Frage von Tori94, 70

Krankschreiben nach Eigenkündigung?

Ich habe meine Kündigung Anfang Juni eingereicht und es war von beiden Seiten klar, dass dieser Job für mich nur zum überbrücken war, da ich im August eine andere Stelle habe. Genauso war klar, dass sie mich im Juli nicht mehr viel einsetzen sollten, da ich mich um meinen Umzug, Wohnung finden etc kümmern muss, da ich auch immer ca 100 km fahren muss, da ich in eine ganz andere Stadt hinziehe. Nun drücken die mir trotzdem soviele Stunden rein und mein Resturlaub,den ich Ende Juli extra beantragt habe, wurde mir jetzt gestrichen. Ich bin eigentlich nicht so ein Mensch, der sich dann einfach krank schreiben lässt, aber die lassen sich auch nicht mit sich reden.

Was soll ich tun? Soll ich mich wirklich krankschreiben lassen?

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Antwort
von DerHans, 45

Wenn du noch Urlaub zu erhalten hast, ist die Gewährung von Freizeit vorrangig. Nur schwer wiegende Gründe können dazu führen, dass du trotzdem arbeiten musst und der Urlaub abgegolten wird.

Eine Krankmeldung ohne wirklich krank zu sein, ist eindeutig Betrug. Dabei könntest du auch beobachtet werden, wie du deinen Umzug durchführst. Dann hättest du ein ECHTES Problem.

Antwort
von DarthMario72, 35

Der Urlaub war genehmigt oder hattest du ihn nur beantragt? Einmal genehmigter Urlaub darf nicht so einfach wieder gestrichen werden. Wie wurde das begründet?

Sich krank schreiben lassen ohne tatsächlich krank zu sein, ist Betrug. Je nachdem, wie dein noch-AG drauf ist, kann das ziemlich nach hinten losgehen. Und du willst ja sicher auch noch ein Arbeitszeugnis haben...

Antwort
von Ruokanga, 44

Ja, wenn die ihre Absprachen nicht abhalten ist es ein gutes Mittel, dies zu erreichen. Pass aber auf, wie Du dich krankschreiben lässt, nichts mit Körper oder Bettlägerigkeit, was nachweisbar ist, sonst musst du u.U. zu Hause bleiben und kannst nicht umziehen. Die könnten ja vorbeikommen und schauen. So ein Verhalten kenne ich von meiner damaligen Stelle, Zeitarbeit, war nicht ok.

Kommentar von Pucky99 ,

In einer AU stehen keine Gründe.

Kommentar von Ruokanga ,

Weiss ich, zumindest auf der AG-Kopie nicht ... Ich denke weiter: Wenn der AG oder ein neidischer Kollege vorbeikommt und jmd. aus dem Haus gehen sieht, könnte er zum Arbeitsgericht gehen, dann muss eventuell nachgewiesen werden, mit welcher Begründung der Patient krank war. Steht dann da: Fuß gebrochen, aber wurde fröhlich hüpfend beobachtet, ist das nicht optimal.

Antwort
von LA9122, 39

Ich würde es machen und ggf. Das so klären das der Urlaub der dir zu steht für die Zeit du dir auszahlen lässt oder mit zu deinem neuen Arbeitgeber mit nimmst. Aber im Einzelfall kann ich das nur so pauschal ausdrücken.

Im schlimmsten Fall da ich in der Industrie bin würde ich das mit der IG Metall klären.

LG

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