Mein Ziel ist es, in den nächsten Jahren eine Eigentumswohnung zu kaufen. Nun spare ich seit einigen Monaten wie blöde und merke, dass mir jeder Spaß verloren geht und ich das Gefühl habe in einer Wüste zu sitzen, wo einfach nichts los ist und ich nur noch trockenen Sand esse. Kurz, es muss was passieren und ich will es am liebsten sofort haben. Ich wollte erstmal 10000 Euro ansparen und dann einen Teil davon für den Kredit anzahlen zu können und den anderen Teil zurücklege, falls mal was am Haus gemacht werden muss, wo sich jeder beteiligen muss. Doch 10000 scheinen mir etwas dünn zu sein, ich glaube unter 10000 Euro Anzahlung bekommt man noch nicht mal einen Kredit oder? Und jenachdem was an dem Haus gemacht werden muss können da doch auch nochmal 10000 bis 20000 auf einen zukommen oder?
Aber wie auch immer, welche Bank könnt ihr für einen solchen Kredit empfehlen, vielleicht kennt ihr auch eine gute Bank, wo man ohne Anzahlung einen Kredit bekommt? Und die einen auch etwas beraten können, wenn man eine Wohnung im Auge hat?

Erstmal zur Hausbank. Die Sorge wg. der Bildung von Rücklagen für das Haus in dem sich die Eigentumswohnung befindet ist nicht begründet, wenn die Gemeinschaft, deren Mitglied man wird, ausreichend Rücklagen gebildet hat. Das ergibt sich aus der Jahresabrechnung des Verwalters. Sie sollten also vor einem Kauf die Abrechnungen der beiden letzten Jahre, den aktuell gültigen Wirtschaftsplan und die Protokolle der beiden letzten Eigentümerversammlungen beim Verkäufer einsehen.

Es gibt auch Banken, die Finanzierungen zu 100% (also ohne Eigenkapital) darstellen. Allerdings lassen sich diese Banken das erhöhte Risiko dann auch durch einen höheren Zinssatz bezahlen. Je mehr Eigenkapital Sie einsetzen, um so günstiger wird die Finanzierung im Zinssatz und natürlich der monatlichen Rate.
Dass Sie Rücklagen für spätere Modernisierungen bilden möchten ist sehr löblich. Denn das wird bei den meisten Finanzierungen vernachlässigt. Allerdings können Sie als Erwerber einer Eigentumswohnung dieses Thema eher gelassen angehen, da im monatlichen Hausgeld bereits Instandhaltungsrücklagen enthalten sein sollten. Wie hoch diese aktuell sind, und welche Arbeiten ggf. in naher Zukunft anfallen, sollten Sie bei der Hausverwaltung auf jeden Fall erfragen, bevor Sie eine Wohnung kaufen. Denn nur so können Sie sich vor anfallenden Nachschusszahlungen schützen.
Unter: http://www.baufiservice24.de/service/finanzierer.shtml#t4 habe ich dazu bereits einen entsprechenden Tip für Erwerber einer Eigentumswohnung verfasst.
Der Weg zur Hausbank ist sicherlich eine Möglichkeit, sich über die aktuellen Konditionen und Möglichkeiten zu informieren. Meist gibt es jedoch günstigere Finanzierungsvarianten. Wenn Sie es wünschen, erstelle ich Ihnen als unabhängiger Finanzierungsvermittler gerne ein kostenfreies und unverbindliches Finanzierungsangebot für den Kauf Ihrer Eigentumswohnung.
Wählen Sie dazu einfach auf meiner Homepage die Baufi-Online-Anfrage aus. Sie erhalten Ihr Finanzierungsangebot dann per EMail zugesandt.
Viele Grüße M. Thiemann
Was wäre denn im Falle: Ich kaufe eine Wohnung und in dem Jahr muss plötzlich, was am Haus gemacht werden und das kostet insgesamt 15000 Euro. Ich habe aber mit dem Hausgeld erst 4x was in den Gemeinschaftstopf gegeben. Dann würden die anderen ja viel mehr bezahlen als ich. Ist das dann einfach so oder muss ich dann auf einmal einen großen Betrag auf einmal zahlen, damit sich das ausgleicht?
Also die 15000 Euro verteilt auf 5 Wohnungen in dem Haus, wären ja 3000 Euro. Ich habe bisher aber nur 1000 Euro insgesamt an Hausgeld bezahlt. Müsste ich dann noch 2000 Euro auf einmal zahlen?
MThiemann am 18. Juni 2009 12:25 Das mag zwar ungerecht klingen - aber nach meinem Kenntnisstand ist es genau so. Der Vorbesitzer der Wohnung, die Sie kaufen möchten hat bereits in die Instandhaltungsrücklagen eingezahlt und diese eingezahlten Beiträge bleiben in der Eigentümergemeinschaft nach seinem Auszug erhalten. Ansonsten müßten Sie sich zusätzlich mit einem Betrag "x" (nämlich den vom Vorbesitzer entnommenem Betrag) in die Eigentümergemeinschaft-Instandhaltungsrücklagen einkaufen.
Eine Nachschusspflicht besteht erst, wenn die vorhandenen Rücklagen nicht mehr für eine anstehende Modernisierung des Gemeinschaftseigentums ausreichen.
Wurde also zum Beispiel gerade eine neue Heizungsanlage angeschafft und dadurch die Rücklagen aufgebraucht, und Sie erkennen bereits von außen, dass in naher Zukunft die Fassade oder Fenster neu gemacht werden müssen, sollten Sie eine entsprechende Nachschuss-Summe einplanen.
Die Details sollten Sie aber auf jeden Fall vor Unterzeichnung des Kaufvertrages für Ihre neue Wohnung mit der Hausverwaltung abstimmen, damit Sie vor unliebsamen Überraschungen geschützt sind.
M. Thiemann
Hallo Herr Thiemann,
erstmal vielen Dank und auch an die anderen hier für die Hilfe.
Eine Frage schwirrt mir aber noch durch den Kopf. Und zwar, wenn ich mir eine Wohnung kaufe, mache ich das mit dem Ziel, irgendwann keine Miete mehr zahlen zu müssen und auch jetzt statt der Miete lieber Raten in meine eigene Tasche zu investieren.
Aber ich werde ja auch, wenn die Wohnung abbezahlt ist, weitrehin Hausgeld bezahlen, ca. 200 Euro, zudem werde ich auch immer die Nebenkosten bezahlen müssen oder? wie hoch sind die bei ca. 50 qm, ca 100 Euro? Dann muss ich immer noch 300 Euro pro Monat bezahlen. Momentan bezahle ich 312 Euro warm, so gesehen habe ich dann zwar eine ETW, aber weiterhin die gleichen Kosten pro Monat. Ich denke diesbez. lohnt sich das eher für Leute, die so ab 500 Euro Miete zahlen. Sehe ich das falsch?
MThiemann am 19. Juni 2009 11:50 Sie haben Recht, mit Ihrer Ansicht. Die Nebenkosten für Ihre eigene Wohnung werden nie aufhören - genau wie bei Ihrer Mietwohnung! Aber mit der eigenen Wohnung haben Sie die Möglichkeit etwas mehr Selbstbestimmung auszuleben, als es in einer Mietwohnung der Fall ist. Hier müssen Sie für Veränderungen in der Wohnung immer erst die Genehmigung Ihres Vermieters einholen. Außerdem sind Sie als Eigentümer vor künftigen Mieterhöhungen sicher, wobei Sie natürlich weiter steigende Nebenkosten mit berücksichtigen sollten. Allerdings, wären Sie davon als Mieter genauso betroffen. Die einzige Möglichkeit auch die Nebenkosten im Alter aufzufangen besteht darin, eine private Altersvorsorge (also eine private Rentenversicherung oder einen entsprechenden Fondssparplan oder ähnliches) neben der Finanzierung zu besparen, die im Alter eine zusätzliche Rente in Höhe der voraussichtlichen Nebenkosten an Sie auszahlt. Dabei würde ich allerdings - in den derzeitigen unruhigen Zeiten - nicht alles auf eine Karte setzen, sondern mehrere Varianten berücksichtigen. Wichtig ist: Das Ganze muß für Sie tragbar bleiben, ohne dass Sie Ihren bisherigen Lebensstandard vermindern müssen. Denn sonst werden Sie mit der eigenen Wohnung nicht glücklich. Zu dem Thema habe ich heute einen neuen Artikel in meinem Blog veröffentlicht. "Vom Mieter zum Eigentümer" [http://baufiservice24.de/blog/?p=179]. Schauen Sie doch dort noch einmal rein. Vielleicht gewinnen Sie so noch etwas mehr Sicherheit bei Ihrer anstehenden Entscheidung. Dort finden Sie auch einige Berechnungsbeispiele für mögliche Finanzierungsvarianten. Viele Grüße M. Thiemann
Die Banken haben Ihre Modalitäten bei Vollfinanzierungen ein ganzes Stück verschärft. Bei den Internetbanken (wenn sie es denn überhaupt machen) sind das schon Hammerkonditionen. Lass dich doch bei einem Kreditprüfungsverein wie AUXILIUM beraten (www.auxfair.de).
Beste Grüße
Poena

Wir sind sehr gut mit der Sparkasse klargekommen,die haben auch die Bausparkasse LBS. Lass Dir einen Beratungstermin geben. Trotzdem würde ich mich auch noch bei anderen seriösen Banken informieren. Bei der Diba könntest Du ein Extrakonto eröffnen,wo Du für Dein gespartes Geld Zinsen gekommst,aber auch jederzeit drankannst. Im April gab es noch 4%,jetzt sind es leider nur noch 1,5%.Ich habe zusätzlich 10€ und einen Tankgutschein über 25€ bekommen.Informiere Dich doch einfach mal.www.diba.de
würde auch erstmal zur Hausbank gehen und parallel weiter informieren was man noch so machen kann: http://www.girokonto-getestet.de/bank.html