Frage von suziewong,

Krankmeldung beim Arbeitgeber abgeben ist das Pflicht

Hallo ich habe eine Frage, die liegt mir sehr am Herzen- Wir sind ein Kleinbetrieb und haben mit einer gekündigten Arbeitnehmerin Probleme. Sie wurde gekündigt, da sie der Arbeit nicht fähig wahr. Nun muß die ehmalige Arbeiterin uns noch 3 Wochen Krankmeldungen schicken. Tat dies aber nicht, sondern nur der Krankenkasse. Sie behauptet durch den Anwalt, sie hätte die Kankmeldungen uns zugeschickt. Die stimmt nicht. Soll ich zu einen Anwalt oder genügt die Krankmeldung nur der Krankenkasse vorzulegen- Arbeitnehmerseite. Vielen Dank im voraus

Antwort von docbde,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Also bei diesem Thema solltest Du dir unbedingt rechtlichen Rat beim Fachmann holen und nicht in einem Forum, wo man meist nur Halbwissen bekommt.
Evtl. kann dir auch die IHK oder Handwerkskammer (je nachdem wo ihr Mitglied seit) helfen. Dafür muss man ja schließlich die Zwangsbeiträge zahlen!

Antwort von vollyhn,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die AN muss die Arbeitsunfähigkeit irgendwie nachweisen. Dies geschieht üblicherweise und unkompliziert mit der gelben Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.

Besteht um die Arbeitsunfähigkeit kein Streit, sondern fehlt nur die Bescheinigung, entfällt nichtder Lohnanspruch. Der Lohn darf nur solange zurückbehalten werde, bis die Bescheinigung (oder eine Bescheinigung der KK, dass die AN dort als arbeitsunfähig attestiert wurde), vorgelegt wird.

Es kann also sein, dass die Fa sich jetzt verklagen läßt und tatsächlich im Augenblick im Recht ist, nicht zuzahlen. Wird aber im Prozess der Nachweis der Arbeitsunfäigkeitgeführt, kann es doch zu einer Verurteilung kommen.

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung benötigt der Betrieb aber nicht zur Vorlage beim Finanzamt, bei der KK oder sonstigen Behörden. Sie dient nur für den Arbeitgeber als Nachweis für sich. Der Arbeitgeber "darf" also Entgeltfortzahlung leisten und die Zahlung wird überall als Betriebsausgabe anerkannt.

Antwort von bitmap,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

''1Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. 2Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen. 3Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen. 4Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der Bescheinigung angegeben, ist der Arbeitnehmer verpflichtet, eine neue ärztliche Bescheinigung vorzulegen.''

http://kuerzer.de/6PCLhq4T8

Kommentar von bitmap,

''Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Fortzahlung des Arbeitsentgelts zu verweigern,

1 . solange der Arbeitnehmer die von ihm nach § 5 Abs. 1 vorzulegende ärztliche Bescheinigung nicht vorlegt ...''

http://kuerzer.de/2uBTvTraf

Kommentar von ShyGee,

Da kannst Du Paragraphen aufzählen bis Du schwarz wirst, die Realität sieht anders aus. Wenn Du mit Deinen Arbeitnehmern erst wg. solcher Lappalien vor dem Arbeitsgericht stehst, dann wirst Du merken was diese Wert sind und Dein Lehrgeld bezahlen!

Zumal Madame jetzt schon einen Anwalt bemüht hat!

Recht haben und Recht kriegen sind zwei grundverschiedene Dinge!

Kommentar von bitmap,

''dann wirst Du merken was diese Wert sind und Dein Lehrgeld bezahlen!''

Nö, werd ich ganz sicher nicht.

Kommentar von Coccodrillo,

genau so ist es! nicht der arbeitgeber ist zum beweis des eingangs verpflichtet, sondern der arbeitnehmer! soviele briefe können gar nicht bei der post verloren gehen. sonst frag doch bei der krankenkasse, ob die meldungen dort korrekt eingegangen sind. da scheint was faul zu sein. vielleicht ein racheakt wegen der kündigung?

Antwort von seesee,

Schau mal hier: http://www.juraforum.de/lexikon/Arbeitsunf%C3%A4hig%20erkrankter%20Arbeitnehmer

Antwort von ShyGee,

Was bringt Dir das, ich mein was willst beim Anwalt, das kostet doch nur Geld. Gekündigt ist sie ja schon, und es ist sicher billiger, wenn es darum geht, ihr noch den Lohn zu bezahlen! Wenn Du ihn einbehältst, marschiert sie zum Arbeitsgericht und das wir dann richtig teuer denn verlieren wirst Du auf jeden Fall!

Antwort von RBMannheim,

Jede AUB hat ein Orginal und zwei Durchschläge! Das Orginal ist dem Arbeitgeber vorzulegen! Die Durchschläge gehen an die KK und einer bleibt beim Arzt!
Ich würde hier mal einige Geschütze auffahren! Die Krankmeldungen müssen bei Arbeitern eigentlich am ersten Fehltag vorliegen! Wie kann es da zu drei Wochen Rückstand kommen? Ich denke, sie hat vor Gericht einen sehr schlechten Stand! Das Geld für die Lohnfortzahlung kann man in eurem Betrieb sinnvoller verwenden!

Kommentar von danimaus76,

Ist nicht ganz richtig. Laut Gesetzt hat Sie 3 Tage Zeit zum einreichen der Krankmeldung, höchtens es ist in ihrem Vertrag anders festgehalten.

Kommentar von RBMannheim,

In jedem Industriebetrieb ist es per TV geregelt, daß gewerbliche AN die AUB am ersten Arbeitstag vorzulegen haben! Angestellte können dies erst am dritten AT machen! Das ist durch die Schichtarbeit und Maschinenbesetzung im gewerblichen Bereich begründet! Da muss nichts im Vertrag stehen! Der TV ist dem Gesetz vorrangig!

Kommentar von bitmap,

''In jedem Industriebetrieb ist es per TV geregelt, daß gewerbliche AN die AUB am ersten Arbeitstag vorzulegen haben!''

  • es gibt nicht für alle [Industrie]betriebe Tarifverträge

''Angestellte können dies erst am dritten AT machen!''

Es gibt gar keine Unterschiede [mehr] zwischen Arbeitern und Angestellten. Das Entgeltfortzahlungsgesetz gilt für Arbeitnehmer (das sind sowohl Arbeiter als auch Angestellte).

  • es ist nicht immer per Tarifvertrag geregelt
Kommentar von bitmap,

Korrektur:

  • ''es ist nicht immer per Tarifvertrag geregelt''

... gehört in den oberen Teil des vorherigen Kommentars

Kommentar von RBMannheim,

Natürlich gibt es diese Unterschiede nach wie vor! Das erlebe ich z.B. täglch auch in unseren Unternehmen! Arbeiter am ersten Tag, Angestellte am dritten! So können Angestellte auch zwei Tage krank sein, ohnen eine AUB vorzulegen! Und geregelt ist das sicher im TV. Und zumindest jedes größere Unternehmen ist tarifgebunden oder zumindest angelehnt! Aber auch die meisten kleineren Unternehmen orientieren sich an dieser Verfahrensweise, die nach wie vor sehr gebräuchlich ist!

Antwort von Freddie76,

Eigentlich ja, aber wenn sie schon gekündigt ist, ist es doch egal?

Antwort von Raimund1,

Natürlich muss die Krankmeldung auch dem Arbeitgeber angezeigt werden.

Ich würde bei der Krankenkasse nachfragen, ob die Meldung für den Arbeitgeber ( versehentlich ) dort gelandet ist

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