommen könnten.

Antwort von redroo,

Das solltest du bei der Oolizei anzeigen,mach eine Copie und bringe das zur Polizei und nicht reagieren auf die Mail denn wer Schulden hat wird per Einschreiben informiert.

Antwort von lama63,

ich habe von diesen Vorfällen Berichte im Fernsehn gesehen , wen du die offenen Beträge nicht zuortnen kannst und auch sicher bist das du keinem was schuldest dan ist es Abzocke geh zur Polizei und zeig das an den dan ist es Betrug

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