Frage von Soraya14, 44

Krebspatient ambulant behandeln, evtl. Wohnort ändern?

Der Freund meiner Mutter bekam vor ein paar Monaten die Diagnose Kehlkopfkrebs. Seitdem geht es ihm zunehmend schlechter. Er erhält mittlerweile die 3. Chemotherapie und gleichzeitig Bestrahlung. Dies wird ambulant durchgeführt. Das Problem ist, dass er nichts mehr essen, also schlucken kann. Daraufhin bekam er künstliche Ernährung, die jeden Abend durch einen Pflegedienst angeschlossen wurde. Nun ist der Zugang (ich glaube das heißt Port???) verstopft und er hat seit 4 Tagen nichts bekommen. Er kann nicht mal mehr Wasser trinken. Zusätzliches Problem ist, dass er in seiner Heimatstadt ganz allein ist. Seine Töchter wohnen weit weg und mit meiner Mutter hat er quasi auch "nur" eine Wochenendbeziehung, da sie ja auch einen Job hat. Die beiden wohnen ca. 4 Autostunden auseinander. Somit ist er ziemlich allein. Nun meine Frage(n): Ist es normal, dass solch eine Behandlung ambulant durchgeführt wird? Da es ihm ja ziemlich schlecht geht und er ganz auf sich allein gestellt ist? Besteht die Möglichkeit, ihn in die Stadt meiner Mutter zu holen oder stellen sich da die Ärzte/ Krankenhäuser quer? Dort hätte er doch wenigstens jemanden, der auf ihn achtet. Und an wen müsste man sich da wenden, bzw. wer kann einem dazu Auskunft geben? Danke schon mal... :-)

Antwort
von Deichgoettin, 25

Ist es normal, dass solch eine Behandlung ambulant durchgeführt wird?

Normalerweise ja, das ist nicht unüblich.
Allerdings sollte der Freund Deiner Mutter mit dem behandelnden Onkologen ein Gespräch führen und darauf hinweisen, daß er keine Angehörigen in seiner Nähe hat, die sich um ihn kümmern können. Evtl. ist für die Dauer der Chemo ein stationärer Aufenthalt möglich.

Nun ist der Zugang (ich glaube das heißt Port???) verstopft und er hat seit 4 Tagen nichts bekommen. Er kann nicht mal mehr Wasser trinken.

Das ist ein Ding der Unmöglichkeit! Der Pflegedienst bzw. die ausgebildete Dame, die einen Port legen kann/darf, muß regelmäßig den Port reinigen.
Sollte das - aus welchen Gründen auch immer - nicht möglich sein, ist der Patient ins Krankenhaus einzuweisen, die den Port gelegt haben!

Besteht die Möglichkeit, ihn in die Stadt meiner Mutter zu holen

Warum nicht, es muß nur die ärztliche Versorgung ohne Unterbrechung gewährleistet sein.

Kommentar von Tigerkater ,

Kompliment ! Sehr gute Antwort alle wichtigen Punkte betreffend !! Benötigt keinerlei " Zugabe " .

Kommentar von Deichgoettin ,

Danke Tigerkater :-))

Antwort
von sternenmeer57, 29

Ja, eine ambulante Therapie ist korrekt.Meist dauert die Behandlung über   Monate. Wer will schon so lange im Krankenhaus bleiben, wenn man sich bewegen kann. Was ich nicht verstehen kann, das die künstliche Ernährung nicht geht, wenn ein Pflegedienst kommt. Außerdem muß nur durchgespühlt werden, das ist ihmbestimmt gezeigt weorden.


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