Frage von Tina0711, 833

Krankschreibung erst vom Orthopäden dann vom Hausarzt - Krankengeldanspruch?

Hallo wollte nochmals eine Frage stellen bzgl. Krankengeldanspruchs. Werde am 12. Mai am Knie operiert, bekomme ein künstliches Gelenk. Ich weiß, dass ich, während meiner Arbeitsunfähigkeit, nach 6 Wochen Lohnfortzahlung Anspruch auf Krankengeld habe. Nun aber meine Frage : Da ja die OP erst in zweieinhalb Monaten stattfindet und ich bis dahin natürlich nur mit großen Schmerzen laufen kann, bin ich also in dieser Zeit NICHT arbeitsfähig. Mein Orthopäde hat mich nun für 2 Wochen krankgeschrieben, diese sind bald rum - was mache ich wenn mein Orthopäde mich nicht weiter krankschreibt - bis zum OP-Termin, kann ich dann zu meinem Hausarzt gehen und mich von dem weiter krankschreiben lassen - Diagnose wie die vom Orthpäden eben wegen meinem Knie - ? Und wichtig - AB WANN laufen denn dann die 6 Wochen - ab dem Tag der ersten AU von meinem Orthopäden oder ab der ersten AU von meinem Hausarzt. Weil es ja wegen ein und der selben Krankheit ist müssten doch die 6 Wochen ab der 1. AU vom Orthopäden laufen, auch wenn ich von meinem Hausarzt dann weiter krankgeschrieben bin (gleiche Diagnose) oder ? Wer kennt sich aus und schreibt eine hilfreiche Antwort, vorab schon mal lieben Dank

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Realisti, 682

Die 6 Wochen laufen ab dem ersten Tag der Krankschreibung an. Wenn du im gleichen Jahr schon vorher deshalb ausgefallen bist wird das dazuaddiert. Krankschreibungen aus dem gleichen Grund werden addiert, egal wann sie im Jahr waren. Die beginnen auch nicht mit dem Krankenhausaufenthalt neu. Es ist auch egal wie viele Ärzte daran beteiligt sind. Eine Krankheit = eine Folgekette.

Kommentar von Tina0711 ,

nein war in den letzten 12 Monaten noch nicht wegen dem Knie krankgeschrieben - war lediglich vor 4 Monaten schon einmal bei meinem Orthopäden, da wurde mir schon die OP dringend ans Herz gelegt - bin aber trotzdem weiter arbeiten gegangen, wie ich das geschafft habe bis jetzt - keine Ahnung. Nur JETZT geht garnichts mehr, deshalb hab ich nun gesagt, jetzt wirds Zeit damits gemacht wird. Aber um beim Thema zu bleiben, es ist also egal ob mein Orthopäde oder mein HA die AU ausstellt bis zur OP, die 6 Wochen gelten ab der 1.AU, richtig ?

Kommentar von Realisti ,

Ja, das ist egal und wird addiert. Es wird auch Folgekrankschreibung (oder wie das heißt) angekreuzt.

Kommentar von Tina0711 ,

super dann bin ich ja erstmal beruhigt - hoffe aber trotzdem, dass mein Orthopäde mich bis zur OP durchweg krankschreibt, dann hätte ich die Rennerei nicht zu meinem HA usw. naja schaun mer mal....erstmal lieben Dank für deine Antworten :-)

Kommentar von Realisti ,

Danke für den * und hoffentlich geht es dir schnell wieder gut. Ich drücke dir die Daumen.

Antwort
von SiViHa72, 510

"
AB WANN laufen denn dann die 6 Wochen - ab dem Tag der ersten AU von
meinem Orthopäden oder ab der ersten AU von meinem Hausarzt.

Frist läuft, wenn der Grund für die AU gleich bleibt, ab dem 1. Tag, an dem die AU für diesen Grund das erste MAl ausgestellt wurde.

Normalerweise sollte der Facharzt krankschreiben? Warum will der nicht, sieht der die Notwendigkeit nicht? Sehr schräg.

Fragen kannst Du auf jeden Fall auch mal den Hausarzt.

Ichj kenn es nur genau umgekehrt.. kriegte mal ne AU vom HA wegen Arbeitsunfall. Dann war der Chef so nett, mich deswegen auch mal eben zu kündigen, aber erst in x Wochen, mehr als eigentlich.

Ha sagte: nix, die habven ihnen nicht mal erste Hilfe geleistet und wollen sie jetzt so vera*.. egheh sie mal zu Facharzt und der gibt  ihnen AU, das akzeptiert die Kasse noch viel besser als meine"

Kommentar von Tina0711 ,

Ja finde es auch "schräg" warum mein Orthopäde die Notwenigkeit der AU bis zur OP nicht sieht. Bzgl. HA hab ich da nen Guten, wenn ich dem (wenn der Orthopäde mich dann nicht weiter - bis zur OP - krankschreibt) die Sachlage schildere und er sieht mich ja sowieso wie ich (mit Krücke) daher gelaufen komme, denke ich schon, daß er mich weiter krankschreibt - natürlich mit der gleichen Diagnose wie mein Orthopäde. Weiß nur nicht ob die Krankenkasse da vielleicht Scherereien macht bzgl. der 6 Wochen, weil die fortlaufende AU zuerst vom Orthopäden und dann weiter vom HA ausgestellt wird, verstehst du was ich meine ?

Antwort
von Realisti, 395

Mein Mann hat bis zur OP gearbeitet (Schweißer). Seine Kollegen wußten von seinem Problem und haben ihm die Arbeit an den Platz gebracht und wieder abgeholt.

Nach der OP konnte er relativ schnell wieder laufen (kurze Strecken) und war noch in der Reha. Danach war er aber noch monatelang außer gefecht und kam in die Lohnfortzahlung des Krankenkasse. Das hat ein großes Loch in die Haushaltskasse gerissen.

Es wurde allerdings noch schneller besser als er begonnen hat diese doofen Stützstrümpfe zu tragen (Er klebt sie sich immer mit Packband an die Beine von der Retro-Boxershorts, damit sie nicht rutschen.) und regelmäßig Schwimmen zu gehen. Viele Übungen macht er lieber im Wasser um die Schwellungen in den Griff zu bekommen.

Eines ist mal sicher. In den nächsten Wochen wirst du viel turnen müssen. Je mehr und regelmäßiger du alle Übungen machst um so schneller kommst du nach der OP wieder aus der Nr. raus.

Versuche vorher noch Gewicht zu verlieren. Je leichter man ist, umso leichter kommt man nach der OP zurecht.

Kommentar von Tina0711 ,

ja ich weiß (leider) aus der Vergangenheit schon, was mich ab dem 12. Mai erwartet. 2012 wurde bereits mein rechtes Knie operiert (auch künstliches Gelenk) Krankenhaus - Reha und danach noch monatelang KG war echt kein Spaß aber ich komme leider nicht drumrum, nun muss eben das andere Knie auch gemacht werden. Je länger ich warte, desto schlimmer wirds...

Antwort
von mohrmatthias, 347

warum sollte dich der Orthopäde nicht weiter krankschreiben ?und die 6 Wochen zählen ab dem 1 tag der ersten Krankschreibung(Orthopäde)

Kommentar von Tina0711 ,

Habe deshalb gefragt weil mein Orthopäde schon bei der 1.AU schon meinte, jetzt schreib ich sie erstmal für 2 Wochen krank und dann schaun wir mal weiter. Hätte er stattdessen direkt gesagt, dass ich selbstverständlich von ihm krankgeschrieben werde bis zum OP-Termin, dann wär ja alles kein Problem. Aber habe Zweifel dass er mich zweieinhalb Monate bis zur OP durchweg krankschreibt.

Und...zu deinem 2.Satz - die 6 Wochen zählen dann auch weiter wenn mein Hausarzt mich - nach der AU vom Orhtopäden - weiter krankschreibt ?

Kommentar von mohrmatthias ,

normalerweise schreibt er dich durchgängig weiter krank denn nach den 2 Wochen bist du ja nicht wieder gesund. angenommen der Orthopäde schreibt dich nicht weiter krank zählen die 6 Wochen weiter wenn die Krankschreibung vom Hausarzt kommt.ist die gleiche Krankheit.ich hoffe du hast alles verstanden.bekommst du eine teil oder voll Prothese und wie alt bist du ?

Kommentar von Tina0711 ,

ja das meine ich ja - normal müsste er mich durchgängig krankschreiben - aber was ist schon NORMAL heute - kann natürlich sein, dass er es macht, aber nur was wenn nicht, deshalb hab ich hier mal die Frage reingestellt....muss ja auch schaun, dass ich nach 6 Wochen Lohnfortzahlung nahtlos Krankengeld bekomme, Miete usw. muss ich ja irgendwie zahlen.

Bekomme eine Voll-Prothese - kenne die ganze Prozedur leider schon, vor 4 Jahren hab ich schon am anderen Knie ne Vollprothese bekommen....und das in meinem Alter bin gerademal 49

Kommentar von mohrmatthias ,

hört sich zwar komisch an,du hast wenigstens gleich 2 vollprothesen bekommen.ich bin im gleichen alter und bei mir wird stück für stück ausgewechselt(hemi und wave Prothesen)und erst wenn ich alt genug bin bekomme ich vollprothesen obwohl beide knie kaputt sind.aussage krankenkasse

Kommentar von Tina0711 ,

nee mit dem rechten Knie vor 4 Jahren hatte ich eine regelrechte Tortour mitgemacht - war bei einem Orthopäden in Behandlung der quasi nur mit meinem Knie rumexperimentiert hat - zuerst Spiegelung, dann nach Diagnose Knorpelschaden Op mit künstlichen Knorpel - dann nach Monaten weiterer Schmerzen erneute Spiegelung - neuer Knorpelschaden festgestellt - dann Hemicap-Op - nach wiederum monatelangen Schmerzen und nochmaliger Spiegelung- hieß es dann "ja jetzt hilft nur noch ein künstliches Gelenk" - dann erst bin ich wach geworden und habe einen anderen (meinen jetzigen) Orthopäden aufgesucht - um eine 2. Meinung zu bekommen. Der meinte dann nur - sie hätten sich alle 3 Spiegelungen und die Knorpel-OP und die Hemi-OP sparen können, wären sie vor 2 Jahren schon zu mir gekommen, hätte ich ihnen direkt eine Vollprothese empfohlen....war insgesamt 3 Jahre mit dem rechten Knie am "rumdoktorn" - diesmal gibts im linken Knie ohne Experimente eine Vollprothese und fertig....

Kommentar von mohrmatthias ,

mein Arzt würde es schon machen nur sagt meine kk ich bin noch zu jung für vollprothesen.also wird weiter rumgedoktert und es funktioniert vorn und hinten nicht.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community