Frage von cheonsa, 199

Krebs Leberspenden?

Wie in meiner letzten Frage beschrieben, hat meine Mutter (40J.) Pankreas Krebs und befindet sich im Endstadium, da ihre Leber plötzlich versagt hat. Da ich sie nicht aufgeben kann versuche ich nun an eine OP ranzugehen und ihr meine halbe Leber zu geben(wir haben auch die selbe Blutgruppe)... Laut Pflegern wäre dies zwar möglich aber die Chance, dass sie das überleben würde sieht gering aus..  Sie ist kurz vor einem Leberkoma und ich würde das gerne morgen mit der Ärztin abklären bevor das passiert..
Das Risiko, dass sie die OP nicht überleben wird ist hoch
Aber genau genommen stirbt sie so doch auch.. Und mit der OP könnten wir sie noch, wenn alles gut geht, wieder einigermaßen stabilisieren um dann gegen den Krebs zu kämpfen.. Weil vor dem plötzlichem Versagen der Leber ging es ihr auch noch gut.

Was denkt ihr darüber? Hat jemand Erfahrungen?

Expertenantwort
von Sternenmami, Community-Experte für Gesundheit, 89

Das, was Deiner Mutter da bevor steht, ist wirklich schlimm und tut mir auch sehr leid. Trotzdem muss ich Dir leider sagen, dass eine solche OP überhaupt keinen Sinn machen würde.

Selbst wenn Deine Mutter diese Operation überleben würde, so wäre die neue Leber niemals dazu in der Lage, die ganzen Medikamente, die man gegen den Krebs einnehmen müsste, zu verarbeiten. Die neue Leber würde sofort total überfordert sein, weil die Chemo-Medikamente ja über die Leber verstoffwechselt werden.

Wie das Wort "Endstadium" schon sagt, so ist das in den meisten Fällen wirklich das Ende. Ich weiß, wie sehr das schmerzt, habe ich doch selber lange Zeit gegen den Krebs gekämpft.

Selbst wenn man diese Operation in die Wege leiten würde, so könnte man nicht von heute auf morgen diese OP durchführen. Man muss zunächst das Immunsystem Deiner Mutter mit Medikamenten runterfahren, damit dieses nicht gegen die neue Leber kämpft. Das würde aber auch eine enorme Schwächung des Körpers bedeuten und genau diese Schwäche wird von den Krebszellen ausgenutzt. Sie würden den Körper sofort überschwemmen.

So leid es mir tut, aber ich denke, Du solltest jetzt die Zeit mit Deiner Mutter wirklich nutzen. Sei bei ihr und stehe ihr in diesen schweren Stunden zur Seite. Ich glaube, mehr möchte sie gar nicht. Lass sie gehen. Es möchte doch niemand, dass jemand länger als nötig leidet, nur um diejenigen, die zurück bleiben, nicht traurig zu machen.

Und denke mal darüber nach, ob Du damit leben könntest, wenn Deine Mutter während der Operation versterben würde. Vielleicht hätte sie dann ohne Operation noch etwas mehr Zeit gehabt.

Ich wünsche Deiner Familie für die kommende Zeit viel Kraft und drücke die Daumen, dass Deiner Mutter noch etwas Zeit mit ihrer Familie bleibt.

Alles Gute

Kommentar von Thaliasp ,

Eine solche zusätzliche Schwächung des Körpers wie von Sternenmami geschrieben macht den Körper auch anfälliger für zusätzliche Krankheiten wie zum Beispiel aktuell gerade die Grippe. Der Freund meiner Schwester hatte Speiseröhrenkrebs. Durch den Kampf gegen den Krebs wog der Mann schließlich nicht mal mehr 40 kg. Er bekam eine Grippe. Diese Grippe damals verursachte als Komplikation eine Lungenentzündung. Daran ist schließlich der Freund gestorben. Jede Operation schwächt den Körper zusätzlich, macht ihn noch anfälliger für zusätzliche Krankheiten. Auch ich sage dir, nutze die Zeit mit deiner Mutter. Eine solche OP. ist sinnlos, die würde bestimmt kein Arzt durchführen. Ich weiß, die Diagnose Krebs ist ganz schlimm. Ich wünsche dir und der Familie für die kommende Zeit viel viel viel Kraft. Thaliasp, jemand der die Diagnose Krebs selbst hinnehmen musste.

Kommentar von Sternenmami ,

Ja, so ist es leider. Ein nicht funktionierendes Immunsystem bedeutet leider auch, dass jede noch so kleine Bakterie oder Vire den Tod bedeuten kann.

Mal abgesehen davon ... nur weil Du die gleiche Blutgruppe wie Deine Mutter hast, bedeutet das noch lange nicht, dass auch Eure Gewebetypen überein stimmen. Es ist also überhaupt nicht sicher, ob Deine Leber für Deine Mutter geeignet wäre.

Letztendlich glaube ich nicht, dass sich irgendein Arzt auf diesen Versuch einlassen würde. Wäre es wirklich nur die Leber, die bei Deiner Mutter streikt ... aber so ist es ja leider nicht.

Es tut mir fürchterlich leid, Dir hier die Hoffnung nehmen zu müssen, aber es ist letztendlich besser, wenn Du der Tatsache ins Gesicht siehst. Damit können sowohl Deine Mutter wie auch Du und Deine Angehörigen besser umgehen. Das ist immer noch besser, als würde man seine Zeit mit Dingen vergeuden, die nur noch mehr die gemeinsame Zeit rauben. Ist irgendwie blöd ausgedrückt, aber Du wirst mich schon verstehen.

Nutze die Dir verbleibende Zeit mit Deiner Mutter!!!

Antwort
von DODOsBACK, 65

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist extrem aggressiv, da stehen die Chancen allgemein schlecht. Sprich mit den Ärzten - und vielleicht auch mit "Außenstehenden", Leuten aus Selbsthilfegruppen, Seelsorgern, Psychologen usw.

Lies dir auch das hier mal durch:

http://www.lebertransplantation.eu/leberspende-und-lebertransplantation.html

Würden die Chancen deiner Mom dadurch wirklich ansteigen? Ich kann mir
nicht vorstellen, dass man direkt nach einer Transplantation eine Chemo
oder Bestrahlungen machen kann. Wie steht deine Mom selber dazu?

Ich kenne euren Fall nicht, aber was du dir da in den Kopf gesetzt hast, ist ein sehr schwerwiegender Eingriff! Überleg dir, ob es wirklich Hoffnung gibt - oder ob du dir da nur noch etwas einredest.

Ich habe schon Verwandte im Hospiz begleitet und dort natürlich auch mit anderen "Patienten" gesprochen. Viele waren sehr einsam - und das hat ihnen mehr zu schaffen gemacht als die Schmerzen oder die Angst vor dem Tod. Sie konnten mit ihren Angehörigen nicht über ihre Gefühle sprechen und sich nicht in Würde verabschieden. Sie konnten keinen "Frieden" machen. Weil ihre Familien den Gedanken an den Tod nicht ertragen konnten und jede Unterhaltung in diese Richtung abgewürgt haben...

Vielleicht braucht deine Mom keine neue Leber mehr...

Antwort
von windsbraut0307, 108

Das ist schlimm und es tut mir aufrichtig leid. Was hält deine Mutter davon, dass sie in ihrer schlimmen und völlig aussichtslosen Situation nun eine Verlängerung ihres schweren Leidens bekommen und auch die Gesundheit ihres Kindes aufs Spiel setzen soll? Denn so sehe ich das und ich könnte mir vorstellen, dass auch die Ärzte in diesem fortgeschrittenen Stadium der Krankheit abraten würden. Versuche dich mehr in die Lage deiner Mutter zu versetzen, die einen schweren Kampf kämpft und vielleicht viel lieber endlich gehen möchte, frei sein möchte von Schmerz, Therapien, Leid und Trauer. Denn dass sie diese Krankheit nicht überleben wird ist schon klar. Ich kann verstehen, dass du deine Mutter nicht verlieren möchtest, aber du verschiebst den Zeitpunkt ihres Ablebens nur vergleichsweise minimal. Es wäre anders, wenn dieser Eingriff sie heilen würde, aber das ist nicht der Fall, der Krebs bleibt

Antwort
von Rudolf36, 24

Ich verstehe ja, dass du vieles tun würdest, um deiner Mutter zu helfen, aber bedenke bitte, warum die Leber deiner Mutter versagt: der Krebs produziert soviel Gift- und Abfallstoffe, dass die Leber deren Beseitigung nicht mehr schafft. Vielleicht sind in der Leber ja auch Metastasen, die zusätzlich die Leistung verringern.

Durch eine Lebertransplantation würde deine Mutter wohl nur wenige Tage an Zeit gewinnen. Zudem ist so eine Transplantation ein schwerer und zeitaufwendiger Eingriff. Der Körper deiner Mutter dürfte kaum noch die Kraft haben, sich von so einer Operation zu erholen. Alle Kraft braucht er jetzt zur Krebsbekämpfung, auch wenn es für außenstehende aussichtslos erscheint. Das Immunsystem weiß das ja nicht und kennt nur eine Devise: hinaus mit dem Mist.

Ich bezweifle auch, dass irgendein Ärzteteam diese Arbeit in dieser Situation übernehmen würde.

So weiß ich leider nur einen Rat: begleite deine Mutter, solange du kannst und willst. Und wisse, dass deiner Mutter der Abschied bestimmt genau so schwer fällt.

Antwort
von Huflattich, 45

Ich denke deine Situation ist schrecklich und dein Wunsch zu helfen verständlich. 

Du bist geboren um das Leben weiterzutragen und nicht um Dich jetzt schon in jungen Jahren selbst in Lebensgefahr zu bringen 

Endstadium einer Krebserkrankung bedeutet das der Körper vermutlich mit Metastasen durchzogen sein wird. Selbst wenn Du dein Organ gibst wird das nicht mehr helfen - denke, dass Dir die Ärzte das Gleiche sagen werden .......

Verabschiede Dich, bleibe so lange es geht bei ihr, und zeige, dass Ihr Leben durch Dich erfolgreich war.- dass Du es jetzt alleine schaffen kannst und wirst.

Für das was Dir bevorsteht wünsche ich Dir starken Glauben,
Kraft, Licht und Liebe. 

Antwort
von LaplacesDemon, 103

Wenn es wirklich Chance auf Besserung gibt und sie Spaß am Leben haben kann sollte man das wohl versuchen aber wenn du nur die Zeit verlängerst die sie im Krankenhaus rumliegt und auf das Unvermeidliche wartet ist es vielleicht besser es zu einem Ende zu bringen.

Antwort
von tinimini, 28

Geh einen anderen Weg, wenn die Ärzte nicht mehr helfen können. 

file:///C:/Users/alpha%20draconis/Downloads/gesundheitausderapothekegottes_1.pdf

Ich wünsche euch viel Kraft.

Antwort
von Taimanka, 5

ich denke, dass Du das richtige getan hast.


Antwort
von faisylein, 90

Du tust mir richtig leid ich hab dich trz lieb und ich sage nur ich würde es auch machen wollen bin trz erstn14

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