Ich habe von einem Fall gehört, bei dem sich die Frau eines schwer krebskranken Mannes hat krankschreiben lassen. Das kann ich natürlich verstehen, aber mit welcher Begründung kann man in so einem Fall krankgeschrieben werden? Und wie lange kann man mit einem Attest rechnen?

man kann sich da vom arzt krankschreiben lassen, habe das auch schon bei einer frau gehört. ihr mann lag im sterben wegen krebs.
ich denke der arzt wird da schon die begründung dafür kennen, für den krankenschein.
könnte mir auch voestellen, dass so eine frau für sich selber die krankmeldung bekommt, wegen nervlicher überbelastung oder so in der art.

Wenn Dein Partner schwer krank ist und Du ihn pflegst und live dabei bist, geht das auch an Deine Psyche und hat auch oft körperliche KOnsequenzen für Dich. Du musst Deinen Partner evtl heben, waschen und versorgen , dazu Schlafmangel und Stress. Viele Hausärzte schreiben Dich dann krank, zu Recht. UNd dauern tut es dann eben solange es dauert.

psychosozialer Überbelastung, reaktive Depression...wäre wahrscheinlich beides nicht gelogen. Eine AU kann man auf solch eine Krankheit unbestimmt lange bekommen.
pippi60 am 19. März 2008 19:28 Genau! DH!
Es ist naher Angehöriger, also kann sich die Frau bis zu sechs WOchen krank schreiben lassen, um ihren Mann zu pflegen. Danach gibt es die Möglichkeit (NICHT BEI ALLEN KRANKENKASSEN) bis zu weiteren 8 Wochen krankschreiben lassen (AUSNAHMEREGELUNG).
Wieselchen1 am 19. März 2008 19:41 Enteltfortzahlungsgesetz, genau.
Wieselchen1 am 19. März 2008 19:46 Sorry, das war Unsinn. Es steht im Sozialgesetzbuch, aber da auch nur für Kinderpflege.

Da wird man höchstens zur Pflege der Person krank geschrieben.

Bei uns (Ö) stehen einem in so einem Fall bis zu 10 Tage Pflegeurlaub pro Jahr zur Verfügung. Bezahlt natürlich.
M.E. muss bei der Partnerin des schwerkranken Patienten eine Krankheit vorliegen. Als Folge der psychosozialen und körperlichen Belastung durch die schwere Erkrankung des Patienten kann durchaus, wie hier auch schon aufgeführt, eine Krankheit vorliegen: Reaktive Depression. Psychosomatisches Syndrom. Wirbelsäulensyndrom als Folge von Überlastung. Usw.